Nennhausen/Milow. Wie funktioniert kommunale Verwaltung im ländlichen Raum – und welche Herausforderungen beschäftigen Gemeinden und Unternehmen gleichermaßen? Darüber haben die Wirtschaftsjunioren Havelland bei ihrem Treffen unter dem Titel „Auf ein Wort mit…“ diskutiert.

Die Gesprächsrunde fand am 17. September im Gasthof Milow statt. Zu Gast waren die Nennhausener Amtsdirektorin Ilka Lenke und Maik Polarek, Sachgebietsleiter für Öffentliche Ordnung. Beide werden in der Mitteilung des Amtes als BSW-Mitglieder bezeichnet. Das Amt Nennhausen führt Lenke aktuell als Amtsdirektorin; auch Polareks Funktion als Sachgebietsleiter für Öffentliche Ordnung wird auf den amtlichen Seiten bestätigt.

Verwaltung zwischen Alltag und Erwartungen

Lenke berichtete bei dem Treffen über die Arbeit der Kommunalverwaltung und das Leben im Amtsbereich Nennhausen. Dabei ging es nicht nur um Verwaltungsabläufe, sondern auch um die Entwicklung der Region.

Ein Schwerpunkt lag auf dem Tourismus im Westhavelland. Ebenso wurde über die Bedeutung von Vereinen und ehrenamtlichem Engagement für das Leben in den Gemeinden gesprochen.

Gerade in ländlichen Regionen übernehmen Vereine zahlreiche Aufgaben, die weit über Freizeitangebote hinausgehen. Sie prägen das gesellschaftliche Leben und sind häufig wichtige Partner von Gemeinden und Verwaltung.

Brandschutz und seine Kosten

Ein weiterer Schwerpunkt war der Brandschutz. Maik Polarek erläuterte nach Angaben des Amtes Fragen und finanzielle Herausforderungen rund um dieses Thema.

Das Amt Nennhausen ist Träger des Brandschutzes. Polarek beschäftigt sich in seiner Funktion deshalb regelmäßig mit den Freiwilligen Feuerwehren im Amtsgebiet. Auch bei früheren Terminen ging es unter anderem um Ausstattung, Ausbildung und Finanzierung der Wehren.

Damit berührte die Gesprächsrunde ein Thema, das für kleinere Kommunen von besonderer Bedeutung ist: Moderne Feuerwehrtechnik, Fahrzeuge, Gebäude und Ausbildung müssen finanziert werden, während gleichzeitig viele Einsatzkräfte ihre Arbeit ehrenamtlich leisten.

Direkter Austausch statt Vortrag

Das Treffen war nach Angaben der Veranstalter bewusst als offene Gesprächsrunde angelegt. Neben vorbereiteten Themen bestand Raum für Fragen und einen direkten Austausch zwischen Verwaltung und regionaler Wirtschaft.

Zum Abschluss dankten die Beteiligten für die offene Diskussion und die Gastfreundschaft des Gasthofs Milow.

Die Wirtschaftsjunioren Havelland gehören zum bundesweiten Netzwerk der Wirtschaftsjunioren und bringen junge Unternehmer sowie Führungskräfte aus der Region zusammen.