Wirtschaft

Demografischer Wandel verändert Arbeitsmarkt, Infrastruktur und Lebensqualität ganzer Regionen

Boomende Städte, alterndes Land: Ostdeutschland entwickelt sich immer stärker auseinander

Während Berlin, Potsdam, Leipzig oder Dresden weiterhin Menschen anziehen, verlieren viele ländliche Regionen Ostdeutschlands Einwohner und altern deutlich schneller. Neue Bevölkerungszahlen zeigen, wie stark sich diese Entwicklung inzwischen auf Arbeitsmarkt, Pflege, Verkehr und kommunale Infrastruktur auswirkt. Besonders Thüringen und Sachsen-Anhalt stehen unter Druck.

Mehrere ostdeutsche Länder entwickeln sich zum Jahresauftakt besser als der Bundesschnitt

Osten startet überraschend stark ins Jahr: Berlin und Brandenburg führen beim Wachstum

Die deutsche Wirtschaft kommt nur langsam aus der Schwächephase, doch ausgerechnet Teile Ostdeutschlands setzen zum Jahresbeginn deutliche Wachstumszeichen. Berlin und Brandenburg verzeichneten im ersten Quartal 2026 mit jeweils 0,9 Prozent das stärkste Wachstum aller Bundesländer. Auch Mecklenburg-Vorpommern legte stärker zu als Deutschland insgesamt. Die Zahlen zeigen jedoch zugleich: Der Aufschwung ist im Osten sehr unterschiedlich verteilt.

Neue Sicherheitsausgaben könnten Industrie und Mittelstand im Osten zusätzliche Aufträge bringen

Milliarden für Verteidigung: Ostdeutsche Länder wollen stärker vom Rüstungsboom profitieren

Deutschland und Europa investieren massiv in ihre Verteidigungsfähigkeit. Die ostdeutschen Länder wollen verhindern, dass die damit verbundenen Milliardenaufträge überwiegend an ihnen vorbeigehen. Sie fordern eine stärkere Einbindung ihrer Industrie, Forschungslandschaft und mittelständischen Unternehmen – und sehen in der Sicherheits- und Verteidigungswirtschaft zunehmend auch eine Chance für neue Wertschöpfung und Arbeitsplätze.

Tausende Betriebe stehen in den kommenden Jahren vor einem Generationenwechsel

Gründergeneration geht in Rente: Ostdeutschlands Mittelstand sucht dringend Nachfolger

Viele Unternehmer, die nach der Wiedervereinigung Betriebe aufgebaut, übernommen oder neu gegründet haben, erreichen nun das Rentenalter. Damit wird Unternehmensnachfolge zu einer der größten wirtschaftlichen Herausforderungen Ostdeutschlands. Fehlen geeignete Nachfolger, drohen nicht nur Betriebsschließungen – sondern auch der Verlust von Arbeitsplätzen, Know-how und wirtschaftlicher Infrastruktur in kleineren Städten und ländlichen Regionen.

SMARTCity-Studio widmet sich Ende August künstlicher Intelligenz

„ChatGPT – aber lokal“: Gera lädt zu kostenlosem KI-Vortrag ein

Künstliche Intelligenz wird auch in Gera zunehmend zum Alltagsthema. Das SMARTCity-Studio lädt am 26. August zu einem kostenlosen Vortrag unter dem Titel „ChatGPT – aber lokal“. Bereits zwei Tage zuvor geht es um Chancen und Risiken von KI für Eltern.

Handwerkskammer setzt auf Austausch und praktische Impulse

Neuer Handwerkstreff startet auf dem Telux-Gelände in Weißwasser

Auf dem Telux-Gelände entsteht ein neuer regelmäßiger Treffpunkt für Handwerksbetriebe aus der Lausitz. Beim „Handwerkstreff im Telux“ sollen Unternehmer Wissen austauschen, neue Entwicklungen kennenlernen und Kontakte knüpfen.

Modernisierung zwischen 2030 und 2034 könnte das Stadtbild erheblich verändern

Köthener Bahnhof steht vor jahrelangem Großumbau: Bahn plant Tunnel, Aufzüge und vier neue Brücken

Auf Köthen kommt eines der größten Infrastrukturprojekte der nächsten Jahre zu. Die Deutsche Bahn plant zwischen 2030 und 2034 umfangreiche Arbeiten am Bahnhof und an den angrenzenden Strecken. Bahnsteige, Fußgängertunnel, Treppen und Aufzüge sollen erneuert werden. Zudem müssen vier Eisenbahnbrücken und ein Kreuzungsbauwerk ersetzt werden.

Handwerk, Gesundheit, Landwirtschaft und Verwaltung suchen Personal

Demmin bleibt Mittelzentrum mit wachsendem Fachkräfteproblem: Stadt wirbt offensiv um neue Einwohner und Beschäftigte

Demmin positioniert sich zunehmend nicht nur als Wohnort, sondern ausdrücklich als Arbeitsstandort. Die Stadtverwaltung wirbt derzeit mit beruflichen Perspektiven in Handwerk, Gesundheitswesen, Landwirtschaft und öffentlichem Dienst – vor dem Hintergrund einer langfristig deutlich gesunkenen Einwohnerzahl.

50Hertz bereitet Milliardenprojekt zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg vor

NordOstLink erreicht Gadebusch: Archäologen untersuchen mögliche Trasse des neuen Stromkabels

In Gadebusch laufen vorbereitende Untersuchungen für eines der großen neuen Stromnetzprojekte Norddeutschlands. Der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz lässt entlang des geplanten NordOstLinks archäologische Untersuchungen durchführen. Die Hochspannungs-Gleichstromleitung soll später als Erdkabel bis in den Raum Schwerin führen.