Landtag entscheidet über die sächsischen Mitglieder der Bundesversammlung

Sachsen wählt 33 Vertreter für die Bundespräsidentenwahl 2027

Der Sächsische Landtag bestimmt am Donnerstag 33 Mitglieder der Bundesversammlung. Sie werden am 30. Januar 2027 an der Wahl des neuen Bundespräsidenten oder der neuen Bundespräsidentin teilnehmen. Auch Persönlichkeiten außerhalb der Parlamente können berufen werden.

Von Florian Bergmann 2 Min. Lesezeit

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Plenarsaal des Sächsischen Landtages in Dresden. Die Abgeordneten wählen am 5. November 2026 insgesamt 33 Mitglieder für die Bundesversammlung.
Plenarsaal des Sächsischen Landtages in Dresden. Die Abgeordneten wählen am 5. November 2026 insgesamt 33 Mitglieder für die Bundesversammlung. Foto: Sächsischer Landtag

Dresden. Der Sächsische Landtag entscheidet am Donnerstag, dem 5. November 2026, über die Zusammensetzung der nächsten Bundesversammlung. In geheimer Abstimmung wählen die Abgeordneten 33 Vertreter, die Sachsen bei der Wahl des künftigen Staatsoberhauptes vertreten sollen. Die Plenarsitzung beginnt um 10 Uhr, wobei die Wahl der Mitglieder der Bundesversammlung als erster Tagesordnungspunkt vorgesehen ist.

Die Wahl des Bundespräsidenten oder der Bundespräsidentin findet am 30. Januar 2027 im Deutschen Bundestag in Berlin statt. Sachsens Vertreter werden dort gemeinsam mit den Mitgliedern des Bundestages und den Delegierten der übrigen Bundesländer abstimmen.

Auch Bürger außerhalb der Parlamente können gewählt werden

Anders als häufig angenommen, müssen die Mitglieder der Bundesversammlung keine Berufspolitiker sein. Neben Abgeordneten können die Landtage auch Kommunalpolitiker sowie Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur, Sport oder anderen gesellschaftlichen Bereichen entsenden.

Die Parteien können dafür eigene Kandidatenlisten aufstellen. Im Sächsischen Landtag entscheidet anschließend eine geheime Abstimmung darüber, wie viele Plätze auf die jeweiligen Listen entfallen.

Jeder Abgeordnete verfügt über eine Stimme. Die 33 Mandate werden nach dem Höchstzahlverfahren d’Hondt verteilt. Dieses Verfahren berücksichtigt die Stimmenzahl der einzelnen Listen und bestimmt, wie viele ihrer Kandidaten einen Platz in der Bundesversammlung erhalten.

Wer innerhalb einer Liste zum Zuge kommt, richtet sich nach der zuvor festgelegten Reihenfolge der Kandidaten.

Die Zahl der sächsischen Vertreter ist gesetzlich festgelegt und hängt unter anderem von der Bevölkerungszahl des Freistaates ab.

Insgesamt 63 Vertreter mit sächsischem Bezug

Zusätzlich zu den 33 vom Landtag gewählten Delegierten gehören auch die 30 sächsischen Bundestagsabgeordneten der Bundesversammlung an.

Damit werden insgesamt 63 Mitglieder mit sächsischem Bezug an der Wahl des Staatsoberhauptes teilnehmen.

Die Bundesversammlung ist ein besonderes Verfassungsorgan. Sie tritt ausschließlich zusammen, um den Bundespräsidenten oder die Bundespräsidentin zu wählen.

Ihre Mitglieder setzen sich je zur Hälfte aus den Bundestagsabgeordneten und einer gleich großen Zahl von Vertretern der Länder zusammen.

Bei der bevorstehenden Wahl umfasst die Bundesversammlung nach Angaben des Sächsischen Landtages insgesamt 1.260 Mitglieder.

Entscheidung über das Staatsoberhaupt im Januar

Die Bundespräsidentenwahl ist eine geheime Wahl. In den ersten beiden Wahlgängen benötigt ein Kandidat die absolute Mehrheit der Mitglieder der Bundesversammlung. Kommt diese nicht zustande, genügt im dritten Wahlgang die Mehrheit der abgegebenen Stimmen.

Der Bundespräsident vertritt die Bundesrepublik nach innen und außen, fertigt Bundesgesetze aus und übernimmt weitere verfassungsrechtliche Aufgaben. Die reguläre Amtszeit beträgt fünf Jahre.

Eine unmittelbare Wahl durch die Bevölkerung ist im Grundgesetz nicht vorgesehen.

Für Sachsen steht am Donnerstag zunächst die personelle Zusammensetzung seiner Delegation im Mittelpunkt. Erst nach der Abstimmung wird feststehen, welche Kandidaten aus dem Freistaat im Januar über das nächste Staatsoberhaupt mitentscheiden dürfen.

Themen: DresdenSächsischer LandtagLandespolitikBundespräsidentBundesversammlungBundespräsidentenwahl 2027

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