CDU in Brandenburg: Kreisvorsitzende beklagen Parteiaustritte
Unmut vor Merz-Treffen
In Brandenburg beklagen CDU-Kreisvorsitzende wachsende Unzufriedenheit mit der Bundesregierung und Austritte aus ihrer Partei. Vor dem Treffen mit Friedrich Merz am Montag verlangen sie Antworten vom Kanzler. Die Frankfurter Kreisvorsitzende Désirée Schrade stellt dabei auch dessen Doppelrolle als Regierungschef und Parteivorsitzender zur Diskussion.
Kreisverbände machen Bundespolitik verantwortlich
Schrade und der Potsdam-Mittelmarker CDU-Kreisvorsitzende Christian Große berichteten der Deutschen Presse-Agentur von enttäuschten Erwartungen an die Bundesregierung. Beide führen Parteiaustritte auf die Bundespolitik zurück. Wie viele Mitglieder zuletzt ausgetreten sind, geht aus dem Bericht nicht hervor.
Große verwies zudem auf die schwierige Finanzlage der Kommunen. Er forderte Einsparungen beim Personal des Bundes und kritisierte Überlegungen zu zusätzlichen Steuern.
Schrade spricht Trennung der Ämter an
Aus Schrades Sicht braucht die CDU einen Vorsitzenden, der genügend Kraft für die Partei aufbringt. Sollte Merz dies neben dem Kanzleramt nicht leisten können, müsse er den Parteivorsitz abgeben.
Die Kritik wollen die Kreisvorsitzenden bei ihrer Konferenz am 2. und 3. November in Berlin ansprechen. Schrade erwartet von Merz eine Vorstellung davon, wie die CDU wieder Menschen für sich gewinnen will.