Herrmannbad und Johanniskirche werden sicherer

Spendenziel erreicht: Löbau bekommt zwei neue Defibrillatoren

Die Löbauer Spendenaktion „Jeder Herzschlag zählt“ war erfolgreich. Mit den eingegangenen Spenden können automatische Defibrillatoren für das Herrmannbad und das Kulturzentrum Johanniskirche angeschafft werden.

Von Clara Winterfeld 1 Min. Lesezeit

Teilen

Zwei stark frequentierte Einrichtungen in Löbau sollen künftig besser auf medizinische Notfälle vorbereitet sein. Die Spendenkampagne „Jeder Herzschlag zählt“ hat genügend Unterstützung erhalten, um automatische externe Defibrillatoren für das Herrmannbad und das Kulturzentrum Johanniskirche anzuschaffen.

Die Stadt bezeichnet die Aktion als vollen Erfolg. Sie dankte Mitte Juli allen Bürgern, die sich mit kleineren oder größeren Beträgen beteiligt hatten.

Sekunden entscheiden bei Herzstillstand

Bei einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand sinken die Überlebenschancen mit jeder Minute ohne Hilfe.

Automatisierte externe Defibrillatoren – sogenannte AED – können deshalb wertvolle Zeit überbrücken, bis Rettungskräfte eintreffen.

Die Geräte analysieren den Herzrhythmus und geben nur dann einen Stromstoß frei, wenn dieser medizinisch angezeigt ist.

Sprach- und Bildanweisungen führen Ersthelfer durch die einzelnen Schritte.

Herrmannbad wird von vielen Familien genutzt

Die Auswahl der beiden Standorte ist nachvollziehbar.

Im Herrmannbad kommen während der Sommersaison täglich Familien, Jugendliche, Senioren und Sportler zusammen.

Gerade bei körperlicher Aktivität ist eine schnelle Notfallversorgung wichtig.

Das Freibad feiert 2026 zudem sein 120-jähriges Bestehen.

Auch Johanniskirche zieht viele Besucher an

Das Kulturzentrum Johanniskirche ist Veranstaltungsort für Konzerte, Kino, Theater und weitere Formate.

Auch dort kommen regelmäßig größere Menschengruppen zusammen.

Ein AED unmittelbar vor Ort kann im Ernstfall entscheidend sein.

Projekt zeigt Wirkung bürgerschaftlicher Finanzierung

Die Stadt hatte die Anschaffung ausdrücklich als gemeinschaftliches Projekt angelegt.

Nach dem Abschluss der Aktion steht fest, dass genügend Unterstützung zusammengekommen ist.

Damit fließen die Spenden unmittelbar in konkrete Sicherheitsausstattung.

Geräte allein reichen nicht

Ein AED kann allerdings nur helfen, wenn Menschen im Notfall handeln.

Entscheidend bleiben der sofortige Notruf, Herzdruckmassage und die Nutzung des Gerätes.

Regelmäßige Erste-Hilfe-Schulungen können deshalb ebenso wichtig sein wie die technische Ausstattung selbst.

Quellen

Große Kreisstadt Löbau: Spendenaktion „Jeder Herzschlag zählt“, Abschlussmeldung vom 14. Juli 2026

Themen: SpendenErste HilfeLöbauJohanniskircheHerrmannbadDefibrillator

Teilen

Lesen Sie als Nächstes

Schnelle Hilfe im Notfall Mecklenburg-Vorpommern plant Deutschlands erstes öffentliches AED-Netz Mecklenburg-Vorpommern startet den Aufbau eines landesweiten Netzes öffentlich zugänglicher Defibrillatoren, das in Schwerin mit mindestens 20 neuen Geräten beginnt.

Ihre Meinung

Schreiben Sie uns einen Leserbrief an leserbriefe@ostdeutsche-zeitung.de. Bitte mit vollständigem Namen und Anschrift; veröffentlicht werden nur Name und Wohnort.

Meistgelesen

Lokales

Alle Beiträge