Sachsen

Drei Männer vor dem Landgericht Görlitz

Nach 20 Minuten vertagt: Kurzer Auftakt im Zittauer Taser-Raub-Prozess

Drei Männer sollen einen 20-Jährigen in einem Zittauer Park mit einer Elektroschockwaffe bedroht haben. Der erste Verhandlungstag vor dem Landgericht Görlitz war bereits nach rund 20 Minuten beendet – die eigentliche Aufarbeitung steht noch bevor.

Zittau

Fast 600 Jahre Brautradition im Vogtland

Vom DDR-Exportbier zur Weltmarke: Die ostdeutsche Geschichte von Wernesgrüner

Wernesgrüner überstand Enteignung, Verstaatlichung, Treuhandzeit und mehrere Eigentümerwechsel. Die Geschichte der vogtländischen Brauerei erzählt zugleich vom Wandel der ostdeutschen Wirtschaft – und von einer Marke, die ihre regionale Herkunft bis heute verteidigt.

Sachsen

OST-DNA: Industrieerbe, Chemiegeschichte & Sächsischer Unternehmergeist

Von Karl-Marx-Stadt an die Neiße: Die echte Geschichte hinter dem Spülmittel-Klassiker Fit

Ein paar Tropfen genügen, um Fett und Schmutz zu lösen: Das grüne Fit-Spülmittel ist das bekannteste Reinigungsmittel Ostdeutschlands. Doch um die Entstehung der Marke ranken sich viele Mythen. Die historische Realität ist eine westsächsische Erfolgsgeschichte: 1954 entwickelte der VEB Fettchemie im damaligen Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) das erste flüssige Spülmittel der DDR. Erst Ende der 1960er-Jahre zog die Produktion im Zuge der Chemie-Spezialisierung nach Hirschfelde bei Zittau um. Wie die gr

Chemnitz

OST-DNA: Handwerk, Backkultur & Weltruhm aus Sachsen

Das weiße Gold der Weihnachtszeit: Wie Dresden mit dem Christstollen ein weltweites Back-Denkmal schuf

Puderzuckerweiß eingehüllt, saftig im Anschnitt und vollgepackt mit Rosinen, Mandeln, Zitronat und echter Butter: Der Dresdner Christstollen ist der unangefochtene König auf den festlichen Kaffeetafeln der Welt. Doch der Weg zum heutigen Luxusgebäck war steinig. Im Mittelalter war der Stollen ein mageres Fastengebäck aus Mehl, Wasser und Hefe. Erst der päpstliche „Butterbrief“ von 1491 erlaubte den sächsischen Bäckern die Verwendung edler Butter. Wie August der Starke 1730 mit einem Riesenstolle

Dresden

OST-DNA: Kultmarken, Erfindergeist & Genuss aus Sachsen

36 Prozent Nuss-Liebe: Wie Nudossi aus Radebeul zum unangefochtenen Streich-Kult wurde

Cremig, nussig und mit einem unverwechselbaren Haselnuss-Aroma, das seinesgleichen sucht: Nudossi ist die unangefochtene Ikone der ostdeutschen Frühstückskultur. Als die Sächsische Schokoladen- und Süßwarenfabrik Vadosi in Radebeul bei Dresden Ende der 1960er-Jahre nach einer Alternative zu knappen Import-Fetten suchte, wählten die Erfinder eine Rezeptur, die Geschichte schrieb: Sie setzten auf einen rekordverdächtigen Haselnussanteil von 36 Prozent. Wie aus der Devisennot ein geschmackliches Me

Radeberg

OST-DNA: Industrie, Pioniergeist & Ingenieurskunst aus Sachsen

Pionier der vier Ringe: Wie August Horch Zwickau zur Wiege des sächsischen Automobilbaus machte

„Ich wollte unter allen Umständen nur große, starke und gute Wagen bauen“ – mit diesem Grundsatz revolutionierte der Ingenieur August Horch die Mobilität. Im westsächsischen Zwickau gründete der ehemalige Betriebsleiter von Carl Benz im frühen 20. Jahrhundert die Automobilwerke Horch und erschuf nach einem Namensstreit 1910 die Marke Audi („Horch!“ auf Lateinisch). Aus seinen Werken erwuchsen später die Auto Union, der legendäre Trabant und die moderne E-Auto-Produktion. Wie Horch mit Aluguss-Mo

