Zukunftsprojekt GreenZitty

Zittau will Landesgartenschau 2032: Kuratorium unterstützt Bewerbung geschlossen

Breites Bündnis unterstützt Zittau

Von Robert Neumann 4 Min. Lesezeit

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Zittau in der Oberlausitz bewirbt sich unter dem Leitbild „GreenZitty“ um die Ausrichtung der Sächsischen Landesgartenschau 2032.
Zittau in der Oberlausitz bewirbt sich unter dem Leitbild „GreenZitty“ um die Ausrichtung der Sächsischen Landesgartenschau 2032. Foto: Stadtverwaltung Zittau

Zittau. Die Stadt Zittau erhält für ihre Bewerbung um die Sächsische Landesgartenschau 2032 breite Unterstützung aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden. In einer gemeinsamen Erklärung vom 24. Oktober 2026 stellt sich das Kuratorium geschlossen hinter das Vorhaben. Die Landesgartenschau soll dabei weit mehr als eine zeitlich begrenzte Ausstellung werden: Ziel ist eine langfristige Stadtentwicklung unter dem Namen „GreenZitty“.

Landesgartenschau soll Zittau dauerhaft verändern

Mit der Bewerbung für das Jahr 2032 verbindet Zittau weitreichende Ziele. Unter dem Veranstaltungsmotto „Lost and Found“ sollen bestehende Potenziale der Stadt neu entdeckt, Entwicklungsprojekte zusammengeführt und geplante Veränderungen beschleunigt werden.

Das Kuratorium versteht die Landesgartenschau als möglichen Ausgangspunkt einer dauerhaften Umgestaltung öffentlicher Räume. Vorgesehen ist eine Entwicklung hin zu einer grüneren, klimaresilienten und lebenswerteren Stadt.

Dabei soll der Nutzen nicht auf das eigentliche Veranstaltungsjahr beschränkt bleiben. Vielmehr sollen die Investitionen und Veränderungen langfristig den Einwohnern sowie kommenden Generationen zugutekommen.

Die gemeinsame Erklärung betont, dass die Landesgartenschau nur dann ihren vollen Wert entfalten könne, wenn sie mit einer nachhaltigen Stadtentwicklung verbunden werde.

GreenZitty soll neue Perspektiven eröffnen

Das Leitbild „GreenZitty“ steht im Mittelpunkt der Bewerbung. Es verbindet ökologische Stadtentwicklung mit wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Perspektiven für Zittau.

Die Mitglieder des Kuratoriums wollen die Landesgartenschau nutzen, um unterschiedliche Vorhaben der Stadtentwicklung aufeinander abzustimmen und ihre Umsetzung zu beschleunigen.

Dazu gehören nach den grundsätzlichen Zielen der Erklärung attraktive öffentliche Räume, eine verbesserte Lebensqualität und Maßnahmen zur Anpassung der Stadt an klimatische Veränderungen.

Konkrete Einzelprojekte, Investitionssummen oder Bauvorhaben werden in der vorliegenden Erklärung allerdings nicht benannt.

Das Kuratorium betrachtet die Bewerbung zugleich als Möglichkeit, Zittaus Stellung innerhalb Sachsens und der Dreiländerregion zu stärken.

Unterstützung aus Bundestag, Landtag und Wirtschaft

Die gemeinsame Erklärung wird von zehn Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft getragen.

Zu den Unterstützern gehören die Bundestagsabgeordnete Kathrin Michel, der Görlitzer Landrat Stephan Meyer sowie die sächsischen Landtagsmitglieder Franziska Schubert und Conrad Clemens.

Auch Zittaus Oberbürgermeister Thomas Zenker gehört dem Kuratorium an.

Die wissenschaftliche Perspektive vertreten der Rektor der Hochschule Zittau/Görlitz, Professor Alexander Kratzsch, sowie Professor Sebastian Scholz vom Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik.

Aus der regionalen Wirtschaft beteiligen sich unter anderem Unternehmer Thomas Krusekopf, der als Ideengeber genannt wird, sowie Sebastian Herzog vom Allgemeinen Unternehmerverband Zittau und Umgebung.

Hinzu kommt Unternehmer Andreas Wehle, Präsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Sachsen.

