Eberswalde gedenkt am Volkstrauertag der Opfer von Krieg und Gewalt
Am 15. November lädt die Stadt Eberswalde gemeinsam mit dem Landkreis Barnim und weiteren Organisationen zu einer Gedenkveranstaltung auf dem Waldfriedhof ein. Mit einer Kranzniederlegung wird an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft erinnert.
Eberswalde. Am Sonntag, dem 15. November 2026, findet auf dem Waldfriedhof Eberswalde eine Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag statt. Beginn ist um 10 Uhr an der Kriegsgräberstätte am Hochkreuz. Mit einer gemeinsamen Kranzniederlegung soll an die Menschen erinnert werden, die durch Kriege, Gewalt und staatliche Verfolgung ihr Leben verloren haben.
Zu der Veranstaltung laden der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, die Reservistenkameradschaft „Alter Fritz“ Eberswalde/Barnim des Kreisverbindungskommandos Barnim, der Landkreis Barnim und die Stadt Eberswalde ein.
Gemeinsames Gedenken auf dem Waldfriedhof
Die Kriegsgräberstätte am Hochkreuz auf dem Waldfriedhof an der Freienwalder Straße bildet den Mittelpunkt des diesjährigen Gedenkens.
Mit der Kranzniederlegung möchten die Veranstalter ein Zeichen des Erinnerns und der Verantwortung setzen. Dabei steht nicht nur das Gedenken an die Opfer vergangener Kriege im Vordergrund, sondern auch die Mahnung, Frieden und Verständigung zwischen den Völkern zu bewahren.
Der Volkstrauertag ist in Deutschland ein staatlicher Gedenktag, der den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft gewidmet ist.
Vom Gedenktag zum Mahntag für den Frieden
Der Volkstrauertag wird jedes Jahr zwei Sonntage vor dem ersten Advent begangen und zählt zu den sogenannten stillen Tagen.
In seiner heutigen Form wurde er 1952 durch den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge nach dem Zweiten Weltkrieg wieder eingeführt.
Ursprünglich stand vor allem die Erinnerung an die Kriegstoten im Mittelpunkt. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich der Volkstrauertag zunehmend zu einem umfassenden Gedenk- und Mahntag.
Heute erinnert er an die Opfer von Kriegen, Gewaltherrschaft und Verfolgung und ruft zugleich dazu auf, sich für Frieden, Menschlichkeit und Völkerverständigung einzusetzen.
Erinnerungskultur bleibt wichtige gesellschaftliche Aufgabe
Die Erinnerung an die Folgen von Krieg und Gewalt ist auch mehr als acht Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ein wichtiger Bestandteil der deutschen Erinnerungskultur.
Gedenkveranstaltungen wie die Kranzniederlegung in Eberswalde sollen dazu beitragen, das Bewusstsein für die Folgen bewaffneter Konflikte und staatlicher Gewalt wachzuhalten.
Die Veranstaltung beginnt am 15. November um 10 Uhr an der Kriegsgräberstätte am Hochkreuz auf dem Waldfriedhof Eberswalde, Freienwalder Straße.