Nach dem Wohnhausbrand in der Schweriner Feldstadt gibt es zumindest bei der Statik Entwarnung. Die Bauaufsicht hat das beschädigte Eckgebäude Brunnenstraße 21 an der Seestraße untersucht und festgestellt, dass keine Einsturzgefahr besteht. Bewohnbar ist das Haus trotzdem nicht: Alle sechs Wohnungen bleiben bis auf Weiteres gesperrt.

Die Standsicherheit des Gebäudes ist nach Auswertung der Schäden gegeben.

Allerdings besteht weiterhin Gefahr durch lose Bauteile.

Fenster und Glasscherben können herabfallen

Nach Angaben der Stadt betrifft das vor allem zerstörte Fenster.

Sowohl einzelne Glasteile als auch ganze Fenster beziehungsweise Fensterelemente könnten sich lösen und aus den oberen Geschossen auf Straße oder Hof fallen.

Zum Schutz wurde auf der Straßenseite deshalb bereits ein Bauzaun aufgestellt.

Passanten sollten den abgesperrten Bereich meiden.

Wohnungen wegen Brandgasen nicht zugänglich

Für die Mieter bedeutet die positive statische Bewertung noch keine Rückkehr.

Die Wohnungen dürfen bis auf Weiteres nicht betreten werden.

Grund dafür sind Verunreinigungen infolge des Feuers, beispielsweise durch Brandgase.

Solche Rückstände können sich in Räumen, Möbeln und Baustoffen ablagern und müssen zunächst fachlich bewertet beziehungsweise beseitigt werden.

Sechs Wohnungen derzeit nicht nutzbar

In dem vom Brand betroffenen Haus befinden sich insgesamt sechs Wohnungen.

Keine davon kann derzeit genutzt werden.

Damit sind elf Mieter unmittelbar von den Folgen des Brandes betroffen.

Nach Angaben der Stadt sind sie aktuell bei Verwandten und Bekannten untergekommen.

WGS hilft bei Bedarf bei Wohnungssuche

Sollte eine Rückkehr in das Gebäude länger nicht möglich sein, will die Wohnungsgesellschaft Schwerin Unterstützung anbieten.

Die WGS werde den betroffenen Mietern bei Bedarf bei der Suche nach Ersatzwohnraum helfen, teilte die Stadt mit.

Wie lange die Wohnungen tatsächlich unbewohnbar bleiben, ist derzeit noch offen.

Das dürfte unter anderem davon abhängen, wie stark einzelne Räume durch Rauch, Ruß oder Löschwasser belastet wurden und welche Sanierungsarbeiten notwendig sind.

Polizei untersucht weiter die Brandursache

Noch ist auch die kriminaltechnische Arbeit am Gebäude nicht vollständig abgeschlossen.

Nach Ende der Beweisaufnahme durch Polizei und Brandursachenermittler sollen die Türen im Erdgeschoss zunächst provisorisch verschlossen werden.

Damit bleibt der Brandort vorerst gesichert.

Eine abschließende Ursache des Feuers nennt die neue Mitteilung der Stadt nicht.

Keine Einsturzgefahr – aber erhebliche Folgen

Die wichtigste Nachricht für Anwohner ist damit zweigeteilt.

Das Gebäude selbst ist nach Prüfung der Bauaufsicht standsicher und muss nach jetzigem Stand nicht wegen akuter Einsturzgefahr geräumt oder abgetragen werden.

Für die Bewohner bleiben die Folgen dennoch erheblich.

Sie können nicht in ihre Wohnungen zurück, persönliche Gegenstände sind vorerst nur eingeschränkt erreichbar und es ist noch unklar, wann eine Wiederbelegung möglich sein wird.

Stadt sichert Umfeld

Neben dem Bauzaun müssen nun vor allem lose Gebäudeteile gesichert werden.

Erst wenn von Fassade und Fenstern keine Gefahr mehr ausgeht und die Untersuchungen im Inneren abgeschlossen sind, können weitere Schritte folgen.

Für die elf Bewohner beginnt damit nach dem eigentlichen Feuer nun die Phase der Schadensaufnahme und möglichen Sanierung.

Quellen

Landeshauptstadt Schwerin: Pressemitteilung „Nach Wohnhausbrand in der Feldstadt: Wohnungen nicht nutzbar / Gebäude nicht einsturzgefährdet“, 7. August 2026