Die geplante Anlage soll aus 52 Elektrolysemodulen bestehen. Ihre Produktionskapazität liegt bei 25.220 Normkubikmetern Wasserstoff pro Stunde, während die Inbetriebnahme für August 2029 vorgesehen ist.
ENERTRAG plant 130 Megawatt Elektrolyseleistung
Wie das Landesamt für Umwelt Brandenburg mitteilt, hat ENERTRAG die immissionsschutzrechtliche Genehmigung für den Bau und Betrieb der Anlage beantragt. Errichtet werden soll sie auf mehreren Grundstücken in der Gemarkung Prenzlau.
Neben den 52 Niederdruck-Elektrolysemodulen sind technische Einrichtungen zur Wasseraufbereitung, Gaskühlung, Reinigung, Verdichtung und Übergabe des erzeugten Wasserstoffs vorgesehen. Die Gesamtleistung der Elektrolyse soll 130 Megawatt erreichen.
Wasserstoff soll ins Kernnetz eingespeist werden
Ein Teil des Wasserstoffs soll an einer Abfüllstation in Trailer gefüllt und anschließend per Lastwagen transportiert werden. Darüber hinaus plant ENERTRAG eine separat zu errichtende unterirdische Hochdruckleitung, über die Wasserstoff in das bundesweite Wasserstoffkernnetz eingespeist werden soll.
Für die Produktion werden nach den Antragsunterlagen rund 30 Kubikmeter Trinkwasser pro Stunde benötigt. Bei der Aufbereitung sollen etwa 8,5 Kubikmeter Prozessabwasser je Stunde entstehen und in das Prenzlauer Abwassernetz eingeleitet werden.
Bürger können Einwendungen einreichen
Die Genehmigungsunterlagen sind vom 12. August bis einschließlich 11. September öffentlich zugänglich. Einwendungen gegen das Vorhaben können noch bis einschließlich 12. Oktober beim Landesamt für Umwelt Brandenburg oder bei der unteren Wasserbehörde des Landkreises Uckermark erhoben werden.
Sollten fristgerechte Einwendungen eingehen, kann anschließend eine Onlinekonsultation stattfinden. Die geplante Wasserstoffanlage gehört damit zu den größeren industriellen Energieprojekten, die derzeit für den Standort Prenzlau vorbereitet werden.
Quelle: Landesamt für Umwelt Brandenburg, Landkreis Uckermark