Der Offshore-Terminal in Swinemünde könnte bereits kurz nach seinem ersten Betriebsjahr erweitert werden. ORLEN Neptun und die Hafenverwaltung haben eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet, nachdem der Standort seit seiner Eröffnung auf zunehmendes Interesse der Windkraftbranche gestoßen ist.
Terminal besteht erst seit Juni 2025
Die Anlage wurde im vergangenen Jahr als erster polnischer Installationsterminal für Offshore-Windparks eröffnet.
Von Swinemünde aus sollen insbesondere Projekte der zweiten Ausbauphase in der Ostsee unterstützt werden. Dazu zählen Baltic East und Baltic West von ORLEN.
Weitere Unternehmen nutzen Standort
Nach Angaben des Infrastrukturministeriums konnten bereits Kunden wie Ocean Winds und Smulders gewonnen werden.
Die mögliche Erweiterung ist deshalb nicht nur eine politische Zukunftsidee, sondern reagiert auf einen Markt, der größere Hafenflächen, Schwerlastkais und Lagerkapazitäten benötigt.
Polen plant bis zu 18 Gigawatt Offshore-Leistung
Die Regierung erwartet bis 2030 rund 5,9 Gigawatt Offshore-Windleistung und bis 2040 bis zu 18 Gigawatt.
Swinemünde soll innerhalb dieses Ausbaus einen bedeutenden Teil der Logistik übernehmen.
Hafenstandort verändert sein Profil
Neben LNG, Fähren und konventionellem Güterumschlag wird Offshore-Wind damit zu einem weiteren wirtschaftlichen Standbein.
Für die Region entsteht die Chance auf zusätzliche industrielle Wertschöpfung, wenn Wartung, Montage und Zulieferung dauerhaft am Standort bleiben.
Quelle:
Polnisches Infrastrukturministerium; Ministerium für Klima und Umwelt; ORLEN Neptun.