Mahnwache vor dem Alten Rathaus

81 Jahre nach Hiroshima: Magdeburg setzt Zeichen gegen Atomwaffen

Mit einer öffentlichen Gedenkveranstaltung erinnert Magdeburg heute an den Atombombenabwurf auf Hiroshima. Die Mahnwache soll zugleich für Frieden und weltweite atomare Abrüstung werben.

Von Clara Winterfeld 1 Min. Lesezeit

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Die Mahnwache findet am Donnerstag, dem 6. August 2026, von 10 bis 12 Uhr vor dem Alten Rathaus am Alten Markt statt.

Anlass ist der 81. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf die japanische Stadt Hiroshima. Die Veranstaltung ist dem Gedenken an die Opfer sowie der Forderung nach Frieden und Abrüstung gewidmet.

Hunderttausende Menschen starben an den Folgen

Am 6. August 1945 warfen die Vereinigten Staaten eine Atombombe über Hiroshima ab. Drei Tage später wurde Nagasaki getroffen.

Zahlreiche Menschen starben unmittelbar durch die Explosionen. Viele weitere erlagen später schweren Verbrennungen, Verletzungen oder den Folgen der radioaktiven Strahlung.

Die jährlichen Gedenkveranstaltungen erinnern deshalb nicht nur an die historischen Opfer. Sie mahnen zugleich vor den bis heute bestehenden Gefahren atomarer Waffenarsenale.

Kranzniederlegung für Nagasaki folgt am Sonntag

Am 9. August ist in Magdeburg eine weitere Gedenkveranstaltung vorgesehen. Um 14 Uhr sollen an der Stele der Völkerfreundschaft auf dem Lukashügel Kränze niedergelegt werden.

Damit erinnert die Stadt auch an den Atombombenabwurf auf Nagasaki.

Besondere Verbindung zwischen Magdeburg und Nagasaki

Magdeburg besitzt eine historische Verbindung zur japanischen Stadt. Während der DDR-Zeit wurde eine Städtepartnerschaft zwischen Magdeburg und Nagasaki angestrebt, nach der politischen Wende jedoch nicht weiterverfolgt.

Seit 1981 steht in Nagasaki ein Duplikat der Magdeburger Stele der Völkerfreundschaft. Das Denkmal war ein Geschenk aus Magdeburg.

Erinnerung bleibt aktuell

Mehr als acht Jahrzehnte nach den Atombombenabwürfen ist das Thema nicht abgeschlossen. Internationale Konflikte und wiederholte atomare Drohungen verleihen den Forderungen nach Rüstungskontrolle und Abrüstung neue Aktualität.

Die Magdeburger Mahnwache verbindet deshalb historisches Erinnern mit einem politischen Appell für friedliche Konfliktlösung.

Quellen

– Landeshauptstadt Magdeburg: Mahnwache zum 81. Gedenktag an Hiroshima, 6. August 2026
– Landeshauptstadt Magdeburg: Gedenken an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki
– Internationaler Versöhnungsbund: Informationen zur Magdeburger Mahnwache

Themen: MagdeburgGedenkenHiroshimaNagasakiFriedenMahnwacheAtomwaffen

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