Stadt schließt eigenen Weiterbetrieb praktisch aus

Silberteichbaude wird für Seifhennersdorf zum finanziellen Grundsatzproblem

Die Zukunft der Silberteichbaude bleibt offen. Die Stadt sieht wegen des erheblichen Investitionsstaus nur noch Verkauf oder Erbbaurecht als realistische Wege.

Von Christian Richter 1 Min. Lesezeit

Teilen

Während nebenan im Silberteich heute der sommerliche Badebetrieb läuft, bleibt die Zukunft der benachbarten Silberteichbaude ungeklärt. Die Stadt macht inzwischen deutlich, dass sie einen eigenen dauerhaften Weiterbetrieb aus finanziellen Gründen nicht mehr für realistisch hält.

Der Investitionsrückstau des historischen Gebäudes übersteigt nach Einschätzung der Kommune den aktuellen Haushaltsspielraum – und nach eigener Darstellung auch den der nächsten Jahre.

Zwei Modelle liegen auf dem Tisch

Die Stadt sieht derzeit zwei grundsätzliche Möglichkeiten: einen Verkauf oder die Vergabe über ein Erbbaurecht. Bei einem Verkauf würde die Kommune sofort Einnahmen erzielen und wäre von weiteren finanziellen Verpflichtungen entlastet. Über einen Erbbaurechtsvertrag könnte das Grundstück dagegen langfristig in kommunaler Hand bleiben.

Beide Modelle sollen nur mit klaren Vorgaben zur Nutzung, Instandhaltung und Modernisierung umgesetzt werden.

Eine Vorabstimmung im Hauptausschuss hat laut Stadt bereits ergeben, dass mögliche Interessenten ein schlüssiges Betreiber- und Finanzierungskonzept vorlegen müssten.

Die Stadt betont zugleich die historische und gesellschaftliche Bedeutung des Gebäudes. Genau daraus entsteht das Dilemma: Der Erhalt wird gewünscht, der kommunale Betrieb ist finanziell aber nicht mehr darstellbar.

Quellen

Stadt Seifhennersdorf

###

Themen: StadtentwicklungImmobilienHaushaltErbbaurechtSeifhennersdorfSilberteichbaude

Teilen

Lesen Sie als Nächstes

Engere Zusammenarbeit bei Wirtschaft, Verkehr und Infrastruktur Halle und Saalekreis planen gemeinsame Zukunftsregion Halle und der Saalekreis wollen künftig enger zusammenarbeiten. Oberbürgermeister Alexander Vogt und Landrat Sven Czekalla verständigten sich auf gemeinsame Planungen für Wirtschaft, Nahverkehr und Infrastruktur. Langfristig steht sogar eine neue Verwaltungsstruktur nach dem Vorbild der Region Hannover zur Diskussion.

Ihre Meinung

Schreiben Sie uns einen Leserbrief an leserbriefe@ostdeutsche-zeitung.de. Bitte mit vollständigem Namen und Anschrift; veröffentlicht werden nur Name und Wohnort.

Meistgelesen

Wirtschaft

Alle Beiträge