Gröditz beginnt mit der konkreten Planung seiner künftigen Wärmeversorgung. Die Leipziger aastrix GmbH erstellt dafür ein Konzept für die Kernstadt und sämtliche Ortsteile. Einwohner können sich bereits an der Bestandsanalyse beteiligen, indem sie Angaben zu ihrer derzeitigen Heizsituation machen.

Wärmeplanung umfasst Gröditz und alle Ortsteile

Wie die Stadt Gröditz in ihrem aktuellen RöderJournal mitteilt, wurde der Auftrag nach einem Ratsbeschluss und einem Ausschreibungsverfahren vergeben. Ziel ist eine klimafreundliche, bezahlbare und langfristig tragfähige Wärmeversorgung.

Das Konzept soll die örtlichen Gegebenheiten möglichst vollständig erfassen. Dabei geht es nicht allein um kommunale Gebäude, sondern auch um Wohnungswirtschaft, Industrie, Gewerbe und private Immobilien.

Eigentümer sollen Planungssicherheit bekommen

Die Wärmeplanung soll zeigen, welche Versorgungsformen in verschiedenen Bereichen der Stadt künftig technisch und wirtschaftlich sinnvoll sein könnten. Eigentümer erhalten dadurch eine Orientierung für Entscheidungen über den Austausch oder Neubau von Heizungsanlagen.

Auch für größere Investitionen von Unternehmen oder Wohnungsunternehmen soll das Konzept eine verlässlichere Grundlage schaffen. Die Stadt erhält für die gesetzlich vorgeschriebene Aufgabe finanzielle Unterstützung aus dem sächsischen Landeshaushalt.

Einwohner können Heizsituation melden

Auf der Internetseite der Stadt steht bereits ein Fragebogen zur Verfügung. Gefragt wird nach der aktuellen Heizsituation, personenbezogene Daten werden nach Angaben der Verwaltung nicht erhoben.

Die Beantwortung soll ungefähr fünf Minuten dauern. Die Ergebnisse fließen anschließend in die Bestandsanalyse des Wärmeplans ein.

Bürgerversammlung für Spätherbst geplant

Neben der digitalen Beteiligung plant Gröditz für den Spätherbst eine Bürgerversammlung. Ein konkreter Termin steht noch nicht fest.

Damit soll die kommunale Wärmeplanung nicht ausschließlich von Verwaltung und Fachplanern entwickelt werden. Auch Erfahrungen und Bedürfnisse der Einwohner sollen in das Konzept einfließen.

Quelle: Stadt Gröditz