Wahlabend in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern

Erste Prognosen: Linke in Berlin vorn – AfD liegt in Mecklenburg-Vorpommern vor SPD

Die ersten ARD-Prognosen sind da: In Berlin erreicht die Linke 24,5 Prozent und liegt vor CDU, AfD und Grünen. In Mecklenburg-Vorpommern kommt die AfD auf 37 Prozent und liegt knapp vor der SPD mit 35,5 Prozent. Mehrere Parteien bewegen sich zugleich unmittelbar an der Fünf-Prozent-Hürde.

Von Frank Deutschländer 3 Min. Lesezeit

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Prognosen zur Berlin-Wahl und Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September 2026
Prognosen zur Berlin-Wahl und Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September 2026 Foto: Ostdeutsche Zeitung

Berlin: Linke laut Prognose bei 24,5 Prozent

Kurz nach Schließung der Wahllokale zeichnet die erste ARD-Prognose für Berlin ein deutlich verändertes Kräfteverhältnis im Abgeordnetenhaus.

Die Linke kommt nach der um 18 Uhr veröffentlichten Prognose von infratest dimap auf 24,5 Prozent. Bei der Wiederholungswahl 2023 hatte sie 12,2 Prozent erreicht. Das entspricht einem Zuwachs von 12,3 Prozentpunkten.

Die CDU erreicht 20 Prozent. 2023 waren es noch 28,2 Prozent. Damit verliert sie nach der Prognose 8,2 Prozentpunkte.

Dahinter folgen:

• AfD: 16,0 Prozent • Grüne: 15,0 Prozent • SPD: 12,0 Prozent • BSW: 5,0 Prozent • FDP: 2,5 Prozent • Sonstige: 5,0 Prozent

Die AfD verbessert sich damit gegenüber ihren 9,1 Prozent bei der Wiederholungswahl 2023 um 6,9 Prozentpunkte. Die Grünen verlieren gegenüber 18,4 Prozent im Jahr 2023. Auch die SPD liegt deutlich unter ihrem damaligen Ergebnis von 18,4 Prozent.

BSW in Berlin genau an der Fünf-Prozent-Marke

Besondere Aufmerksamkeit richtet sich am Wahlabend auf das BSW. Die Partei wird in der ersten Prognose mit genau 5,0 Prozent ausgewiesen.

Ob sie tatsächlich ins Abgeordnetenhaus einzieht, lässt sich aus der Prognose noch nicht ableiten. Dafür werden die kommenden Hochrechnungen und schließlich das amtliche Ergebnis entscheidend sein.

Die FDP liegt mit 2,5 Prozent nach der ersten Prognose deutlich unter der Fünf-Prozent-Hürde.

Mecklenburg-Vorpommern: AfD bei 37 Prozent

Auch in Mecklenburg-Vorpommern liegt seit 18 Uhr die erste Prognose vor. Dort kommt die AfD auf 37,0 Prozent, die SPD auf 35,5 Prozent. Der Abstand beträgt damit zunächst lediglich 1,5 Prozentpunkte.

Bei der Landtagswahl 2021 hatte die SPD noch 39,6 Prozent erreicht, die AfD 16,7 Prozent. Gegenüber diesem Ergebnis verliert die SPD nach der ersten Prognose 4,1 Prozentpunkte, während die AfD um 20,3 Punkte zulegt.

Mit deutlichem Abstand folgen:

• Linke: 7,5 Prozent • CDU: 5,5 Prozent • Grüne: 5,5 Prozent • BSW: 5,0 Prozent • FDP: 1,2 Prozent • Sonstige: 2,8 Prozent

Drei Parteien in MV unmittelbar an der Fünf-Prozent-Hürde

Für die Zusammensetzung des neuen Schweriner Landtages ist damit noch vieles offen. CDU und Grüne werden in der ersten Prognose mit jeweils 5,5 Prozent ausgewiesen. Das BSW steht bei 5,0 Prozent. Der NDR weist deshalb darauf hin, dass alle drei Parteien um den Einzug in den Landtag bangen müssen.

Gerade Veränderungen von wenigen Zehntelprozentpunkten können im weiteren Verlauf des Wahlabends deshalb erhebliche Auswirkungen auf die Sitzverteilung haben.

Die FDP kommt nach der Prognose auf lediglich 1,2 Prozent und läge damit deutlich unter der Fünf-Prozent-Hürde.

Deutliche Verschiebungen gegenüber 2021 in Mecklenburg-Vorpommern

Bei der vergangenen Landtagswahl hatte die CDU in Mecklenburg-Vorpommern noch 13,3 Prozent erreicht. Die erste Prognose sieht sie nun bei 5,5 Prozent.

Die Linke sinkt von 9,9 auf 7,5 Prozent, die Grünen von 6,3 auf 5,5 Prozent. Die FDP, die 2021 mit 5,8 Prozent in den Landtag eingezogen war, wird aktuell mit 1,2 Prozent prognostiziert.

Die bislang regierende Koalition aus SPD und Linken kommt in der ersten Prognose zusammen auf 43 Prozent der Stimmen. Wie sich daraus die Mehrheitsverhältnisse im Parlament ergeben, hängt unter anderem davon ab, welche Parteien die Fünf-Prozent-Hürde tatsächlich überwinden.

Themen: Mecklenburg-VorpommernBerlinAfDBerlin-Wahl 2026AbgeordnetenhauswahlSPDCDULinkeGrüneSchwerinFDPBSWWahl 2026Landtagswahl Mecklenburg-VorpommernPrognose

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