Unter Erkners Straßen hat in den vergangenen Monaten eine der größten Modernisierungen der technischen Infrastruktur stattgefunden. Rund 5,5 Millionen Euro investierte E.DIS in Ausbau, Verstärkung und Digitalisierung des Mittel- und Niederspannungsnetzes. Die wichtigsten Arbeiten im Ortskern sind abgeschlossen – doch das Gesamtprojekt reicht bis in die kommenden Jahre.

Allein im Zentrum wurden etwa 25 Kilometer neue Mittelspannungskabel und acht Kilometer Niederspannungsleitungen verlegt.

Energiewende verändert Anforderungen

Die Zeiten, in denen ein örtliches Stromnetz vor allem klassische Haushaltsgeräte und Beleuchtung versorgen musste, sind vorbei.

Wärmepumpen, Wallboxen, Photovoltaikanlagen und Elektrofahrzeuge verändern gleichzeitig Verbrauch und Einspeisung. Dafür müssen Netze leistungsfähiger und besser steuerbar werden.

E.DIS hat deshalb in Erkner auch fünf digitale Verteilerstationen installiert. Sie können aus der Netzleitstelle überwacht und teilweise ferngesteuert werden.

Störungen sollen schneller behoben werden

Die Digitalisierung hat einen praktischen Vorteil.

Fehler lassen sich genauer eingrenzen. Bei einer Störung können Techniker schneller erkennen, welcher Netzabschnitt betroffen ist, und die Versorgung gegebenenfalls früher wiederherstellen.

Restarbeiten während der Ferien

Vollständig beendet ist das Projekt 2026 noch nicht. Einzelne Arbeiten in Friedrichstraße und Bahnhofsstraße sollen während der Ferien erfolgen.

Ab 2027 sind weitere größere Erneuerungen vorgesehen, unter anderem in der Berliner Straße.

Spannung wird bis 2030 umgestellt

Besonders weitreichend ist der nächste Schritt: Bis Ende 2030 soll das bestehende Mittelspannungsnetz von 10.000 auf 20.000 Volt umgestellt werden.

Damit investiert Erkner nicht nur in die Reparatur alter Leitungen. Das Netz wird strukturell auf einen deutlich höheren Strombedarf vorbereitet.

Quellen

E.DIS Netz GmbH / Stadt Erkner: „E.DIS-Stromnetz in Erkner umfangreich ausgebaut“, 2. Juli 2026