Kostenloser Patiententag zum Deutschen Lebertag am 20. November

Greifswald: Universitätsmedizin informiert über Fettleber, Hepatitis und Alkoholkonsum

Wie viel Alkohol schadet der Leber? Welche Rolle spielt die Ernährung bei einer Fettleber? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt die Universitätsmedizin Greifswald am 20. November. Besucher können sich kostenlos beraten lassen und verschiedene Untersuchungsangebote nutzen.

Von Jan-Hendrik Peters 3 Min. Lesezeit

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Die Universitätsmedizin Greifswald veranstaltet am 20. November 2026 einen kostenlosen Informationstag zur Lebergesundheit. Fachleute informieren über Fettleber, Alkoholkonsum und Hepatitis. Ergänzend werden Beratungen und Untersuchungen angeboten.
Die Universitätsmedizin Greifswald veranstaltet am 20. November 2026 einen kostenlosen Informationstag zur Lebergesundheit. Fachleute informieren über Fettleber, Alkoholkonsum und Hepatitis. Ergänzend werden Beratungen und Untersuchungen angeboten. Foto: Universitätsmedizin Greifswald

Greifswald. Lebererkrankungen bleiben häufig lange unbemerkt. Umso wichtiger ist es, mögliche Risiken zu erkennen und Beschwerden rechtzeitig ärztlich abklären zu lassen. Die Universitätsmedizin Greifswald widmet deshalb am Freitag, dem 20. November 2026, einen öffentlichen Informationstag der Lebergesundheit. Von 10 bis 13 Uhr können sich Besucher über Erkrankungen, Ernährung und Alkoholkonsum informieren, wobei neben Vorträgen auch Untersuchungen und persönliche Beratungsgespräche angeboten werden.

Anlass ist der 27. Deutsche Lebertag. Die Veranstaltung findet im Foyer des Hauptgebäudes statt, das über den Eingang an der Fleischmannstraße erreichbar ist. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Wann wird Alkoholkonsum zum Gesundheitsrisiko?

Viele Menschen beschäftigt die Frage, welche Auswirkungen ihre Lebensgewohnheiten auf die Leber haben. Dabei geht es nicht nur um Alkohol, sondern auch um Ernährung, Übergewicht und mögliche Erkrankungen.

„Wir wollen Antworten auf Fragen geben, die sich viele Menschen im Alltag stellen“, erklärt Professor Andreas Teufel, Direktor der Klinik für Innere Medizin A an der Universitätsmedizin Greifswald.

Manche Menschen seien unsicher, ob ihr Alkoholkonsum bereits gesundheitsschädlich sei. Andere wollten wissen, ob eine Ernährungsumstellung bei Leberproblemen helfen könne oder ob möglicherweise schon eine Fettleber vorliege.

Gerade solche Fragen sollen bei dem Patiententag zur Sprache kommen. Die Fachleute möchten verständlich über mögliche Ursachen von Lebererkrankungen informieren und erklären, welche Untersuchungen sinnvoll sein können.

Drei Vorträge zu Ernährung, Alkohol und Hepatitis

Der Informationstag beginnt um 10 Uhr mit einer Reihe von Fachvorträgen. Jeder Vortrag dauert etwa eine halbe Stunde.

Zunächst geht es um die Fettleber und darum, welche Veränderungen der Ernährung bei entsprechenden Beschwerden oder einer bereits festgestellten Erkrankung helfen können.

Anschließend steht der Alkoholkonsum im Mittelpunkt. Dabei können Besucher erfahren, welche gesundheitlichen Folgen Alkohol für die Leber haben kann und wann ärztlicher Rat sinnvoll ist.

Der dritte Vortrag beschäftigt sich mit infektiöser Hepatitis. Hinter diesem Begriff stehen entzündliche Erkrankungen der Leber, die durch unterschiedliche Viren verursacht werden können.

Die Vorträge richten sich ausdrücklich auch an Menschen ohne medizinische Vorkenntnisse. Besucher haben darüber hinaus die Möglichkeit, ihre persönlichen Fragen direkt mit Fachleuten zu besprechen.

Untersuchungen und persönliche Beratung

Neben den Vorträgen bietet die Universitätsmedizin verschiedene Untersuchungen und Messungen an.

Dazu gehört der sogenannte Fibroscan. Mit diesem Verfahren lässt sich die Steifigkeit des Lebergewebes messen. Die Untersuchung kann Hinweise auf Veränderungen des Organs geben und wird unter anderem bei der Abklärung chronischer Lebererkrankungen eingesetzt.

Außerdem sind Messungen des Body-Mass-Index, der Körperzusammensetzung und des Blutzuckers vorgesehen.

Diese Werte können bei der Einschätzung bestimmter gesundheitlicher Risiken eine Rolle spielen. Eine vollständige ärztliche Untersuchung oder Diagnose ersetzen die Angebote des Informationstages allerdings nicht.

Auch eine Physiotherapeutin ist vor Ort. Sie gibt praktische Hinweise für den Alltag und informiert darüber, wie sich Bewegung und körperliche Aktivität in das tägliche Leben einbauen lassen.

Für individuelle Fragen stehen zudem Beschäftigte mehrerer Einrichtungen der Universitätsmedizin bereit. Dazu gehören die Lebersprechstunde, die Ernährungsambulanz, das Adipositaszentrum und die Diabetesambulanz.

Besucher können sich damit nicht nur über einzelne Erkrankungen informieren, sondern auch über Möglichkeiten der medizinischen Betreuung und Beratung.

Veranstaltung richtet sich auch an Angehörige

Der Patiententag ist nicht ausschließlich für Menschen gedacht, bei denen bereits eine Lebererkrankung festgestellt wurde.

Auch Angehörige und Interessierte, die sich vorsorglich über Lebergesundheit informieren möchten, sind eingeladen.

Die Veranstalter setzen bewusst auf eine Kombination aus medizinischer Information und persönlichen Gesprächen. Wer Fragen zu seinem Alkoholkonsum, zur Ernährung oder zu bestehenden gesundheitlichen Problemen hat, soll Gelegenheit bekommen, diese unmittelbar anzusprechen.

Professor Teufel betont, dass Betroffene, Angehörige und alle weiteren Interessierten willkommen seien.

Der Informationstag findet am Freitag, dem 20. November 2026, von 10 bis 13 Uhr im Foyer des Hauptgebäudes der Universitätsmedizin Greifswald statt. Der Zugang erfolgt über den Haupteingang an der Fleischmannstraße.

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

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