Wirtschaft

Energie und Gesundheitsreform treiben Teuerung

Inflation steigt auf 2,9 Prozent

Die Inflation in Deutschland ist im August auf 2,9 Prozent gestiegen. Die Bundesbank erwartet vorerst keine schnelle Entspannung. Anfang 2027 könnte eine geplante Gesundheitsreform die Inflationsrate zusätzlich erhöhen.

Millioneninvestition und neue Arbeitsplätze

Neubrandenburg baut Rüstungsstandort aus

In Neubrandenburg ist ein neues Unterstützungszentrum für den Bundeswehr-Radpanzer Piranha 5 entstanden. Rund 40 zusätzliche Arbeitsplätze wurden geschaffen, jährlich sollen etwa 200 Soldaten ausgebildet werden. Bis zu 256 Fahrzeuge können für das neue Kommunikationsnetz der Bundeswehr beschafft werden.

Fernwärme der Zukunft

Neustrelitz setzt auf Erdwärme: Stadtwerke dürfen nach Geothermie suchen

Die Stadtwerke Neustrelitz haben die bergrechtliche Erlaubnis zur Suche nach Erdwärme erhalten. Das Untersuchungsgebiet umfasst mehr als 38 Quadratkilometer. Beim Tag der offenen Tür am 26. September erfahren Besucher, wie Geothermie künftig zur Fernwärmeversorgung beitragen könnte.

Autobranche unter Druck

Mercedes warnt vor Werksschließungen in Deutschland

Mercedes-Benz erklärt seine deutsche Produktion im internationalen Vergleich für zu teuer. Produktionschef Michael Schiebe warnt: Gelingt es nicht, die Kosten zu senken, könnten ein Montage- und ein Antriebswerk geschlossen werden. Welche Standorte gemeint sind, nennt der Konzern nicht.

Industrie im Umbau

Rüstungsaufträge stützen Industrie – Auto und Maschinenbau schwächeln

Deutschlands Industrie meldet auf den ersten Blick steigende Aufträge. Doch hinter dem Plus stecken vor allem Großbestellungen bei Flugzeugen, Schiffen, Zügen und Militärfahrzeugen. Gleichzeitig brechen die Bestellungen der Autoindustrie ein. Das Wirtschaftsministerium sieht einen Teil der Nachfrage im Zusammenhang mit Bundeswehr- und Infrastrukturinvestitionen.

Austausch im Havelland

Wirtschaftsjunioren diskutieren über Nennhausens Zukunft

Kommunalverwaltung, Tourismus, Vereinsleben und die Finanzierung des Brandschutzes: Beim Treffen der Wirtschaftsjunioren Havelland im Gasthof Milow kamen Amtsdirektorin Ilka Lenke und Ordnungsamtsleiter Maik Polarek mit Vertretern der regionalen Wirtschaft ins Gespräch.

Sachsen auf Platz eins

Osten schlägt Bayern beim Bier

Ausgerechnet Bayern landet beim Bierkauf nur auf Platz 14 der Bundesländer. Eine Auswertung von knapp zwei Millionen Kassenbons zeigt: In Sachsen landet Bier 51 Prozent häufiger im Einkaufswagen. Auch Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern liegen vor dem Freistaat.

Winter wird teuer

Gasspeicher nur zu 57 Prozent gefüllt - Energiepolitische Ironie

Deutschlands Gasspeicher sind wenige Wochen vor Beginn der Heizperiode nur zu 57 Prozent gefüllt – rund 27 Prozentpunkte weniger als im langjährigen Vergleich. Die Versorgung gilt weiterhin als gesichert. Doch ein kalter Winter könnte Deutschland zwingen, zusätzliches LNG auf einem angespannten Weltmarkt einzukaufen. Besonders Ostdeutschlands energieintensive Industrie blickt nervös auf die kommenden Monate.

20 Kilometer, zwei Preise

Warum Tanken in Polen oft günstiger ist als in Deutschland

In Görlitz, Guben oder Frankfurt (Oder) liegt Polen nur wenige Minuten entfernt – und häufig auch die günstigere Tankstelle. Der Preisunterschied entsteht nicht allein auf dem Weltmarkt. Steuern, CO₂-Kosten und staatliche Eingriffe spielen eine erhebliche Rolle. Während Polen zeitweise Mehrwertsteuer und Preise direkt begrenzte, setzt Deutschland erneut auf einen befristeten Tankrabatt.

Bürokratie bremst Sachsen

Bürokratie kostet Firmen Milliarden

Die Bürokratiekosten deutscher Unternehmen sind zwischen 2022 und 2024 deutlich gestiegen. Nach einer Bundesbank-Auswertung machen regulatorische Vorgaben inzwischen im Durchschnitt rund sieben Prozent des Jahresumsatzes aus. Besonders kleinere Betriebe sind belastet – und genau diese prägen große Teile der sächsischen Wirtschaft.