Mit dieser Zusammensetzung soll die Bewerbung auf eine breite gesellschaftliche Grundlage gestellt werden. Die Unterstützung reicht über einzelne politische Parteien und Interessengruppen hinaus.

Kuratorium dankt Stadtrat und Verwaltung

In seiner Erklärung würdigt das Kuratorium ausdrücklich die bisherigen Vorbereitungen durch den Zittauer Stadtrat und die Stadtverwaltung.

Die Mitglieder bedanken sich für die klare Beschlusslage und die geleistete Arbeit an der Bewerbung.

Zugleich wird darauf hingewiesen, dass umfangreiche externe Unterstützung notwendig gewesen sei, um das Vorhaben vorzubereiten.

Die gemeinsame Erklärung macht deutlich, dass die Entwicklung des Projekts bereits vor einer möglichen Vergabe der Landesgartenschau begonnen hat.

Aus Sicht der Unterstützer werden die Grundlagen für einen erfolgreichen Verlauf nicht erst im Jahr 2032 geschaffen, sondern durch die heutigen politischen Entscheidungen und das Engagement der Stadtgesellschaft.

Bürger sollen eigene Ideen einbringen

Ein zentraler Bestandteil der Erklärung ist die Beteiligung der Bevölkerung.

Das Kuratorium ruft die Einwohner Zittaus und weitere Menschen mit einer Verbindung zur Stadt auf, sich aktiv an der Entwicklung zu beteiligen.

Dabei geht es insbesondere um Vorstellungen zur künftigen Gestaltung öffentlicher Räume und zur Verbesserung des Lebensumfeldes.

Auch Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen, Vereine und gesellschaftliche Initiativen sollen in den weiteren Prozess eingebunden werden.

Die Bewerbung soll nach dem Willen des Kuratoriums nicht allein ein Projekt von Politik und Verwaltung bleiben, sondern von möglichst vielen gesellschaftlichen Gruppen getragen werden.

Die Unterstützer setzen darauf, dass durch diese Zusammenarbeit neue Ideen entstehen und vorhandene Kräfte gebündelt werden.

Wirtschaftliche und demografische Herausforderungen bleiben

Die Mitglieder des Kuratoriums verschweigen nicht, dass Zittau vor erheblichen Herausforderungen steht.

In ihrer Erklärung nennen sie ausdrücklich die demografische Entwicklung, die gegenwärtige Wirtschaftslage und die internationale politische Situation.

Diese Faktoren können auch die langfristige Finanzierung und Umsetzung größerer Stadtentwicklungsprojekte beeinflussen.

Welche Gesamtkosten mit der Bewerbung und einer möglichen Ausrichtung der Landesgartenschau verbunden wären, geht aus dem Dokument nicht hervor.

Ebenso enthält die Erklärung noch keine Angaben dazu, welche konkreten Investitionen bereits gesichert sind oder welche Fördermittel in Anspruch genommen werden könnten.

Damit bleibt die wirtschaftliche Ausgestaltung eine wichtige Frage für die weitere Entwicklung des Vorhabens.

Entscheidung über Landesgartenschau steht noch aus

Die gemeinsame Erklärung vom 24. Oktober ist ein deutliches politisches und gesellschaftliches Signal für Zittaus Bewerbung.

Eine Entscheidung darüber, ob die Stadt die Sächsische Landesgartenschau 2032 tatsächlich ausrichten darf, ist damit jedoch noch nicht gefallen.

Für die Verantwortlichen steht zunächst die weitere Ausarbeitung und Unterstützung des Bewerbungskonzepts im Mittelpunkt.

Das Kuratorium sieht in der Landesgartenschau eine Gelegenheit, die Entwicklung Zittaus über mehrere Jahre hinweg gezielt voranzubringen.

Seine gemeinsame Botschaft lautet: Die Stadt soll trotz wirtschaftlicher und demografischer Schwierigkeiten ihre Zukunft aktiv gestalten.

Ob aus der Vision „GreenZitty“ schließlich die Landesgartenschau 2032 hervorgeht, hängt von der Vergabeentscheidung und der weiteren Umsetzung des Bewerbungskonzepts ab.

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