Lesungen, Selbstverteidigung und Mahnwache vom 24. November bis 11. Dezember

Forst setzt mit Aktionswochen ein Zeichen gegen häusliche Gewalt

In Forst (Lausitz) beginnen am 24. November Aktionswochen gegen häusliche Gewalt. Mit einer Ausstellung, Lesungen, Selbstverteidigungskursen und einer Mahnwache wollen Stadt und Partner auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam machen. Viele Angebote sind kostenlos.

Von Clara Winterfeld 4 Min. Lesezeit

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Die Stadt Forst (Lausitz) organisiert vom 24. November bis zum 11. Dezember 2026 gemeinsam mit dem Forster Frauenstammtisch und dem Netzwerk Häusliche Gewalt des Landkreises Spree-Neiße Aktionswochen gegen häusliche Gewalt. Zum Programm gehört eine Lesung der Autorin Rina Schmeller aus ihrem Buch „C
Die Stadt Forst (Lausitz) organisiert vom 24. November bis zum 11. Dezember 2026 gemeinsam mit dem Forster Frauenstammtisch und dem Netzwerk Häusliche Gewalt des Landkreises Spree-Neiße Aktionswochen gegen häusliche Gewalt. Zum Programm gehört eine Lesung der Autorin Rina Schmeller aus ihrem Buch „C Foto: Jacintha Nolte

Forst (Lausitz). Mit einer Reihe öffentlicher Veranstaltungen will die Stadt Forst (Lausitz) auf häusliche Gewalt aufmerksam machen und Betroffenen den Zugang zu Hilfsangeboten erleichtern. Vom 24. November bis zum 11. Dezember 2026 finden dazu Lesungen, Selbstverteidigungskurse, Filmabende und weitere Aktionen statt. Organisiert wird das Programm gemeinsam mit dem Forster Frauenstammtisch und dem Netzwerk Häusliche Gewalt des Landkreises Spree-Neiße, wobei der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November im Mittelpunkt steht.

Die Aktionswochen richten sich an Menschen unterschiedlichen Alters. Neben Veranstaltungen für Erwachsene sind auch Angebote für Kindergarten- und Grundschulkinder sowie für Jugendliche vorgesehen.

Fotoausstellung und Lesung zum Auftakt

Den Anfang macht am Dienstag, dem 24. November, eine Fotoausstellung in der Kreisverwaltung des Landkreises Spree-Neiße. Unter dem Titel „Frauen in Forst – Unsichtbares sichtbar machen“ werden ab 17.30 Uhr Arbeiten präsentiert, die Frauen und ihre Lebenswirklichkeit in den Mittelpunkt stellen.

Die Ausstellung ist in der Heinrich-Heine-Straße 1 zu sehen und bleibt bis zum 10. Dezember geöffnet.

Am Mittwoch, dem 25. November, eröffnet die Stadt Forst die Aktionswochen offiziell mit einer Lesung in der Stadtbibliothek.

Um 17.30 Uhr stellt die Autorin Rina Schmeller in der Lindenstraße 10–12 ihr Buch „Co“ vor. Darin beschäftigt sie sich mit dem Thema Co-Abhängigkeit.

Im Anschluss können die Besucher mit der Autorin und den beteiligten Einrichtungen ins Gespräch kommen. Die Veranstaltung ist kostenlos, allerdings müssen Eintrittskarten vorab in der Stadtbibliothek reserviert werden. Reservierungen sind unter der Telefonnummer 03562 989 380 möglich.

Auch die jüngeren Einwohner werden einbezogen. In der Stadtbibliothek sind Kinderbuchlesungen für Kita- und Grundschulkinder sowie ein Workshop für die fünften und sechsten Klassen geplant.

Dabei geht es um persönliche Grenzen, Selbstbestimmung und gegenseitigen Respekt. Die Themen werden altersgerecht vermittelt.

