Berlins Katastrophenschutz weist nach Einschätzung der Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen erhebliche Lücken auf. Ihr neuer Verstößebericht untersucht den Stromausfall in Steglitz-Zehlendorf vom Januar 2026, bei dem behördliche Strukturen die besonderen Bedürfnisse Betroffener nicht ausreichend berücksichtigt hätten.

Vier Problembereiche benannt

Wie die Senatskanzlei mitteilt, kritisiert der Bericht unter anderem die mangelnde Barrierefreiheit wichtiger Informationen.

Weitere Probleme betreffen Notunterkünfte, Katastrophenschutzleuchttürme und Informationspunkte.

Menschen in Wohnungen schwer erreichbar

Kritisch bewertet wird auch die Versorgung von Menschen mit Behinderungen in Privatwohnungen.

Gemeinschaftliche Wohnformen seien ebenfalls nicht systematisch genug berücksichtigt worden.

Aufarbeitung steht in Kritik

Der Bericht bemängelt zusätzlich Defizite bei der späteren Auswertung der Großschadenslage.

Die Landesbeauftragte fordert deshalb Änderungen auf Ebene des Senats und der Bezirke.

Bericht geht ans Parlament

Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe hat den 15. Verstößebericht dem Senat vorgelegt.

Das Dokument wird nun an das Berliner Abgeordnetenhaus weitergeleitet.

Quelle

Senatskanzlei Berlin und Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Mitteilung vom 11. August 2026.