Für die Kindertagesstätte „Rasselbande“ im Sondershäuser Ortsteil Oberspier beginnt heute die letzte dreiwöchige Betriebsphase. Am 31. August wird die Einrichtung geschlossen. Der Stadtrat hatte diese Entscheidung bereits im Mai getroffen. Hauptgründe sind langfristig sinkende Kinderzahlen, geringe Auslastung und erheblicher Sanierungsbedarf am Gebäude.

Die Kita verfügt über 24 Plätze. Derzeit werden dort lediglich 14 Kinder betreut.

Vier von ihnen wechseln mit dem Ende des Kindergartenjahres in die Schule. Ohne die Schließung wären ab September nach Angaben der Stadt nur noch zehn Kinder in der Einrichtung verblieben. Weitere Anmeldungen liegen derzeit nicht vor.

Prognose sagte Rückgang bereits vor Jahren voraus

Die Entwicklung kommt nicht völlig überraschend.

Eine Kita-Bedarfsprognose aus dem Jahr 2020 hatte für Sondershausen langfristig sinkende Kinderzahlen bis 2030 vorausgesagt. Die Stadt passt ihre Betreuungskapazitäten deshalb schrittweise an.

Gerade in kleineren Ortsteilen kann das allerdings erhebliche Folgen haben, weil mit einer Kita auch ein wichtiger sozialer Treffpunkt verloren geht.

Kinder bekommen andere Plätze – Personal bleibt beschäftigt

Für alle verbleibenden Kinder seien wohnortnahe Alternativplätze gefunden worden.

Auch betriebsbedingte Kündigungen soll es nicht geben. Das pädagogische Personal kann vollständig in anderen kommunalen Einrichtungen weiterbeschäftigt werden.

Die Stadt verweist zugleich darauf, weiter in größere Einrichtungen zu investieren, darunter der Ersatzneubau der Kita „Anne Frank“.

Quellen

Stadt Sondershausen Stadtrat Sondershausen

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