Das Klinikum Dahme-Spreewald investiert 700.000 Euro in ein neues Hochleistungs-CT für das Achenbach-Krankenhaus in Königs Wusterhausen. Das System arbeitet mit 128-Schicht-Technologie, KI-gestützten Abläufen und moderner Bildrekonstruktion und soll damit insbesondere die Notfall-, Kinder-, interventionelle und kardiale Radiologie stärken.
128 Schichten und schnelle Bildaufnahme
Das neue Gerät kann 128 Schichten direkt erfassen und daraus hochauflösende Querschnittsbilder von Organen, Gefäßen, Knochen und anderen Gewebestrukturen erzeugen. Eine Rotationszeit von bis zu 0,3 Sekunden soll dabei helfen, notwendige Bilddaten besonders schnell aufzunehmen und Bewegungsartefakte zu reduzieren.
Das ist nach Angaben des Klinikums vor allem für Patienten relevant, die aufgrund von Schmerzen, Atembeschwerden oder schweren Erkrankungen nicht lange ruhig liegen können. Das System ist außerdem für bildgesteuerte Eingriffe und Untersuchungen bei Kindern vorgesehen.
KI soll Bildqualität verbessern
Erstmals kommt am Standort ein KI-basiertes Deep-Learning-Verfahren zum Einsatz. Dieses soll Bildrauschen reduzieren und die Bildqualität verbessern, sodass je nach Untersuchung diagnostisch verwertbare Aufnahmen mit einer niedrigeren Strahlendosis erstellt werden können.
Eine zusätzliche Software unterstützt die medizinisch-technischen Fachkräfte bei der Wahl von Scanparametern und Untersuchungsprotokollen. Die medizinische Beurteilung und Diagnose bleibt laut Klinikum weiterhin vollständig Aufgabe der Ärzte.
Schwerpunkt auf Herzdiagnostik
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der kardialen Computertomographie. Damit lassen sich Herzstrukturen und Herzkranzgefäße detailliert darstellen. Bei geeigneten Patienten kann so beispielsweise geprüft werden, ob Verkalkungen oder relevante Verengungen der Herzkranzgefäße vorliegen.
Zeigt die Untersuchung einen behandlungsbedürftigen Befund, stehen am Achenbach-Krankenhaus zugleich Möglichkeiten der invasiven Kardiologie zur Verfügung. Diagnostik und mögliche Therapie können damit unmittelbar miteinander verbunden werden.
Aufbereitetes System statt vollständiger Neuproduktion
Das neue CT stammt aus dem ecoline-Programm von Siemens Healthineers. Dabei werden bereits eingesetzte Medizintechniksysteme werkseitig aufbereitet und wesentliche Komponenten erneuert. Nach Angaben des Klinikums erfüllt das Gerät die aktuellen Anforderungen an radiologische, interventionelle und kardiologische Diagnostik.
Das Klinikum verbindet die Investition damit auch mit dem Ziel, hochwertige technische Komponenten länger zu nutzen und Ressourcen zu schonen.
Das Achenbach-Krankenhaus gehört gemeinsam mit der Spreewaldklinik Lübben zum Klinikum Dahme-Spreewald. Beide Häuser versorgen zusammen jährlich mehr als 25.000 stationäre und über 50.000 ambulante Patienten.
Quelle:
Klinikum Dahme-Spreewald, Pressemitteilung „Mehr Präzision. Weniger Belastung: Neues Hochleistungs-CT für Königs Wusterhausen“.