Kostenlose Selbstverteidigungskurse für Frauen und Kinder

Ein Schwerpunkt des Programms liegt auf der persönlichen Sicherheit.

An drei Nachmittagen bietet die Stadt kostenlose Selbstverteidigungskurse in der Sporthalle an der Noßdorfer Straße 23 an.

Neben einfachen körperlichen Techniken sollen die Teilnehmer lernen, mögliche Gefahrensituationen frühzeitig zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren.

Auch ein selbstbewusstes Auftreten, die Vermeidung von Konflikten und das Verhalten in bedrohlichen Situationen gehören zu den Kursinhalten.

Die Veranstaltungen finden jeweils von 16 bis 19 Uhr statt:

• 27. November: Selbstverteidigung für Kinder von fünf bis zwölf Jahren • 4. Dezember: Selbstverteidigung für Frauen und Jugendliche ab 13 Jahren • 11. Dezember: Selbstverteidigung für Frauen gemeinsam mit ihren Kindern von fünf bis zwölf Jahren

Für sämtliche Kurse ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Die Stadt will weitere Informationen dazu auf ihrer Internetseite veröffentlichen.

Fahnenaktion, Kinoabende und Mahnwache

Am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, dem 25. November, setzt der Forster Frauenstammtisch ein öffentliches Zeichen.

Um 16 Uhr wird an der St. Nikolaikirche die Aktionsfahne gehisst. Begleitend gibt es einen Informationsstand, an dem sich Interessierte informieren und persönliche Gespräche führen können.

Zudem organisiert der Frauenstammtisch zwei Filmabende in der Villa Digitalkultur an der Blumenstraße 9.

Am Samstag, dem 28. November, beginnt um 18.30 Uhr ein Frauenkino mit dem Film „In die Sonne schauen“.

Am Freitag, dem 4. Dezember, folgt ebenfalls um 18.30 Uhr ein Kinoabend für alle Interessierten. Welcher Film gezeigt wird, bleibt zunächst eine Überraschung.

Den Abschluss der öffentlichen Gedenkveranstaltungen bildet eine Mahnwache am Donnerstag, dem 10. Dezember. Ab 17 Uhr wollen die Teilnehmer auf dem Forster Markt der Opfer von Gewalt gedenken.

Die Mahnwache soll zugleich daran erinnern, dass häusliche Gewalt nicht ausschließlich eine private Angelegenheit ist, sondern Menschen betrifft, die Unterstützung und Schutz benötigen.

Aktionswochen sollen Hilfsangebote bekannter machen

Häusliche Gewalt kann unterschiedliche Formen annehmen. Neben körperlichen Übergriffen gehören dazu beispielsweise psychische Gewalt, Bedrohungen, Kontrolle und wirtschaftliche Abhängigkeit.

Betroffen sein können Menschen unabhängig von Geschlecht, Alter oder sozialer Herkunft. Die Forster Aktionswochen richten ihren Schwerpunkt bewusst auf Frauen und Mädchen, die von geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen sind.

Die beteiligten Organisationen möchten mit ihrem Programm nicht nur auf das Problem aufmerksam machen. Sie wollen auch bestehende Beratungs- und Unterstützungsangebote bekannter machen und Gelegenheiten für persönliche Gespräche schaffen.

Finanziert werden die Aktionswochen über das Projekt „Stark vor Ort – Soziale Integration von armutsbedrohten Kindern und ihren Familien“.

Das Vorhaben wird aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Brandenburg gefördert. Es unterstützt Angebote, die soziale Teilhabe ermöglichen und die persönlichen sowie sozialen Fähigkeiten von Kindern, Jugendlichen und Familien stärken sollen.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen und den erforderlichen Anmeldungen veröffentlicht die Stadt Forst (Lausitz).

Themen: Forst LausitzSpree-NeißeStadtbibliothekHäusliche GewaltGewalt gegen FrauenSelbstverteidigungFrauenstammtischInternationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

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