Zwickau

OST-DNA: Erfindergeist, High-Tech & Wissenschaft aus Sachsen

Der König der Erfinder: Wie Manfred von Ardenne von Dresden aus die Welt von Fernsehen bis Medizin veränderte

Über 600 Patente, die Weltpremiere des voll-elektronischen Fernsehens 1931 und das einzige private Forschungsinstitut im gesamten Ostblock: Manfred von Ardenne war das Genie der deutschen Technikgeschichte. Auf dem Dresdner Hirschberg schuf der Universalgelehrte ein wissenschaftliches Imperium, das von der Elektronenmikroskopie über die Molekularphysik bis zur Krebs-Mehrschritt-Therapie reichte. Wie Ardenne die Grenzen zwischen Physik und Medizin auflöste, warum seine Forschung selbst in der DDR

Dresden

OST-DNA: Kunst, Handwerk & Weltkultur aus Sachsen

Bilderbibel auf Leinen: Wie Zittau mit den Fastentüchern ein textiles Weltwunder bewahrte

90 Bilderwelten auf 56 Quadratmetern handgewebtem Leinen: Das Große Zittauer Fastentuch von 1472 ist ein atemberaubendes Monument der europäischen Kunst- und Textilgeschichte. In der südlichen Oberlausitz traf im Spätmittelalter höchste Tuchmacherkunst auf tiefen Glauben. Das riesige Tuch verhüllte in der Fastenzeit den Altarraum und erzählte den Gläubigen die gesamte Bibelgeschichte in farbenprächtigen Bildern. Wie das kostbare Leinentuch den Bildersturm, Kriege und die Nutzung als Militär-Abde

Zittau

OST-DNA: Braukunst, Tradition & Genusskultur aus Sachsen

Das Bier der Könige: Wie Radeberg vor den Toren Dresdens das deutsche Pilsner erfand

Goldgelb im Glas, eine feine, dichtporige Schaumkrone und eine charakteristisch-hoppige Bittere: Das Radeberger Pilsner gilt als der Urvater der deutschen Pils-Kultur. Im Jahr 1872 fassten fünf mutige Radeberger Bürger den Entschluss, eine Brauerei zu gründen, die sich ausschließlich einer damals neuartigen Brauart verschrieb – dem untergärigen Pilsner Bier. Wie der Betrieb vor den Toren Dresdens zum offiziellen Hoflieferanten von König Friedrich August III. aufstieg, warum Reichskanzler Otto vo

Radeberg

Weltpilgertag im Freistaat

Pilgern wird zum Wirtschaftsfaktor: Sachsen baut seine Wege aus

Pilgern gilt längst nicht mehr nur als religiöse Tradition. Sachsen setzt auf seine historischen Wege, offene Kirchen und neue Unterkünfte – und hofft, damit besonders ländliche Regionen touristisch zu stärken.

Sachsen

Großveranstaltung auf dem Zwickauer Flugplatz

5.840 Besucher beim Simsontreffen in Zwickau

Tausende Simson-Fans haben vier Tage lang auf dem Zwickauer Flugplatz gefeiert. Die Polizei registrierte zwar Körperverletzungen, Drogendelikte und verbotene Symbole, insgesamt ging die Zahl der Straftaten jedoch deutlich zurück.

Zwickau

OST-DNA: Handwerk, Tradition & Weihnachtszauber aus Sachsen

Der Ursprung des Weihnachtslichts: Wie der Herrnhuter Stern von Sachsen aus die Welt erleuchtete

25 Zacken, mathematische Präzision und ein warmes Leuchten, das in der Adventszeit Fenster von Tokio bis London erhellt: Der Herrnhuter Stern gilt als die Mutter aller Weihnachtssterne. Im späten 18. Jahrhundert erfand ein Erzieher in den Internaten der Evangelischen Brüdergemeine in der Oberlausitz die geometrische Körperform als Geometrie-Aufgabe für seine Schüler. Wie aus einem pädagogischen Hilfsmittel gegen das Heimweh ein weltweites Symbol der Hoffnung wurde, warum jeder originale Papierst

Zittau

OST-DNA: Rennsport, Erfindergeist & Engineering aus Sachsen

Der Ferrari des Ostens: Wie Heinz Melkus in Dresden den einzigen Rennsport-Flügeltürer der DDR erschuf

