Die Brandenburger Polizei erhält 115 neue Funkstreifenwagen vom Typ VW Passat. Am Freitag, 23. Oktober 2026, übergab Innenminister Jan Redmann auf dem Gelände des Zentraldienstes der Polizei in Wünsdorf symbolisch die Schlüssel für die ersten 66 Fahrzeuge an Polizeipräsident Oliver Stepien. Die übrigen Autos sollen in den kommenden Wochen folgen. Damit erneuert Brandenburg rund ein Drittel seiner etwa 340 Pkw-Streifenwagen. Die Gesamtkosten liegen im mittleren einstelligen Millionenbereich.
Erste 66 Polizeifahrzeuge in Wünsdorf übergeben
Auf dem Gelände des Zentraldienstes der Polizei in Wünsdorf im Landkreis Teltow-Fläming hat Brandenburgs Innenminister Dr. Jan Redmann am Freitag eine der größeren Fahrzeugbeschaffungen der vergangenen Jahre vorgestellt.
Insgesamt 115 neue Funkstreifenwagen sollen den Polizeidienst im Land modernisieren.
Die ersten 66 Fahrzeuge wurden offiziell an Polizeipräsident Oliver Stepien übergeben. Die restlichen Wagen werden vom Hersteller in den kommenden Wochen an den Zentraldienst der Polizei geliefert.
Anschließend sollen die Autos schrittweise an Dienststellen in ganz Brandenburg verteilt werden.
Bis zum Jahresende sollen die neuen Fahrzeuge im regulären Streifendienst eingesetzt werden können.
Mit der Beschaffung wird ein erheblicher Teil des bisherigen Fahrzeugbestandes ersetzt.
Ein Drittel der Streifenwagenflotte wird modernisiert
Die Brandenburger Polizei verfügt im Pkw-Segment derzeit über rund 340 Funkstreifenwagen.
Durch die Anschaffung von 115 neuen Fahrzeugen wird ungefähr jeder dritte Wagen dieser Flotte erneuert.
Innenminister Redmann bezeichnete die Beschaffung als wichtigen Bestandteil der laufenden Modernisierung.
„Die 115 neuen Streifenwagen sind eine der größten Gesamtbeschaffungen der vergangenen Jahre“, erklärte er bei der Übergabe.
Der Minister verwies darauf, dass Polizeibeamte während ihres Dienstes viel Zeit in den Einsatzfahrzeugen verbringen.
Eine moderne und komfortable Ausstattung sei deshalb nicht nur eine Frage der Technik, sondern auch der Arbeitsbedingungen.
Redmann würdigte zugleich den täglichen Einsatz der Polizeibeschäftigten für die öffentliche Sicherheit.
Millioneninvestition in neue VW Passat
Bei den neuen Fahrzeugen handelt es sich um VW Passat, die speziell für den Polizeidienst ausgestattet wurden.
Nach Angaben der stellvertretenden Direktorin des Zentraldienstes der Polizei, Bianca Rogalinski, liegen die finanziellen Gesamtkosten im mittleren einstelligen Millionenbereich.
Eine genaue Vertragssumme nennt das brandenburgische Innenministerium in seiner Mitteilung nicht.
Die Beschaffung umfasst nicht nur die Fahrzeuge selbst, sondern deren Anpassung an die besonderen Anforderungen des Streifendienstes.
Dazu gehören eine geeignete Innenausstattung, technische Lösungen für die dienstliche Kommunikation und weitere polizeispezifische Anpassungen.
Bei der Entwicklung der Ausstattung wurden auch Erfahrungen von Polizeibeamten berücksichtigt, die täglich mit den Fahrzeugen arbeiten.
Smartphone wird zur zentralen Einsatzzentrale
Eine wichtige Neuerung betrifft die digitale Technik.
Brandenburg verfolgt mit den neuen Streifenwagen seine sogenannte „OneDevice“-Strategie weiter.
Dabei sollen Polizisten möglichst viele dienstliche Aufgaben über ein einziges mobiles Gerät erledigen können.
Künftig übernimmt das dienstliche Smartphone Funktionen, für die bislang teilweise mehrere technische Geräte im Streifenwagen notwendig waren.
Das soll die Bedienung vereinfachen und den digitalen Arbeitsalltag effizienter gestalten.
Besonders bei Einsätzen mit hohem Dokumentationsaufwand könnten dadurch einzelne Arbeitsschritte entfallen.
Verkehrssünder können direkt mobil bezahlen
Eine konkrete Neuerung ist die Möglichkeit, bestimmte Verkehrsordnungswidrigkeiten direkt über das mobile Gerät abzuwickeln.
