So viele Stimmen wie noch nie
Sondershausen. Das Bürgerbudget der Stadt erreicht einen neuen Höchststand. Insgesamt 2.701 Stimmen wurden für die eingereichten Projekte abgegeben.
Von 17.143 Stimmberechtigten beteiligten sich damit 15,76 Prozent an der Abstimmung.
Die Stadt verzeichnet nach eigenen Angaben damit die höchste Beteiligung seit Einführung des Bürgerbudgets.
Zum Vergleich: 2025 wurden 1.842 Stimmen abgegeben, 2024 waren es 1.894 und 2023 insgesamt 2.261.
Kneipp-Becken gewinnt deutlich
Die meisten Stimmen erhielt ein Projekt aus Schernberg.
Mit genau 500 Stimmen setzte sich der Vorschlag für die Errichtung eines Tret- und Kneipp-Beckens auf Platz eins.
Auf Rang zwei folgt die Renovierung des Sportplatzes beziehungsweise Sportlerhäuschens in Großberndten mit 339 Stimmen.
Den dritten Platz erreichte die Erneuerung der Einfriedung am Sportplatz Berka mit 294 Stimmen.
Sechs Projekte werden berücksichtigt
Insgesamt sollen sechs Vorschläge im Haushalt 2027 berücksichtigt werden:
1. Tret- und Kneipp-Becken in Schernberg – 500 Stimmen 2. Renovierung des Sportplatzes und Sportlerhäuschens in Großberndten – 339 Stimmen 3. Erneuerung der Einfriedung am Sportplatz Berka – 294 Stimmen 4. Multifunktionshütte am Sportzentrum „Am Göldner“ – 283 Stimmen 5. Renovierung des Dorfgemeinschaftshauses Himmelsberg – 257 Stimmen 6. Reinigungsmaschine für das Dorfgemeinschaftshaus Großfurra – 162 Stimmen
Besonders auffällig ist, dass mehrere Ortsteile vom Ergebnis profitieren.
Stadt legt 1.790 Euro drauf
Für das Bürgerbudget stehen regulär 50.000 Euro pro Jahr zur Verfügung.
Die Gesamtkosten der sechs Gewinnerprojekte liegen allerdings bei 51.790 Euro.
Damit wird das Budget um 1.790 Euro überschritten.
Nach Rücksprache zwischen Stadtverwaltung und anwesenden Stadträten übernimmt die Stadt die zusätzliche Summe.
Damit können alle sechs erfolgreichen Projekte umgesetzt werden.
18 Vorschläge eingereicht
Der Weg zum Bürgerbudget begann bereits im Frühjahr.
Bis Ende Mai konnten Bürger Vorschläge einreichen. Insgesamt gingen 18 Anträge ein.
Nach Prüfung durch die Verwaltung wurden 14 Projekte zur Abstimmung zugelassen.
Vom 1. August bis zum 13. September konnten die Sondershäuser anschließend ihre Stimmen abgeben.
Online und Papier fast gleichauf
Interessant ist auch die Art der Stimmabgabe.
1.365 Stimmen wurden online abgegeben.
Weitere 1.336 Stimmen kamen über klassische Abstimmungsformulare zusammen.
Damit entfielen rund 51 Prozent auf die Online-Abstimmung und 49 Prozent auf Papier.
Beide Abstimmungswege wurden damit nahezu gleich stark genutzt.
Deutlich mehr Beteiligung als in den Vorjahren
Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt einen klaren Anstieg.
2023 lag die Beteiligung bei 12,87 Prozent.
2024 waren es 10,82 Prozent und 2025 noch 10,68 Prozent.
Mit 15,76 Prozent wurde 2026 nun ein neuer Höchststand erreicht.
Für die Stadt ist das ein Hinweis darauf, dass das Bürgerbudget inzwischen deutlich stärker wahrgenommen wird.
Bürger entscheiden über konkrete Projekte
Das Prinzip des Bürgerbudgets ist einfach: Einwohner schlagen Projekte vor und entscheiden anschließend selbst darüber, welche Vorhaben finanziert werden sollen.
Dabei geht es häufig um vergleichsweise kleine Investitionen mit unmittelbarer Wirkung vor Ort.
Gerade die diesjährigen Gewinner zeigen das deutlich: Sportplätze, Dorfgemeinschaftshäuser, Freizeitangebote und kleinere Infrastrukturprojekte stehen im Mittelpunkt.
Mit den sechs Siegerprojekten fließen die Mittel diesmal vor allem in die Ortsteile und in das Sportzentrum „Am Göldner“.