Baubeginn im September geplant

Vier Jahre Großbaustelle: Dresden startet Umbau der Königsbrücker Straße

Nach jahrelanger Planung steht eines der größten Dresdner Straßenbauvorhaben vor dem Start. Zwischen Albertplatz und Stauffenbergallee wird die Königsbrücker Straße grundlegend erneuert. Straßenbahn, Fahrbahnen, Gehwege und Haltestellen werden umgebaut.

Von Clara Winterfeld 2 Min. Lesezeit

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Für Autofahrer, Straßenbahnfahrgäste, Radfahrer und Anwohner der Dresdner Neustadt beginnt im September eine jahrelange Geduldsprobe. Die Königsbrücker Straße zwischen Albertplatz und Stauffenbergallee wird grundlegend erneuert. Das Projekt gehört zu den größten Verkehrsbaustellen, die Dresden 2026 beginnt.

Nach Angaben der Stadt soll der südliche Abschnitt der Königsbrücker Straße bis 2030 umgebaut werden. Die Gesamtstrecke zwischen Albertplatz und Stauffenbergallee umfasst rund 1,57 Kilometer. Hinzu kommen rund 300 Meter am Bischofsweg.

Straßenbahn bekommt neue Gleise

Ein wesentlicher Teil des Vorhabens betrifft die Straßenbahn.

Die bestehende Strecke wird modernisiert und zweigleisig erneuert. Die Anlage soll danach auch für die breiteren Stadtbahnwagen geeignet sein, die Dresden künftig einsetzen will.

Alle Haltestellen innerhalb des Bauabschnitts werden barrierefrei ausgebaut.

Damit sollen Menschen mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen leichter ein- und aussteigen können.

Auch Fahrbahn und Gehwege werden erneuert

Die Arbeiten beschränken sich nicht auf die Schienen.

Fahrbahnen, Gehwege und weitere Verkehrsflächen werden grundhaft erneuert. Gleichzeitig wird die Aufteilung des Straßenraums verändert.

Die Königsbrücker Straße gehört zu den wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen Dresdens. Sie verbindet die Innenstadt über die Neustadt mit dem Norden der Stadt und weiter mit Klotzsche.

Verkehr soll trotz Baustelle weiterlaufen

Während der Bauzeit soll die Königsbrücker Straße nicht vollständig gesperrt werden.

Die Stadt plant eine halbseitige Sperrung. Auf der jeweils verbleibenden Seite soll möglichst eine Fahrspur pro Richtung zur Verfügung stehen.

Trotzdem ist über mehrere Jahre mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen.

Besonders während einzelner Bauphasen können zusätzliche Umleitungen notwendig werden.

Umleitungsstraßen wurden bereits vorbereitet

Die Stadt hat bereits 2025 begonnen, Straßen im Umfeld für die spätere Verkehrsführung herzurichten.

Unter anderem wurden Tannenstraße, Eschenstraße und Schönbrunnstraße als wichtige Umleitungsrouten vorbereitet.

Das zeigt, welche Dimension das Projekt besitzt.

Dresden investiert insgesamt mehr als 100 Millionen Euro in Verkehr

Die Königsbrücker Straße ist nur eines von zahlreichen Großprojekten.

Dresden plant 2026 Investitionen von mehr als 108 Millionen Euro allein in größere Straßen- und Brückenprojekte. Dazu gehören auch die Campuslinie, das Blaue Wunder und weitere wichtige Verkehrsanlagen.

Für die Neustadt dürfte allerdings kaum ein Projekt den Alltag so unmittelbar verändern wie die Königsbrücker Straße.

Quellen

Landeshauptstadt Dresden: Informationen zum Ausbau der Königsbrücker Straße

Landeshauptstadt Dresden: „Dresden startet 2026 eine Rekordzahl an Verkehrsprojekten“, veröffentlicht am 26. Januar 2026

Landeshauptstadt Dresden: Informationen zu den vorbereiteten Umleitungsstrecken

Themen: DresdenVerkehrStraßenbauStraßenbahnNeustadtDVBKönigsbrücker Straße

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