Berlin/Schwerin. In Berlin und Mecklenburg-Vorpommern werden an diesem Sonntag neue Landesparlamente gewählt. Die Wahllokale öffnen um 8 Uhr und schließen um 18 Uhr. Danach beginnt unmittelbar die Auszählung.
In Berlin entscheiden die Wähler über die Zusammensetzung des 20. Abgeordnetenhauses. Gleichzeitig werden die zwölf Bezirksverordnetenversammlungen neu gewählt. Nach Abschluss der Wahlverzeichnisse sind 2.487.318 Menschen zur Abgeordnetenhauswahl berechtigt.
Erstmals dürfen 16- und 17-Jährige mitwählen
Eine wesentliche Neuerung betrifft das Wahlalter. Bei einer Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus dürfen erstmals auch 16- und 17-jährige Deutsche ihre Stimme abgeben. Die Zahl der Wahlberechtigten liegt dadurch um 55.546 höher als bei der Wahl 2023.
Die Briefwahl spielt erneut eine große Rolle. Bis zum Abschluss der Wahlverzeichnisse wurden 823.215 Wahlscheine ausgestellt. Das entspricht 33,9 Prozent der Wahlberechtigten.
Nach 18 Uhr werden die Stimmen in 2.542 Wahllokalen und 1.572 Briefwahllokalen ausgezählt. Der Berliner Landeswahlleiter will im Laufe des Abends fortlaufend Ergebnisse veröffentlichen. Das vorläufige Gesamtergebnis wird in der Nacht erwartet.
Rund 1,3 Millionen Wahlberechtigte in Mecklenburg-Vorpommern
Auch Mecklenburg-Vorpommern wählt heute einen neuen Landtag. Rund 1,3 Millionen Bürgerinnen und Bürger sind zur Abstimmung aufgerufen. Insgesamt kandidieren 402 Personen.
Regulär sind 71 Mandate zu vergeben. Mecklenburg-Vorpommern ist in 36 Wahlkreise eingeteilt. 19 Parteien treten mit Landeslisten an. Rund 18.000 Wahlhelfer unterstützen die Durchführung und Auszählung.
Jeder Wähler hat zwei Stimmen. Mit der Erststimme wird über die Direktkandidaten in den Wahlkreisen entschieden. Die Zweitstimme bestimmt maßgeblich die Zusammensetzung des Landtages.
Die Landeswahlleitung will ab etwa 19 Uhr erste Ergebnisse veröffentlichen. Während der Auszählung sollen die Daten fortlaufend aktualisiert werden.
Damit richtet sich der politische Blick an diesem Sonntag auf zwei ostdeutsche Länder. Belastbare Aussagen über die Zusammensetzung der neuen Parlamente sind erst mit fortschreitender Auszählung möglich.