Informationsabend am Klinikum Südstadt

Rostock sucht ehrenamtliche Hospizbegleiter für schwerkranke Menschen

Zeit schenken und Angehörige entlasten

Von Jan-Hendrik Peters 3 Min. Lesezeit

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Letzter Informationsabend zum Ehrenamt im Ambulanten Hospizdienst am 11. November
Letzter Informationsabend zum Ehrenamt im Ambulanten Hospizdienst am 11. November Foto: Joachim_Kloock.

Rostock. Schwerkranke Menschen begleiten, Angehörigen zuhören und in schwierigen Lebenssituationen menschliche Nähe schenken: Der Ambulante Hospizdienst am Klinikum Südstadt Rostock sucht ehrenamtliche Helfer. Wer sich für diese Aufgabe interessiert, kann sich am Mittwoch, 11. November 2026, über die Möglichkeiten einer Mitarbeit informieren. Die Veranstaltung findet von 17 bis 18 Uhr im Hörsaal des Klinikums statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Es handelt sich um den letzten Informationsabend des Hospizdienstes in diesem Jahr. Eingeladen sind Menschen, die einen Teil ihrer Zeit für die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen zur Verfügung stellen möchten.

Zuhören und für andere Menschen da sein

Die ehrenamtliche Hospizbegleitung hat vor allem ein Ziel: Menschen in einer schweren Lebensphase nicht allein zu lassen.

Die Helfer besuchen schwerstkranke und sterbende Menschen überwiegend in deren häuslichem Umfeld oder in Pflegeeinrichtungen im Rostocker Stadtgebiet.

Dabei stehen nicht medizinische Behandlungen, sondern persönliche Zuwendung und menschlicher Kontakt im Mittelpunkt.

Die Ehrenamtlichen hören zu, führen Gespräche und verbringen Zeit mit den Betroffenen. Manchmal kann es auch darum gehen, einfach anwesend zu sein und Ruhe zu vermitteln.

Gleichzeitig können die Besuche Angehörige entlasten, die häufig über längere Zeit Verantwortung für die Betreuung und Begleitung eines Familienmitglieds übernehmen.

Ehrenamtliche werden auf ihre Aufgaben vorbereitet

Die Arbeit mit schwerkranken und sterbenden Menschen erfordert Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft, sich mit schwierigen Lebenssituationen auseinanderzusetzen.

Deshalb werden die ehrenamtlichen Hospizbegleiter vor ihrem ersten Einsatz umfassend vorbereitet.

Auch während ihrer Tätigkeit erhalten sie fachliche Unterstützung durch den Ambulanten Hospizdienst.

Die Koordinatorinnen stehen den Helfern als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung und begleiten sie bei ihrer verantwortungsvollen Aufgabe.

Damit sollen Ehrenamtliche nicht unvorbereitet in Situationen geraten, die emotional belastend sein können.

Welche persönlichen Voraussetzungen Interessierte mitbringen sollten und wie die Vorbereitung konkret abläuft, wird beim Informationsabend erläutert.

Wie viel Zeit müssen Helfer mitbringen?

Eine wichtige Frage für Interessierte ist der zeitliche Umfang des Ehrenamts.

Die Begleitung schwerkranker Menschen muss mit dem eigenen Alltag, beruflichen Verpflichtungen und familiären Aufgaben vereinbar sein.

Beim Informationsabend erklären die Koordinatorinnen deshalb, wie die Einsätze organisiert werden und mit welchem zeitlichen Aufwand zu rechnen ist.

Auch über die verschiedenen Aufgabenbereiche innerhalb der ambulanten Hospizarbeit wird informiert.

Besucher haben Gelegenheit, persönliche Fragen zu stellen und sich ein Bild davon zu machen, ob dieses Ehrenamt zu ihren Fähigkeiten und Lebensumständen passt.

Eine sofortige Entscheidung für eine Mitarbeit ist mit dem Besuch der Informationsveranstaltung nicht verbunden.

Hospizbegleitung findet mitten im Alltag statt

Die ambulante Hospizarbeit unterscheidet sich von der stationären Versorgung dadurch, dass die Begleitung vor allem im gewohnten Lebensumfeld der Betroffenen erfolgt.

Viele schwerkranke Menschen möchten möglichst lange in ihrer eigenen Wohnung bleiben.

Andere leben in Pflegeeinrichtungen und benötigen neben der professionellen Versorgung zusätzliche persönliche Zuwendung.

Hier können ehrenamtliche Hospizbegleiter eine wichtige Ergänzung zur Arbeit von Pflegekräften, Ärzten und Angehörigen sein.

Sie übernehmen keine ärztlichen oder pflegerischen Aufgaben, sondern bieten Gespräche, Aufmerksamkeit und menschliche Nähe an.

Gerade für Menschen, deren soziale Kontakte durch eine schwere Erkrankung eingeschränkt sind, können solche Besuche eine besondere Bedeutung haben.

Informationsabend am 11. November im Klinikum Südstadt

Der letzte Informationsabend des Jahres findet am Mittwoch, 11. November 2026, von 17 bis 18 Uhr im Hörsaal des Klinikums Südstadt Rostock statt.

Die Anschrift lautet Südring 81, 18059 Rostock.

Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.

Interessierte Frauen und Männer können sich direkt vor Ort über die ehrenamtliche Hospizbegleitung, die Vorbereitung auf die Einsätze und die fachliche Unterstützung informieren.

Weitere Auskünfte erteilt der Ambulante Hospizdienst des Klinikums Südstadt Rostock.

Mit der Veranstaltung möchte der Hospizdienst Menschen gewinnen, die bereit sind, anderen in einer schwierigen Lebensphase Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken.

Themen: Mecklenburg-VorpommernRostockAngehörigeEhrenamtKlinikum SüdstadtSterbebegleitungPalliativversorgungAmbulanter HospizdienstHospizbegleitung

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