BERLIN. Rund 188.000 Euro hat das Bundesfinanzministerium seit dem Amtsantritt von Lars Klingbeil für externe Fotografen und visagistische Dienstleistungen ausgegeben. Das geht aus einer Antwort des Ministeriums auf eine parlamentarische Anfrage hervor.
Der größte Teil der Summe entfällt auf externe Fotografen, die Termine des Bundesfinanzministers begleiten und für die Öffentlichkeitsarbeit des Ministeriums Bilder produzieren.
Mehr als 165.000 Euro für Fotografen
Für externe Fotografen fielen im Jahr 2025 ab dem 6. Mai Kosten von 78.436 Euro an. Im laufenden Jahr summierten sich die Ausgaben bis zum 24. September auf weitere 86.599 Euro.
Damit wurden in dem betrachteten Zeitraum insgesamt 165.035 Euro für externe fotografische Leistungen ausgegeben.
Hinzu kommen Kosten für visagistische Dienstleistungen.
Mehr als 22.000 Euro für Visagisten
Für entsprechende Leistungen wurden 2025 insgesamt 9.078 Euro abgerechnet. Bis zum 24. September 2026 kamen weitere 13.578 Euro hinzu.
Zusammengenommen ergeben sich damit 22.656 Euro für visagistische Dienstleistungen.
Fotografen und Visagisten kosteten das Ministerium in dem betrachteten Zeitraum damit insgesamt rund 187.700 Euro.
Zahlen nach parlamentarischer Anfrage veröffentlicht
Bekannt wurden die Angaben durch eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Hauke Finger. