Das Konsumklima in Deutschland hat einen deutlichen Rückschlag erlitten. Der vom Nürnberger Institut für Marktentscheidungen und GfK ermittelte Indikator fällt für Oktober auf minus 30,6 Punkte.
Im Vormonat hatte der Wert nach revidierten Angaben noch bei minus 26,8 Punkten gelegen. Der Rückgang fällt damit stärker aus als von vielen Experten erwartet.
Einkommenserwartungen brechen ein
Besonders deutlich verschlechterten sich die Erwartungen der Verbraucher an ihre künftigen Einkommen.
Der entsprechende Teilindex sank um 16,7 Punkte auf minus 15 Punkte. Nach Angaben des Nürnberger Instituts für Marktentscheidungen erwarten viele Haushalte, dass hohe Energiepreise ihre Kaufkraft schmälern werden.
Gleichzeitig nahm die Sparneigung zu. Die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen ging leicht zurück.
Hohe Energiepreise belasten Haushalte
Steigende Kosten für Energie wirken sich unmittelbar auf das verfügbare Einkommen vieler Haushalte aus.
Müssen Familien mehr Geld für Strom, Heizung oder Kraftstoff ausgeben, bleibt weniger für andere Anschaffungen und Dienstleistungen.
Das kann wiederum Einzelhandel, Gastronomie, Handwerk und andere Bereiche der Wirtschaft belasten.
Verbraucher bleiben vorsichtig
Die aktuelle Erhebung zeigt, dass viele Menschen weiterhin zurückhaltend bleiben.
Ob sich die Stimmung im weiteren Verlauf des Herbstes verbessert, dürfte unter anderem davon abhängen, wie sich Energiepreise, Inflation und Einkommen entwickeln.
Der aktuelle Wert ist jedenfalls ein deutlicher Rückschlag für die zuletzt vorsichtige Hoffnung auf eine Stabilisierung des privaten Konsums.