Swinemünde finanziert einen wachsenden Teil seiner Investitionen mit externen Fördermitteln. Seit Mai 2024 hat die Stadt fast 188,5 Millionen Złoty eingeworben, während der Gesamtwert der damit verbundenen Projekte inzwischen mehr als 270,7 Millionen Złoty erreicht.
Wohnungsbau bekommt größten Anteil
Besonders stark profitieren kommunale Wohnungsprojekte. Nach Angaben der Stadt erhielt TBS Lokum 28,7 Millionen Złoty für Neubauten an der Szwedzka-Straße und weitere 27,7 Millionen für Wohnungen an der Okólna-Straße.
Allein diese beiden Projekte kommen damit auf mehr als 56 Millionen Złoty Förderung. Ihr Gesamtvolumen übersteigt 70 Millionen Złoty.
Für eine Stadt mit hohen Immobilienpreisen und starkem touristischem Druck ist der kommunale Wohnungsbau von besonderer Bedeutung. Dauerhaft Beschäftigte konkurrieren auf dem Markt teilweise mit Ferienwohnungen und touristischer Nutzung.
Geld fließt auch in Sicherheit und Infrastruktur
Die Förderbilanz umfasst nach Angaben der Stadt zusätzlich Projekte für Verkehr, Sicherheit und soziale Angebote. Damit verteilt sich die Finanzierung nicht auf ein einzelnes Prestigeprojekt.
Swinemünde versucht vielmehr, mehrere strukturelle Engpässe gleichzeitig anzugehen: bezahlbaren Wohnraum, Verkehr, öffentliche Gebäude und soziale Versorgung.
Investitionsvolumen wächst deutlich
Das Verhältnis zeigt zugleich, wie stark kommunale Investitionen inzwischen von Förderprogrammen abhängen.
Ohne Zuschüsse müsste ein wesentlich größerer Anteil aus dem städtischen Haushalt finanziert oder über Kredite und andere Finanzierungsformen gedeckt werden.
Quelle:
Stadt Świnoujście, Bilanz der eingeworbenen Fördermittel 2024 bis 2026.