Stadt investiert trotzdem mehr als 30 Millionen Euro in zwei Jahren

1,48 Millionen Euro Minus: Strausberg warnt vor wachsender Finanzlücke

Strausbergs Doppelhaushalt weist für 2026 ein geplantes negatives Gesamtergebnis von rund 1,48 Millionen Euro aus. Gleichzeitig investiert die Stadt weiter in Schulen, Straßen, Feuerwehr und andere Infrastruktur. Der finanzielle Spielraum wird damit zunehmend enger.

Von Paul Berger 1 Min. Lesezeit

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Strausbergs Finanzlage bleibt angespannt. Für das Jahr 2026 weist der Doppelhaushalt ein geplantes negatives Gesamtergebnis von rund 1,48 Millionen Euro aus. Gleichzeitig muss die Stadt weiter in Schulen, Straßen, Feuerwehr, Sport und Verwaltung investieren.

Die Stadt hatte im Juni deshalb am bundesweiten Aktionstag „Kommunen am Limit“ teilgenommen.

Die Botschaft dahinter ist klar: Kommunen erhalten nach eigener Einschätzung zunehmend zusätzliche Aufgaben, ohne dass die Finanzierung im gleichen Umfang mitwächst.

Mehr als 30 Millionen Euro Investitionen

Für die Haushaltsjahre 2025 und 2026 sind zusammen Investitionen von rund 30,55 Millionen Euro vorgesehen.

Dazu gehören unter anderem Maßnahmen an Schulen, Straßen und kommunalen Gebäuden.

Bemerkenswert ist, dass Strausberg gleichzeitig auf eine neue Kreditermächtigung verzichtet.

Damit müssen viele Investitionen aus vorhandenen Mitteln finanziert werden.

Weniger Geld aus Schlüsselzuweisungen

Besonders problematisch ist nach Angaben der Stadt der Rückgang bei den sogenannten Schlüsselzuweisungen.

Dabei handelt es sich um Gelder, die Kommunen vom Land erhalten.

Wenn diese Mittel sinken, fehlen Einnahmen, die nicht ohne Weiteres durch eigene kommunale Steuern ersetzt werden können.

Freiwillige Leistungen geraten unter Druck

Eine angespannte Haushaltslage wirkt sich zuerst auf Bereiche aus, die nicht gesetzlich zwingend vorgeschrieben sind.

Dazu gehören häufig Kultur, Sport, Vereinsförderung und zusätzliche soziale Angebote.

Strausberg steht deshalb vor der klassischen kommunalen Frage: Wie lassen sich Pflichtaufgaben finanzieren, ohne das gesellschaftliche Leben der Stadt auszudünnen?

Die Diskussion dürfte bei den kommenden Haushaltsberatungen weiter an Bedeutung gewinnen.

Quellen

Stadt Strausberg – Aktionstag „Kommunen am Limit“ und Angaben zum Doppelhaushalt 2025/2026.

Themen: InvestitionenKommunalpolitikStadtverwaltungHaushaltFinanzenStrausberg

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