Mercedes warnt vor Werksschließungen

In Ostdeutschland wächst die Angst um Auto-Jobs

Mercedes hält die Produktion in Deutschland international für zu teuer und warnt erstmals offen vor der möglichen Schließung zweier Werke. Gleichzeitig verschärft Volkswagen seinen Sparkurs. Nach massiven Protesten in Zwickau, Dresden, Chemnitz, Berlin und Brandenburg wächst die Sorge, dass Deutschlands Autokrise ganze Industrieregionen treffen könnte.

Von Chemnitz bis Berlin wächst die Sorge um Arbeitsplätze

Autoindustrie unter Druck: Heute protestieren Beschäftigte quer durch den Osten

Stellenabbau, unsichere Werksperspektiven und Verlagerungspläne treiben Beschäftigte der Autoindustrie auf die Straße. In Sachsen, Brandenburg und Berlin finden heute zahlreiche Protestaktionen statt. Besonders im Raum Zwickau wächst die Sorge, dass der Umbau der Branche ganze Regionen trifft.

InnoTrans 2026 startet

Berlin wird zur Hauptstadt der Bahnindustrie

Mehr als 3.100 Aussteller, 180 Weltpremieren und 113 Fahrzeuge aus 17 Ländern: Ab Dienstag trifft sich die internationale Bahn- und Verkehrsindustrie auf der InnoTrans in Berlin. Im Mittelpunkt stehen KI, Robotik, alternative Antriebe und neue Züge.

Lausitz im Wandel

Vom Braunkohlerevier zum neuen Energiesystem

Windkraft, Photovoltaik, riesige Batteriespeicher und später wasserstofffähige Kraftwerke: Die LEAG treibt den Umbau ihres Energiegeschäfts in der Lausitz voran. Am Montag wird die GigawattFactory in Forst eröffnet. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke hat sich angekündigt.

Zwickau, Chemnitz und Dresden

Deutsche Autobauer unter Druck – Sachsen vor großem Protesttag

Die neuen Halbjahreszahlen sind ernüchternd: Deutschlands große Autobauer verlieren Umsatz und Gewinn, während internationale Wettbewerber wachsen. Am Montag gehen Beschäftigte der Auto- und Zulieferindustrie bundesweit auf die Straße. In Sachsen sind mehrere große Aktionen geplant.

Neue Entlastung ab Oktober

17 Cent weniger beim Tanken: Na dann ist ja alles wieder gut

Bund und Länder wollen Benzin und Diesel ab Oktober rechnerisch um rund 17 Cent je Liter verbilligen. Das klingt zunächst ordentlich. Beim 50-Liter-Tank bleiben davon 8,50 Euro. Für Pendler ist das Geld – die große Erlösung an der Zapfsäule sieht allerdings anders aus.

Millionen Tonnen Kali unter Nordthüringen

Der Schatz unter der Erde: Warum der Bergbau nach Nordthüringen zurückkehren könnte

Mehr als drei Jahrzehnte nach dem Ende vieler Kaliwerke liegen unter Nordthüringen weiterhin gewaltige Salzvorkommen. Neue Untersuchungen bestätigen das Potenzial. Allein für das Ohmgebirge werden Hunderte Millionen Tonnen kalihaltiges Gestein ausgewiesen. Doch zwischen Rohstoffschatz und neuem Bergwerk liegen Milliardeninvestitionen, Genehmigungen und ungelöste Finanzierungsfragen.

641 Arbeitsplätze bedroht

Dresden kämpft um sein Impfstoffwerk

GSK will sein traditionsreiches Dresdner Impfstoffwerk schließen. 641 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel. Betriebsrat und Gewerkschaft geben den Standort jedoch noch nicht verloren: Externe Fachleute sollen wirtschaftliche Alternativen untersuchen. Dresden verfügt über Fähigkeiten, die nach einer Schließung nur schwer wieder aufzubauen wären.

Energiepreise treffen Sachsens Industrie

Stromkosten setzen Stahlwerk in Riesa unter Druck – Feralpi stoppt Produktion stundenweise

Feralpi hat in Riesa erst mehr als 220 Millionen Euro in eines der modernsten Walzwerke Europas investiert. Nun fährt das Elektrostahlwerk zeitweise herunter. Nach Angaben des Unternehmens lassen Strompreise und Netzentgelte in bestimmten Stunden keine wirtschaftliche Produktion mehr zu. Rund 900 Arbeitsplätze hängen am Standort.

Millioneninvestition in Seifhennersdorf

Rüstungsboom erreicht die Oberlausitz: Fallschirmhersteller Spekon baut Produktion aus

8,3 Millionen Euro investiert Spekon in seinen Standort in Seifhennersdorf. Das traditionsreiche Textilunternehmen produziert Fallschirme für zivile und militärische Anwendungen – auch die Bundeswehr gehört zu den Kunden. Nun werden die Produktionsflächen erweitert. Besonders im militärischen Geschäft erwartet das Unternehmen weiteres Wachstum.