Pritzwalk verabschiedet Knieper- und Regionalmarkt nach vier Jahren
In Pritzwalk geht eine regionale Veranstaltungstradition zu Ende. Am 21. November 2026 findet der Knieper- und Regionalmarkt zum letzten Mal statt. Die Stadt und der Tourismusverein beenden das Veranstaltungsformat, weil die Zahl der Produzenten und Anbieter zurückgegangen ist. Zum Abschied gibt es Knieperkohl, regionale Spezialitäten, Handwerkskunst und Musik.
Pritzwalk. Der Knieper- und Regionalmarkt in Pritzwalk findet in diesem Jahr zum letzten Mal statt. Am Samstag, 21. November 2026, eröffnen die Stadt und der Tourismusverein Pritzwalk und Umgebung die Knieperkohlsaison 2026/2027 mit einem abschließenden Markt. Nach vier Jahren wird die Veranstaltungsreihe eingestellt, weil sich immer weniger Produzenten und Händler daran beteiligen.
Für Liebhaber des traditionellen Prignitzer Kohlgerichts bietet sich damit eine letzte Gelegenheit, den Beginn der Kniepersaison in der gewohnten Marktatmosphäre zu feiern. Aufgrund der Bauarbeiten am Kulturhaus findet die Veranstaltung diesmal in der VK-Eventhalle statt.
Weniger Anbieter führen zum Ende der Veranstaltungsreihe
Die Entscheidung, den Knieper- und Regionalmarkt einzustellen, haben die Stadt Pritzwalk und der Tourismusverein gemeinsam getroffen.
Seit vier Jahren wird die Eröffnung der Knieperkohlsaison mit einem Markt gefeiert. Im Mittelpunkt stehen regionale Lebensmittel, kulinarische Spezialitäten und Produkte aus der Prignitz.
Nach Angaben der Stadtverwaltung ist die Zahl der teilnehmenden Produzenten und Anbieter in den vergangenen Jahren jedoch zurückgegangen.
Damit fehlen zunehmend die Voraussetzungen, um den Markt in seiner bisherigen Form fortzuführen.
Die Veranstalter haben deshalb entschieden, die Reihe nach der diesjährigen Saisoneröffnung zu beenden.
Das bedeutet allerdings nicht, dass der Knieperkohl aus Pritzwalk verschwindet. Die traditionelle Spezialität soll auch künftig in der Region erhältlich bleiben.
Lediglich die gemeinsame Saisoneröffnung mit einem eigenen Regionalmarkt wird nicht fortgesetzt.
Knieperkohl gehört zur kulinarischen Tradition der Prignitz
Der Knieperkohl gilt als eine der bekanntesten regionalen Spezialitäten der Prignitz.
Das traditionelle Gericht besteht aus einer Mischung verschiedener Kohlsorten, insbesondere Weißkohl, Grünkohl und Markstammkohl. Die Zutaten werden fermentiert und anschließend auf unterschiedliche Weise zubereitet.
Knieperkohl wird häufig mit Kasseler, Schweinefleisch oder Knacker serviert. Dazu gehören traditionell Kartoffeln.
Für die Prignitz ist das Gericht weit mehr als eine saisonale Mahlzeit. Es steht für die regionale Esskultur und wird besonders in den Herbst- und Wintermonaten angeboten.
Auch der Pritzwalker Knieper- und Regionalmarkt hatte das Ziel, diese Tradition einem breiten Publikum näherzubringen und gleichzeitig regionale Betriebe zu unterstützen.
Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe werden mehrere Anbieter die Spezialität noch einmal frisch zubereiten.
Drei Anbieter servieren Knieperkohl
Besucher können sich am 21. November auf verschiedene Kniepergerichte freuen.
Nach Angaben der Stadtverwaltung übernehmen die Neudorfer Fleischerei, die Fleischerei Hildebrandt und die Gaststätte „Zur alten Mälzerei“ die kulinarische Versorgung mit dem traditionellen Kohlgericht.
Daneben werden weitere regionale und überregionale Produkte angeboten.
Auch Handwerkskunst gehört zum Programm.
Damit soll der letzte Markt noch einmal die Verbindung zwischen regionaler Küche, handwerklichen Erzeugnissen und dem gesellschaftlichen Leben in der Prignitz zeigen.
Bürgermeister eröffnet Markt um 10.30 Uhr
Der Knieper- und Regionalmarkt beginnt am Samstag, 21. November, um 10.30 Uhr.
Die offizielle Eröffnung übernehmen Pritzwalks Bürgermeister Dr. Ronald Thiel und Jean Duwe vom Tourismusverein Pritzwalk und Umgebung.
Auch der Knieperfuchs, die bekannte Figur der Veranstaltung, wird beim letzten Markt dabei sein.
Durch das Programm führt Moderator Fred Pogalski.
Für die musikalische Unterhaltung sorgen die Löcknitztaler Musikanten und die Tetschendorfer Schlossbläser.
Die Besucher können an den Marktständen einkaufen, regionale Produkte entdecken und das traditionelle Gericht in geselliger Atmosphäre genießen.
Letzte Gelegenheit für Marktbesuch in gewohnter Form
Der diesjährige Markt wird durch Pro Agro, den Verband zur Förderung des ländlichen Raumes in der Region Brandenburg-Berlin, sowie durch das Land Brandenburg und die Europäische Union unterstützt.
Die Veranstalter verbinden mit dem letzten Markttag noch einmal die Einladung, die regionale Esskultur kennenzulernen und die beteiligten Händler und Gastronomen zu unterstützen.
Mit dem Ende des Knieper- und Regionalmarktes verliert Pritzwalk zwar ein saisonales Veranstaltungsformat. Die kulinarische Tradition selbst soll jedoch erhalten bleiben.
Am 21. November haben Besucher noch einmal Gelegenheit, den Beginn der Knieperkohlsaison gemeinsam mit Händlern, Musikern und Gastronomen zu feiern.