Die Finanzierung des Rettungsdienstes bleibt für Märkisch-Oderland ein ungelöstes Problem. Der Landkreis und die Krankenkassen arbeiten weiter an einer neuen Berechnungssystematik für die tatsächlich entstehenden Kosten.

Hintergrund ist ein Konflikt über sogenannte Festbeträge.

Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten derzeit nach Angaben des Landkreises nicht die vollständigen satzungsgemäßen Kosten.

Kreisgesellschaft gerät unter Druck

Der Rettungsdienst wird im Landkreis über eine kreiseigene Gesellschaft organisiert.

Wenn die tatsächlichen Kosten dauerhaft höher sind als die Zahlungen der Krankenkassen, entsteht eine Finanzierungslücke.

Diese belastet am Ende den öffentlichen Haushalt.

Patienten sollen nicht zwischen die Fronten geraten

Zwischenzeitlich waren Differenzbeträge gegenüber Patienten ein politisch und rechtlich schwieriges Thema.

Während einer vereinbarten Friedenspflicht wurden solche zusätzlichen Gebührenbescheide ausgesetzt.

Damit sollte verhindert werden, dass Versicherte unmittelbar in den Finanzierungsstreit zwischen Landkreis und Krankenkassen geraten.

Neue Kalkulationsmethode gesucht

Landkreise und Krankenkassen wollen nun eine weiterentwickelte Berechnungsgrundlage erarbeiten.

Vertreten wird Märkisch-Oderland dabei unter anderem durch den Geschäftsführer des Rettungsdienstes.

Für Strausberg ist das Thema besonders relevant, weil Rettungsdienst und neues Feuerwehrtechnisches Zentrum hier wichtige Standorte besitzen.

Eine dauerhafte Lösung ist deshalb nicht nur eine Haushaltsfrage, sondern eine Voraussetzung für verlässliche Notfallversorgung.

Quellen

Landkreis Märkisch-Oderland – Finanzierung des Rettungsdienstes und Gespräche mit den Krankenkassen.