Abschied von einer Filmlegende

Patrick Stewart ist tot: Die Welt trauert um Captain Picard

Star-Trek-Legende stirbt mit 86

Von Frank Deutschländer 3 Min. Lesezeit

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Der britische Schauspieler Sir Patrick Stewart bei einem öffentlichen Auftritt im Jahr 2004. Weltberühmt wurde er als Captain Jean-Luc Picard in „Star Trek“ und als Professor Charles Xavier in den „X-Men“-Filmen. Stewart starb am 28. Oktober 2026 im Alter von 86 Jahren.
Der britische Schauspieler Sir Patrick Stewart bei einem öffentlichen Auftritt im Jahr 2004. Weltberühmt wurde er als Captain Jean-Luc Picard in „Star Trek“ und als Professor Charles Xavier in den „X-Men“-Filmen. Stewart starb am 28. Oktober 2026 im Alter von 86 Jahren. Foto: wikipedia

Der britische Schauspieler Patrick Stewart ist tot. Der weltbekannte Darsteller von Captain Jean-Luc Picard in „Star Trek“ starb am Mittwoch, 28. Oktober 2026, im Alter von 86 Jahren in seinem Haus in Los Angeles. Seine Familie bestätigte den Tod am Donnerstag, nachdem der Schauspieler zuletzt an Alzheimer und Lewy-Körper-Demenz erkrankt war.

Mit Stewart verliert die Film- und Theaterwelt einen ihrer bekanntesten Charakterdarsteller. Über mehrere Jahrzehnte prägte er das Science-Fiction-Genre und begeisterte gleichzeitig als Shakespeare-Darsteller auf internationalen Theaterbühnen.

Patrick Stewart starb im Kreis seiner Familie

Nach Angaben seiner Sprecherin Kelly Bush Novak verbrachte Patrick Stewart seine letzten Stunden im Kreis seiner Angehörigen und Freunde. Seine Ehefrau Sunny Ozell war an seiner Seite.

In einer Mitteilung der Familie wurde bekannt, dass Stewart zuletzt an Alzheimer und Lewy-Körper-Demenz gelitten hatte. Die Erkrankungen waren zuvor nicht öffentlich gemacht worden.

Die Angehörigen beschrieben einen friedlichen Abschied, begleitet von Musik und persönlichen Erinnerungen. Anstelle von Blumen baten sie um Spenden für die Alzheimer-Forschung und zur Unterstützung pflegender Angehöriger.

Als Captain Picard wurde er weltweit berühmt

Seinen internationalen Durchbruch feierte Patrick Stewart 1987 mit der Fernsehserie Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert.

Sieben Staffeln lang verkörperte er Captain Jean-Luc Picard, den Kommandanten des Raumschiffs Enterprise. Anders als zahlreiche Actionhelden seiner Zeit zeichnete sich Picard durch Besonnenheit, diplomatisches Geschick und einen ausgeprägten Sinn für Verantwortung aus.

Die Figur entwickelte sich zu einer der beliebtesten Persönlichkeiten des Star-Trek-Universums.

Zwischen 1994 und 2002 spielte Stewart den Captain außerdem in vier Kinofilmen. Von 2020 bis 2023 kehrte er mit der Serie Star Trek: Picard noch einmal in seine berühmteste Rolle zurück.

Für zahlreiche Fans wurde diese Produktion zu einem Wiedersehen mit einer Figur, die sie über Jahrzehnte begleitet hatte.

Auch als Professor X schrieb Stewart Filmgeschichte

Neben Captain Picard war Patrick Stewart vor allem als Professor Charles Xavier aus den X-Men-Filmen bekannt.

Ab dem Jahr 2000 verkörperte er den telepathisch begabten Gründer einer Schule für Mutanten. An der Seite von Hugh Jackman und Ian McKellen wurde er damit auch für eine jüngere Generation zum Weltstar.

Zuletzt war Stewart 2022 in Doctor Strange in the Multiverse of Madness erneut als Charles Xavier zu sehen.

Noch nach seinem Tod soll der Schauspieler einen weiteren Kinoauftritt haben. Für den im Dezember 2026 angekündigten Marvel-Film Avengers: Doomsday wurde Stewart erneut als Professor X verpflichtet.

Vom Arbeiterkind zum Shakespeare-Darsteller

Patrick Stewart wurde am 13. Juli 1940 in Mirfield in der englischen Grafschaft Yorkshire geboren. Er wuchs in einfachen wirtschaftlichen Verhältnissen auf.

Schon früh entdeckte er seine Begeisterung für das Theater und begann mit 18 Jahren eine professionelle Schauspielkarriere.

In den 1960er-Jahren wurde er Mitglied der renommierten Royal Shakespeare Company, der er rund 14 Jahre angehörte. Dort spielte er bedeutende Rollen aus Werken William Shakespeares, darunter Macbeth und Claudius.

Seine charakteristische Stimme und seine präzise Sprache machten ihn zu einem der angesehensten britischen Bühnendarsteller.

Auch nach seinem internationalen Filmerfolg kehrte Stewart regelmäßig ans Theater zurück. Besonders bekannt wurden seine gemeinsamen Auftritte mit Ian McKellen in „Warten auf Godot“ und „Niemandsland“.

2010 wurde er von Königin Elisabeth II. für seine Verdienste um die Schauspielkunst zum Ritter geschlagen.

Ein Schauspieler, der sich auch gesellschaftlich engagierte

Abseits der Leinwand setzte sich Stewart gegen häusliche Gewalt ein.

Der Schauspieler hatte wiederholt öffentlich darüber gesprochen, dass er als Kind Gewalt innerhalb seiner Familie erlebt hatte. Diese Erfahrungen beeinflussten sein späteres gesellschaftliches Engagement.

Er unterstützte Hilfsorganisationen und nutzte seine Bekanntheit, um auf die Situation betroffener Frauen und Familien aufmerksam zu machen.

Stewart hinterlässt seine Ehefrau Sunny Ozell sowie zwei erwachsene Kinder aus seiner ersten Ehe.

Seine Rollen bleiben über seinen Tod hinaus präsent. Besonders Captain Jean-Luc Picard wurde für viele Zuschauer zu einer Figur, die Vernunft, Menschlichkeit und Verantwortung verkörperte.

Themen: FilmgeschichteTodesfallHollywoodSchauspielerPatrick StewartStar TrekCaptain PicardX-Men

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