Erfurt. Zum heutigen Weltkindertag zeigen neue Bevölkerungszahlen, wie deutlich sich die Altersstruktur Thüringens verändert. Ende 2025 lebten im Freistaat 255.038 Kinder unter 15 Jahren.
Das waren 8.791 Kinder weniger als ein Jahr zuvor. Innerhalb eines Jahres verringerte sich ihre Zahl damit um 3,3 Prozent.
Nur noch 12,3 Prozent sind jünger als 15 Jahre
Kinder unter 15 Jahren machten Ende vergangenen Jahres noch 12,3 Prozent der Thüringer Bevölkerung aus. Ende 2024 waren es 12,6 Prozent.
Damit liegt Thüringen unter dem bundesweiten Wert. Deutschlandweit gehörten Ende 2025 rund 13,8 Prozent der Bevölkerung zur Altersgruppe unter 15 Jahren. Der Abstand zwischen Thüringen und dem Bundesdurchschnitt beträgt damit 1,5 Prozentpunkte.
Von den 255.038 Kindern waren 124.210 Mädchen. Das entspricht einem Anteil von 48,7 Prozent.
Die Zahlen stammen vom Thüringer Landesamt für Statistik und wurden anlässlich des Weltkindertages veröffentlicht.
Sinkende Kinderzahlen verändern den Bedarf vor Ort
Die Entwicklung ist für Thüringen nicht nur eine statistische Größe. Weniger Kinder verändern langfristig den Bedarf an Kindertagesstätten, Schulen, Freizeitangeboten und öffentlichen Einrichtungen.
Besonders kleinere Städte und Gemeinden stehen damit vor der Frage, wie Angebote trotz sinkender Jahrgangsstärken wohnortnah erhalten werden können. Gleichzeitig unterscheiden sich die Entwicklungen regional. Während einzelne Städte und ihr Umland stabil bleiben oder wachsen, verlieren andere Regionen Einwohner.
Der Rückgang innerhalb nur eines Jahres zeigt jedoch, dass die demografische Entwicklung längst auch die jüngsten Altersgruppen erreicht hat.
Der Weltkindertag lenkt damit in Thüringen nicht nur den Blick auf die Interessen und Rechte von Kindern. Die aktuellen Zahlen zeigen zugleich, wie stark die Zahl junger Menschen im Freistaat zurückgeht.