28 Sichtungen im ersten Halbjahr

Gefahr für den Flugverkehr: BER führt bundesweite Drohnenstatistik an

An keinem anderen deutschen Flughafen wurden im ersten Halbjahr 2026 mehr Drohnen entdeckt als am BER. In sieben Fällen musste der Flugverkehr vorübergehend unterbrochen werden.

Von Sebastian Krüger 1 Min. Lesezeit

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Der Hauptstadtflughafen BER ist im ersten Halbjahr 2026 bundesweit zum Schwerpunkt unerlaubter Drohnenflüge geworden. Der Tower registrierte innerhalb von sechs Monaten 28 Sichtungen.

Damit lag der BER knapp vor dem Flughafen Frankfurt am Main. In sieben Fällen wurde der Flugverkehr in Schönefeld wegen der möglichen Gefahr vorübergehend unterbrochen.

Deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr

Im gesamten Jahr 2025 waren am BER und in dessen Umgebung lediglich acht entsprechende Flugobjekte festgestellt worden.

Als möglicher Grund für den starken statistischen Anstieg gilt ein neues Detektionssystem der Bundespolizei, das unerlaubte Drohnen schneller und zuverlässiger erkennen kann. Die Zahl der tatsächlichen Flüge lässt sich daher nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichen.

Berlin investiert in Abwehrtechnik

Das Land Berlin will in den Jahren 2026 und 2027 bis zu 4,6 Millionen Euro in Technik zur Erkennung und Abwehr von Drohnen investieren. Brandenburg bereitet Änderungen seines Polizeigesetzes vor, damit Einsatzkräfte besser gegen gefährliche Fluggeräte vorgehen können.

Der Vorfall mit einer Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig/Halle hat die Debatte über den Schutz kritischer Infrastruktur zusätzlich verschärft.

Quellen

Deutsche Flugsicherung: Angaben zu Drohnensichtungen an deutschen Flughäfen im ersten Halbjahr 2026

Themen: BrandenburgBerlinBundespolizeiFlugsicherheitBERDrohnenFlughafen

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