Flache Silhouette, aufstrebende Flügeltüren und der unverwechselbare Klang eines hochgezüchteten Dreizylinder-Zweitakters: Der Melkus RS 1000 ist eine der faszinierendsten Automobil-Legenden Deutschlands. Entworfen und gebaut von Rennfahrer und Konstrukteur Heinz Melkus in Dresden, bewies der Sportwagen ab 1969, dass leidenschaftlicher Ingenieursgeist selbst strengen Mangelwirtschaften trotzen konnte. Wie aus Wartburg-Komponenten, Glasfaser-Kunststoff und aerodynamischem Gespür ein eleganter Tra

Dresden

OST-DNA: Handwerk, Tradition & Weltrum aus Sachsen

Klangwelt aus dem Vogtland: Wie Markneukirchen und Klingenthal das Orchester der Welt bauen

Ob die Berliner Philharmoniker, Jazz-Größen in New York oder Starmusiker weltweit: In vielen der besten Instrumente der Erde schlägt ein Herz aus dem vogtländischen Musikwinkel. Rund um Markneukirchen, Klingenthal und Schöneck entstand ab dem 17. Jahrhundert das dichteste Zentrum des Musikinstrumentenbaus in Europa. Wie Glaubensflüchtlinge aus Böhmen die Geigenbaukunst nach Sachsen brachten, warum Klingenthal zur Welthauptstadt des Akkordeons wurde und wie hochspezialisierte Zupf-, Streich- und

Sachsen

OST-DNA: Technologie, Industriegeschichte & Pioniergeist aus Sachsen

Der Traum vom Fliegen: Wie Dresden mit der „152“ zur Wiege des ostdeutschen Flugzeugbaus wurde

Pfeilflügel, vier Strahltriebwerke und ein gläsernes Bugcockpit: Die „152“ (auch als Baade 152 bekannt) war Ende der 1950er Jahre das ehrgeizigste Industrieprojekt der jungen DDR. In Dresden entstand wie aus dem Nichts ein hochmoderner Luftfahrtkomplex, der das erste deutsche Strahlverkehrsflugzeug zur Marktreife bringen sollte. Wie Ingenieure um Brunolf Baade Luftfahrtgeschichte schrieben, warum der mysteriöse Absturz des ersten Prototyps bei Ottendorf-Okrilla das plötzliche Aus bedeutete und w

Dresden

OST-DNA: Handwerk, Tradition & Industriekultur aus Sachsen

Webkunst für Könige: Wie der Großschönauer Damast aus der Oberlausitz die Welt verzauberte

Es ist der Stoff, aus dem königliche Tafeltücher und priesterliche Gewänder gewebt wurden: Damast. Mit seinen eingewebten, schimmernden Mustern, die nur im richtigen Licht sichtbar werden, galt er jahrhundertelang als der luxuriöseste Textilimport aus dem Orient. Doch im 17. Jahrhundert wurde das beschauliche Großschönau in der Oberlausitz zur europäischen Hauptstadt dieser vergessenen Webkunst. Wie zwei Brüder das Geheimnis der Musterweberei aus Holland stahlen, warum sächsische Damast-Tische

Zittau

OST-DNA: Handwerkskunst, Luxus & Barock aus Sachsen

Das weiße Gold Europas: Wie Meissener Porzellan die Manufakturgeschichte revolutionierte

Gekreuzte blaue Schwerter, feinstes Kaolin und eine Formensprache, die seit über 300 Jahren die Königshäuser und Sammler der Welt verzaubert: Das Meissener Porzellan ist Europas älteste Porzellanmanufaktur. Was als hochgeheimes Experiment auf der Albrechtsburg begann, entwickelte sich zu einer weltweiten Luxusmarke. Wie Johann Friedrich Böttger und Ehrenfried Walther von Tschirnhaus das gut gehütete Geheimnis der chinesischen Kaiser knackten, warum das Markenzeichen der Schwerter als älteste dur

Meißen

OST-DNA: Industriekultur, Handwerk & Wandel aus Sachsen

Spitze von Weltruf: Wie Plauen und das Vogtland die Modewelt eroberten

Auf den Pariser Weltausstellungen der Jahrhundertwende holte sie Grand-Prix-Medaillen, kleidete die Haute Couture in den Weltmetropolen ein und machte eine ganze Region reich: Die Plauener Spitze ist ein zeitloses Meisterwerk sächsischer Ingenieurskunst und Textiltradition. Wie das vogtländische Plauen vom idyllischen Handwerkerstädtchen zur boomenden Textilmetropole aufstieg, warum die luftigen Kunstwerke aus dem Stickautomaten eine Weltrevolution bedeuteten und wie Manufakturen das Erbe heute

Plauen