Pasewalk treibt den Ausbau des Industrieparks Berlin-Stettin weiter voran. Wirtschaftsminister Wolfgang Blank will der Stadt dafür am Freitag einen neuen Förderbescheid übergeben. Der 156 Hektar große Standort soll Vorpommern stärker als Industrieregion zwischen Berlin und dem polnischen Szczecin positionieren.
Industriepark Berlin-Stettin in Pasewalk wird erweitert
Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt die nächste Entwicklungsstufe des Industrieparks. Wirtschaftsminister Wolfgang Blank will den Förderbescheid am Freitag, 21. August 2026, an Pasewalks Bürgermeister Danny Rodewald übergeben.
Auch Landesministerin Bettina Martin nimmt nach Angaben der Landesregierung an dem Termin teil.
Die konkrete Höhe der neuen Förderung hat das Land vor der Übergabe noch nicht veröffentlicht.
Industriepark Pasewalk umfasst 156 Hektar
Der Industriepark Berlin-Szczecin gehört zu den größten zusammenhängenden Gewerbe- und Industrieflächen in Vorpommern. Die Stadt Pasewalk gibt die Gesamtfläche mit 156 Hektar an.
Davon sind große Bereiche ausdrücklich für industrielle Nutzung vorgesehen. Die Flächen lassen sich entsprechend dem Bedarf neuer Unternehmen aufteilen.
Der Standort richtet sich damit besonders an Unternehmen, für die kleinere kommunale Gewerbegebiete nicht ausreichen.
Pasewalk liegt zwischen Berlin und Szczecin
Ein wesentlicher Standortvorteil ist die Lage nahe der deutsch-polnischen Grenze. Szczecin liegt nur rund 40 Kilometer entfernt, Berlin etwa 130 Kilometer.
Die Autobahn A20 befindet sich wenige Kilometer vom Industriepark entfernt. Zusätzlich besteht die Möglichkeit eines Gleisanschlusses.
Damit verbindet Pasewalk Mecklenburg-Vorpommern mit dem Wirtschaftsraum Szczecin und den Märkten in Polen sowie weiteren Teilen Osteuropas.
Birkenstock und Topregal investieren bereits in Pasewalk
Der Industriepark ist inzwischen mehr als ein Flächenprojekt. Mit Topregal und Birkenstock haben sich bereits Unternehmen am Standort angesiedelt.
Topregal produziert in Pasewalk unter anderem Schwerlastregale und Solarcarports. Das Unternehmen hatte seine Produktion nach der Ansiedlung weiter ausgebaut und zusätzliche Arbeitsplätze angekündigt.
Für die Erschließung des ersten Bauabschnitts stellte das Land nach früheren Angaben 20,8 Millionen Euro Fördermittel bereit. Ende 2024 wurde dieser Abschnitt vollständig fertiggestellt.
Pasewalk setzt auf Industrie und grünen Wasserstoff
Der Standort soll sich zugleich in Richtung nachhaltiger Industrie entwickeln. Auch Energieprojekte spielen dabei eine Rolle.
Das Unternehmen Enertrag plant nach Angaben der Stadt eine weitere Elektrolyseanlage im Industriepark. Damit könnte grüner Wasserstoff künftig stärker Bestandteil der industriellen Entwicklung in Pasewalk werden.
Für Vorpommern besitzt das Projekt damit eine Bedeutung, die über Pasewalk hinausgeht. Neue Industrieflächen, die Nähe zu Polen und eine leistungsfähige Energieversorgung können die Region für Unternehmen interessant machen, die einen Standort im deutsch-polnischen Wirtschaftsraum suchen.
Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern; Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern; Stadt Pasewalk