Bauarbeiten auf wichtiger Ost-West-Achse gestartet

Die Deutsche Bahn hat am 2. Oktober mit umfangreichen Bauarbeiten auf der Strecke zwischen Hannover und Berlin begonnen.

Die Arbeiten gehören zu einem der größten Infrastrukturprojekte im deutschen Schienennetz.

Bis Ende 2027 werden mehrere Baumaßnahmen gebündelt umgesetzt.

Hunderte Kilometer Gleise werden erneuert

Insgesamt sollen mehr als 214 Weichen und rund 357 Kilometer Gleise erneuert werden.

Hinzu kommen etwa 100 Kilometer Oberleitungen und 13 Kilometer Lärmschutzwände.

Auch 25 Bahnhöfe entlang der Strecke werden modernisiert oder teilweise barrierefrei ausgebaut.

Besonders aufwendig ist die Sanierung der sogenannten Festen Fahrbahn auf der Schnellfahrstrecke.

Stendal verliert ICE-Halte

Für die Region Stendal haben die Arbeiten besonders große Auswirkungen.

Fernverkehrszüge zwischen Berlin und Hannover werden über Braunschweig und Magdeburg umgeleitet.

Dadurch entfallen die direkten ICE-Halte in Stendal.

Für Reisende Richtung Berlin und Hannover stehen Ersatzverbindungen über Busse und andere Bahnstrecken zur Verfügung.

Erste Vollsperrung bis Dezember

In der ersten Bauphase von Anfang Oktober bis Mitte Dezember 2026 ist die Strecke besonders stark eingeschränkt.

Zwischen Stendal und Wolfsburg sowie Richtung Berlin werden Expressbusse eingesetzt.

Danach sollen einzelne Regionalverbindungen wieder fahren können, allerdings teilweise mit längeren Fahrzeiten.

Weitere größere Sperrphasen folgen im Laufe des Jahres 2027.

Arbeiten dauern bis Ende 2027

Die Bahn will die Strecke grundlegend modernisieren und zuverlässiger machen.

Parallel wird die Lehrter Stammbahn abschnittsweise elektrifiziert und ausgebaut.

Die ursprünglichen Planungen mussten allerdings angepasst werden, weil sich Arbeiten an dieser parallelen Strecke verzögert haben.

Für Stendal bleibt deshalb auch 2027 die Frage wichtig, wie gut die Stadt während der Bauphase an Berlin und Niedersachsen angebunden bleibt.