Ein kostenloser Workshop an der Hochschule Zittau/Görlitz beschäftigt sich mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz in der Pflege. Dabei sollen nicht nur technische Möglichkeiten vorgestellt, sondern auch die Erfahrungen der Beschäftigten einbezogen werden.

Pflegekräfte arbeiten vielerorts unter hohem Zeitdruck. Digitale Anwendungen und künstliche Intelligenz versprechen Entlastung, doch ihr praktischer Nutzen hängt davon ab, ob sie im Arbeitsalltag wirklich funktionieren. Genau darüber soll am Mittwoch, dem 5. August 2026, im Zittauer CELSIUZ gesprochen werden.

Die Hochschule Zittau/Görlitz lädt von 15 bis 18 Uhr in die Äußere Oybiner Straße 16 ein. Angesprochen sind Menschen, die in der Pflege arbeiten, Einrichtungen leiten, Angehörige unterstützen oder sich grundsätzlich mit dem Thema beschäftigen.

Dokumentation und Dienstplanung im Mittelpunkt

Im ersten Teil der Veranstaltung soll erläutert werden, welche Aufgaben künstliche Intelligenz bereits heute übernehmen oder unterstützen kann. Genannt werden unter anderem die Pflegedokumentation, Dienstplanung, Kommunikation und technische Assistenzsysteme.

Gerade die Dokumentation nimmt in vielen Einrichtungen einen erheblichen Teil der Arbeitszeit in Anspruch. Digitale Lösungen könnten hier Abläufe vereinfachen. Sie dürfen jedoch keine zusätzlichen bürokratischen Hürden schaffen oder Beschäftigte mit schlecht abgestimmter Technik belasten.

Beschäftigte sollen ihre Erfahrungen einbringen

Der zweite Teil des Workshops ist als offene Diskussion geplant. Dabei soll es darum gehen, welche technischen Lösungen Pflegekräfte tatsächlich benötigen und welche Versprechen sich im Alltag bislang nicht erfüllen.

Auch Datenschutz, Haftungsfragen und der menschliche Kontakt spielen eine wichtige Rolle. Pflege lässt sich nicht auf Datensätze und automatisierte Abläufe reduzieren. Technik kann Beschäftigte unterstützen, aber persönliche Zuwendung nicht ersetzen.

Teilnahme ist kostenlos

Die Teilnahme am Workshop ist kostenfrei. Nach Angaben der Veranstalter ist auch die Verpflegung inbegriffen. Eine Anmeldung ist telefonisch oder per E-Mail beim Institut für Gesundheit, Altern und Technik der Hochschule möglich.

Für Zittau ist das Thema besonders wichtig. Die Bevölkerung wird älter, gleichzeitig steigt der Bedarf an Pflegekräften. Jede sinnvolle Entlastung kann helfen – vorausgesetzt, sie wird gemeinsam mit den Menschen entwickelt, die später damit arbeiten müssen.

Quellen

Stadt Zittau, Zittauer Stadtanzeiger, Ankündigung des Workshops „Wenn die Maschine mitdenkt – Was kann KI wirklich für die Pflege leisten?“, veröffentlicht am 12. Juli 2026.

Hochschule Zittau/Görlitz, Institut für Gesundheit, Altern und Technik, Veranstaltungsinformationen zum Workshop am 5. August 2026.