Hape Kerkelings Bestseller wird verfilmt: Dreharbeiten in Berlin und Brandenburg beendet
Kinostart im Oktober 2027
Die Dreharbeiten zur Verfilmung von Hape Kerkelings Bestseller „Gebt mir etwas Zeit“ sind abgeschlossen. Unter der Regie von Katja von Garnier entstand im September und Oktober 2026 ein Kinofilm, der die Lebensgeschichte des Entertainers mit den Schicksalen seiner Vorfahren verbindet. Gedreht wurde unter anderem in Berlin und Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden. Der Kinostart ist für den 21. Oktober 2027 vorgesehen.
In den Hauptrollen sind Ludwig Simon und Lea Drinda zu sehen. Beide übernehmen jeweils zwei Figuren aus unterschiedlichen Jahrhunderten. Hape Kerkeling selbst wirkt als Erzähler mit.
Drei Jahrhunderte und eine Familiengeschichte
Der Film verbindet drei Lebensgeschichten, die sich über mehrere Jahrhunderte erstrecken. Im Mittelpunkt stehen die Suche nach der eigenen Identität, persönliche Entscheidungen und die Frage, welchen Einfluss frühere Generationen auf das Leben ihrer Nachkommen haben.
Eine der Handlungen spielt im Jahr 1987. Der junge Hape Kerkeling steht damals kurz vor seinem großen Durchbruch als Entertainer. Gleichzeitig beschäftigt ihn die Frage, wie er mit seiner Homosexualität umgehen soll, die er zu dieser Zeit noch nicht öffentlich gemacht hat.
Während einer Reise nach Amsterdam begegnet er Duncan. Die Bekanntschaft wird zu einem Wendepunkt in seinem Leben.
Parallel dazu erzählt der Film von Kerkelings Vorfahren Barend, der im Jahr 1620 seinen eigenen Weg gehen möchte.
Die dritte Geschichte führt an den Anfang des 20. Jahrhunderts. Dort steht Kerkelings Urgroßmutter Agnes im Mittelpunkt, die durch eine Liebesbeziehung und persönliche Entscheidungen das Leben ihrer Nachkommen beeinflusst.
Die drei Handlungsstränge sollen zeigen, wie eng Familiengeschichten über Generationen hinweg miteinander verbunden sein können.
Ludwig Simon spielt Hape Kerkeling und dessen Vorfahren
Für die Hauptrolle wurde Ludwig Simon verpflichtet. Er verkörpert sowohl den jungen Hape Kerkeling als auch dessen Vorfahren Barend.
Damit übernimmt Simon zwei Figuren, deren Lebensumstände sich grundlegend unterscheiden. Während Barend im 17. Jahrhundert lebt, befindet sich Kerkeling Ende der 1980er-Jahre am Beginn seiner Fernsehkarriere.
Auch Lea Drinda ist in einer Doppelrolle zu sehen. Sie spielt Agnes und Neeltje van Vliet.
Zum weiteren Ensemble gehören Gijs Blom, Sam Riley, Ursula Werner, Devid Striesow und Selda Kaya.
Hape Kerkeling tritt nicht selbst als Darsteller seiner jüngeren Lebensjahre auf. Stattdessen begleitet er die Handlung als Erzähler.
Katja von Garnier führt Regie
Die Regie übernahm Katja von Garnier, die unter anderem durch die Filme „Bandits“ und „Ostwind“ bekannt wurde.
Das Drehbuch stammt von Ruth Toma.
Für die filmische Umsetzung der Buchvorlage entschied sich das Team für eine Erzählstruktur, die zwischen verschiedenen Jahrhunderten wechselt.
Die Geschichte soll dabei nicht ausschließlich die Karriere des Entertainers nachzeichnen. Vielmehr stehen seine familiären Wurzeln und die persönlichen Erfahrungen seiner Vorfahren im Mittelpunkt.
Die Produktion verbindet historische Schauplätze mit Ereignissen aus Kerkelings eigenem Leben.
Berlin und Brandenburg gehören zu den Drehorten
Die Aufnahmen fanden im September und Oktober 2026 in mehreren Regionen statt.
Neben Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden wurde auch in Berlin und Brandenburg gedreht.
Welche konkreten Orte in der Hauptstadt und im Land Brandenburg als Kulissen dienten, geht aus der Pressemitteilung der Produktionsunternehmen nicht hervor.
Die Hauptstadtregion ist seit Jahren ein wichtiger Standort der deutschen Filmproduktion. Neben Filmstudios und technischen Dienstleistern stehen dort zahlreiche historische Gebäude und unterschiedliche Stadtlandschaften für Dreharbeiten zur Verfügung.
Das Medienboard Berlin-Brandenburg beteiligt sich an der Förderung des Films.
Mehrere Produktionsunternehmen beteiligt
„Gebt mir etwas Zeit“ entsteht als Gemeinschaftsproduktion von UFA Fiction, Feine Filme und Warner Bros. Film Productions Germany.
Als Koproduzent ist MadeFor Film beteiligt.
Zu den Produzenten gehören Sebastian Werninger, Hermann Florin sowie Steffen Schier, Julia Hayungs und Margret Mackuth. Matthias Adler ist als ausführender Produzent beteiligt.
Finanzielle Unterstützung erhält die Produktion unter anderem von der Film- und Medienstiftung NRW, dem Medienboard Berlin-Brandenburg, der Filmförderungsanstalt (FFA), dem Deutschen Filmförderfonds (DFFF) sowie dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Ein Produktionsbudget wurde in der Mitteilung zum Drehende nicht genannt.
Kinostart am 21. Oktober 2027
Die Verfilmung soll am Donnerstag, 21. Oktober 2027, in die deutschen Kinos kommen. Den Verleih übernimmt Warner Bros. Pictures Germany.
Für Hape Kerkeling ist es nicht die erste filmische Auseinandersetzung mit seiner eigenen Lebensgeschichte.
Bereits 2018 kam mit „Der Junge muss an die frische Luft“ eine Verfilmung seines autobiografischen Bestsellers in die Kinos. Der Film beschäftigte sich vor allem mit seiner Kindheit und dem frühen Verlust seiner Mutter.
„Gebt mir etwas Zeit“ erweitert diesen Blick nun um die Geschichte seiner Vorfahren und die Zeit seines beruflichen Durchbruchs.
Mit dem Abschluss der Dreharbeiten beginnt für die Produktion die nächste Arbeitsphase. Bis zum Kinostart müssen unter anderem Schnitt, Tonbearbeitung und weitere Schritte der Postproduktion abgeschlossen werden.