Tankbetrug in Brandenburg

Diesel für mehr als 10.000 Euro abgezapft

Über mehrere Tage sollen Täter an einer Selbstbedienungstankstelle in Prösen Diesel gezapft haben, ohne zu bezahlen. Erst eine technische Störung brachte die ungewöhnliche Masche ans Licht. In Elsterwerda stellte die Polizei zwei Tatverdächtige und einen Transporter mit Kraftstoff fest.

Von Niklas Brandt 2 Min. Lesezeit

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Eine Diesel-Zapfsäule an einer Selbstbedienungstankstelle. In Prösen sollen Täter den Tankautomaten manipuliert und Kraftstoff im Wert von mehr als 10.000 Euro abgezapft haben.
Eine Diesel-Zapfsäule an einer Selbstbedienungstankstelle. In Prösen sollen Täter den Tankautomaten manipuliert und Kraftstoff im Wert von mehr als 10.000 Euro abgezapft haben. Foto: Ostdeutsche Zeitung · mit KI bearbeitet

PRÖSEN. Eine technische Störung an einer Selbstbedienungstankstelle im südbrandenburgischen Prösen hat offenbar einen ungewöhnlichen Tankbetrug auffliegen lassen. Über mehrere Tage sollen dort große Mengen Diesel gezapft worden sein, ohne dass dafür bezahlt wurde. Der entstandene Schaden liegt nach Angaben der Polizei bei mehr als 10.000 Euro.

Entdeckt wurde der Vorgang nicht unmittelbar beim Tanken. Erst als ein Mitarbeiter wegen einer Störung die Aufzeichnungen der Videoüberwachung kontrollierte, fiel auf, dass eine Gruppe von Männern wiederholt an der Anlage Kraftstoff entnommen haben soll.

Tankautomat offenbar manipuliert

Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Tankautomat technisch manipuliert worden sein. Dadurch war es offenbar möglich, Diesel zu entnehmen, ohne den fälligen Betrag ordnungsgemäß zu bezahlen.

Wie genau die Manipulation funktionierte, teilte die Polizei nicht mit. Auch zur tatsächlich entwendeten Kraftstoffmenge liegen bislang keine veröffentlichten Angaben vor.

Klar ist jedoch: Bei einem Schaden von mehr als 10.000 Euro ging es nicht um eine einzelne Tankfüllung. Die mutmaßlichen Täter sollen die Selbstbedienungstankstelle über mehrere Tage hinweg genutzt haben.

Der Vorfall wurde der Polizei am Sonntagabend gegen 19.30 Uhr gemeldet.

Videoaufnahmen liefern Hinweise auf Fahrzeuge

Die Aufnahmen der Überwachungskameras lieferten den Ermittlern offenbar wichtige Hinweise. Nach Angaben der Polizei konnten Fahrzeuge erkannt werden, die mit den verdächtigen Tankvorgängen in Verbindung gebracht wurden.

Noch am selben Tag führte die Spur nach Elsterwerda.

Dort kontrollierten Polizeibeamte einen VW-Transporter. In dem Fahrzeug befanden sich zwei Tatverdächtige. Außerdem stellten die Beamten mehrere Behälter fest. Einer davon war nach Angaben der Polizei mit Diesel gefüllt.

Der Transporter sowie der aufgefundene Kraftstoff wurden sichergestellt.

Ermittlungen gegen zwei Tatverdächtige

Gegen die beiden Männer laufen nun Ermittlungen wegen des Verdachts des Tankbetrugs.

Für einen der Tatverdächtigen kommt ein weiterer Vorwurf hinzu: Er soll den Transporter gefahren haben, obwohl er nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war.

Ob neben den beiden kontrollierten Männern weitere Personen an den mutmaßlichen Taten beteiligt waren, ist derzeit offen.

Die Polizei hatte in ihrer Mitteilung von einer Gruppe von Männern gesprochen, die auf den Videoaufzeichnungen zu sehen gewesen sei. Wie viele Personen genau beteiligt gewesen sein könnten, wurde nicht veröffentlicht.

Mehr als 10.000 Euro Schaden

Besonders auffällig ist die Höhe des Schadens. Diesel im Wert von mehr als 10.000 Euro entspricht einer erheblichen Kraftstoffmenge.

Wie viele Liter tatsächlich verschwanden, ist bislang nicht bekannt. Ebenfalls offen ist, wofür der Kraftstoff bestimmt gewesen sein könnte. Ob der Diesel selbst genutzt oder möglicherweise weiterverkauft werden sollte, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen beziehungsweise bislang nicht bekannt.

Ausgerechnet eine technische Störung an der Tankstelle führte schließlich dazu, dass die mutmaßliche Serie entdeckt wurde.

Was zunächst wie ein gewöhnliches Problem mit dem Tankautomaten aussah, entwickelte sich damit zu einem Fall für die Kriminalpolizei.

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