Die Ukraine will bei der Luftverteidigung unabhängiger von ausländischen Lieferungen werden.

Im Mittelpunkt stehen dabei Patriot-Abfangraketen, die vor allem für die Abwehr ballistischer Raketen von großer Bedeutung sind.

Nach einem Treffen zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump in New York teilte das ukrainische Präsidialamt mit, dass ukrainische und amerikanische Teams weiter an der Aufnahme einer Produktion von Patriot-Abfangraketen in der Ukraine arbeiten.

Patriot-System bleibt entscheidend

Das Patriot-System spielt für die ukrainische Luftverteidigung eine zentrale Rolle.

Selenskyj erklärte zuletzt, dass Patriot-Abfangraketen derzeit eines der wichtigsten Mittel gegen ballistische Raketen seien.

Bei einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte sprach er erneut über den Bedarf an zusätzlichen Abfangraketen.

Gespräche mit Raytheon laufen

Bereits im Juli hatte Selenskyj Vertreter des amerikanischen Herstellers Raytheon getroffen.

Dabei ging es ausdrücklich um Möglichkeiten einer gemeinsamen Produktion von Abfangraketen für Patriot-Systeme.

Nach Angaben des ukrainischen Präsidialamtes zeigte Raytheon Interesse an einer engeren Zusammenarbeit.

Noch keine konkreten Produktionsdaten

Wann eine Produktion tatsächlich beginnen könnte, ist bislang offen.

Auch Angaben zu möglichen Stückzahlen, Produktionsstandorten oder konkreten Lizenzbedingungen wurden bislang nicht veröffentlicht.

Die offiziellen Mitteilungen sprechen weiterhin von laufenden Arbeiten und Gesprächen.

Damit ist klar: Das Projekt ist politisch weit fortgeschritten, eine vollständige praktische Umsetzung steht aber noch aus.

Luftverteidigung bleibt eines der wichtigsten Themen

Für die Ukraine ist der Aufbau zusätzlicher Kapazitäten besonders angesichts weiterer russischer Raketen- und Drohnenangriffe von Bedeutung.

Kiew versucht deshalb, sowohl kurzfristig weitere Abfangraketen zu erhalten als auch langfristig eigene Produktionsmöglichkeiten aufzubauen.