Energie belastet Haushalte in Ostdeutschland stärker als im Westen. Kaufkraftbereinigt ergibt sich ein Unterschied von 428 Euro im Jahr, weil vergleichbare Ausgaben auf niedrigere Einkommen treffen.

2.973 Euro gegenüber 2.545 Euro

Nach einer aktuellen Auswertung des Vergleichsportals Verivox liegen die hochgerechneten kaufkraftbereinigten Kosten für Wärme, Strom und Kraftstoffe in den ostdeutschen Ländern bei durchschnittlich 2.973 Euro pro Jahr. Für die westdeutschen Länder werden 2.545 Euro ausgewiesen.

Damit beträgt die Belastung im Osten rund 16 Prozent mehr als im Westen. Gegenüber dem bundesweiten Durchschnitt ergibt sich ein Unterschied von etwa 350 Euro.

Besonders stark schlagen Heiz- und Kraftstoffkosten zu Buche. Neben regionalen Preisunterschieden beeinflusst vor allem die niedrigere Kaufkraft das Verhältnis zwischen Einkommen und Energieausgaben.

Thüringen und Sachsen besonders betroffen

Thüringen liegt laut Auswertung 20 Prozent über dem bundesweiten Belastungsniveau. Für Sachsen werden 17 Prozent ausgewiesen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern liegen jeweils 16 Prozent darüber.

Damit zeigt sich erneut ein struktureller Ost-West-Unterschied, der nicht allein aus den Rechnungsbeträgen entsteht. Entscheidend ist, welchen Anteil Energie am verfügbaren Einkommen beansprucht.

Die Auswertung basiert auf den Energiekosten von Januar bis Juli 2026 und rechnet diese auf einen Jahreswert hoch. Es handelt sich daher um Vergleichswerte und nicht um tatsächliche Durchschnittsrechnungen aller Haushalte.

Quelle: Verivox