Dazu gehört auch das mobile Bezahlen entsprechender Verwarnungs- oder Bußgelder, soweit die vorgesehenen Verfahren dies ermöglichen.
Bislang waren für solche Aufgaben unterschiedliche technische Geräte oder zusätzliche Bearbeitungsschritte erforderlich.
Durch die neue Ausstattung soll die Abwicklung einfacher werden.
Auch bei der Dokumentation von Straftaten sind Verbesserungen vorgesehen.
Beispielsweise können Tatortfotos künftig leichter vom dienstlichen Smartphone in das polizeiliche Vorgangsbearbeitungssystem übertragen werden.
Dadurch sollen Informationen schneller für die weitere Bearbeitung zur Verfügung stehen.
Welche zusätzlichen Sicherheits- und Datenschutzmaßnahmen für die mobile Datenübertragung gelten, erläutert das Innenministerium in der Pressemitteilung nicht näher.
Spezielle Sitze für Polizisten mit Ausrüstung
Neben der Digitalisierung wurde auch die Ergonomie der neuen Fahrzeuge berücksichtigt.
Im Streifendienst tragen Polizeibeamte häufig umfangreiche persönliche Ausrüstung.
Dazu gehören beispielsweise Schutzwesten, Dienstwaffen, Einsatzmittel und weitere Gegenstände am Gürtel.
Beim Sitzen in gewöhnlichen Fahrzeugsitzen kann diese Ausrüstung die Bewegungsfreiheit einschränken und auf Dauer unbequem sein.
Deshalb wurden für die neuen VW Passat spezielle Behördensitze entwickelt und eingebaut.
Sie sollen das längere Sitzen mit vollständiger Einsatzausrüstung erleichtern.
Die Ausstattung wurde nach Angaben des Zentraldienstes in enger Abstimmung mit den späteren Nutzern entwickelt.
Streifenwagen als mobiler Arbeitsplatz
Polizeipräsident Oliver Stepien betonte bei der Übergabe, dass moderne Streifenwagen weit mehr seien als Transportmittel.
„Der Streifenwagen ist nicht nur ein Mittel zur Fortbewegung, sondern auch ein mobiler Arbeitsplatz für die Polizistinnen und Polizisten im Einsatz“, erklärte er.
Zuverlässige und angemessen ausgestattete Fahrzeuge seien eine wichtige Voraussetzung für die Bewältigung alltäglicher Polizeiaufgaben.
Gerade bei längeren Einsätzen müssen die Beamten häufig direkt vor Ort Informationen aufnehmen, Dokumentationen erstellen und mit anderen Dienststellen kommunizieren.
Eine geeignete technische Ausstattung kann deshalb sowohl die Arbeit im Fahrzeug als auch die anschließende Bearbeitung von Vorgängen erleichtern.
Stepien kündigte an, dass die neuen Wagen bis Ende 2026 an Polizeidienststellen im gesamten Land Brandenburg geliefert werden sollen.
Neues Erscheinungsbild und Werbung für Polizeinachwuchs
Auch äußerlich unterscheiden sich die neuen Fahrzeuge von ihren Vorgängern.
Die Streifenwagen erhalten eine Gestaltung, die an das neue Corporate Design der Brandenburger Polizei angepasst ist.
Zusätzlich nutzt die Polizei die Fahrzeuge, um auf berufliche Einstiegsmöglichkeiten aufmerksam zu machen.
Entsprechende Hinweise auf den Autos sollen für eine Ausbildung beziehungsweise Karriere bei der Polizei werben.
Damit verbindet das Innenministerium die Modernisierung des Fuhrparks mit der Nachwuchsgewinnung.
Polizei setzt Modernisierung im gesamten Land fort
Die Anschaffung der 115 neuen Streifenwagen ist Teil der fortlaufenden Erneuerung der Polizeiausstattung in Brandenburg.
Neben den technischen Neuerungen steht insbesondere die Alltagstauglichkeit der Fahrzeuge im Mittelpunkt.
Die stellvertretende ZDPol-Direktorin Bianca Rogalinski hob hervor, dass Erfahrungen und Bedürfnisse aus dem Streifendienst unmittelbar in die Ausstattung eingeflossen seien.
Die Zusammenarbeit zwischen Polizeipräsidium und Zentraldienst habe sich bei der Beschaffung bereits mehrfach bewährt.
Mit der Übergabe in Wünsdorf beginnt nun die landesweite Einführung der Fahrzeuge.
Bis zum Jahresende soll ein Drittel der bestehenden Pkw-Streifenwagenflotte durch die neuen VW Passat ersetzt sein.
Für die Einsatzkräfte bedeutet dies vor allem modernere Arbeitsplätze, vereinfachte digitale Abläufe und eine verbesserte Ausstattung im täglichen Polizeidienst.