Die Preise für Holzpellets sind vor Beginn der Heizperiode deutlich gestiegen. Besonders Haushalte, die ihren Vorrat erst jetzt auffüllen, bekommen die Entwicklung zu spüren.
Bei einer typischen Liefermenge von sechs Tonnen beträgt der Durchschnittspreis im September in Nord- und Ostdeutschland 455,24 Euro je Tonne.
Im Juli waren es noch 382,04 Euro.
Damit verteuerte sich eine Tonne innerhalb von nur zwei Monaten um mehr als 70 Euro.
Sechs Tonnen kosten mehr als 2.700 Euro
Für einen Haushalt, der sechs Tonnen bestellt, bedeutet der aktuelle Durchschnittspreis Gesamtkosten von rund 2.730 Euro.
Im Juli wären für die gleiche Menge noch knapp 2.300 Euro fällig gewesen.
Auch in Mitteldeutschland und im Süden Deutschlands liegen die Preise inzwischen wieder deutlich über 450 Euro pro Tonne.
Weniger Restholz belastet den Markt
Ein wichtiger Grund für die Entwicklung ist die Situation in der Holzindustrie.
Sägewerke produzieren derzeit weniger Schnittholz. Damit fallen auch geringere Mengen an Restholz an. Genau diese Nebenprodukte sind jedoch ein wichtiger Rohstoff für die Herstellung von Pellets.
Gleichzeitig steigt im Herbst traditionell die Nachfrage, weil viele Haushalte ihre Lager für den Winter auffüllen.
Größere Bestellungen sind günstiger
Wie bei vielen Brennstoffen hängt der Preis auch bei Pellets von der bestellten Menge ab.
Bei Großlieferungen von 26 Tonnen beträgt der Septemberpreis in Nord- und Ostdeutschland durchschnittlich 438,39 Euro pro Tonne. Kleinere Mengen sind deutlich teurer.
Wer bestellen muss, sollte deshalb nicht nur den reinen Tonnenpreis vergleichen. Lieferkosten und die tatsächlich benötigte Menge können den Gesamtpreis erheblich beeinflussen.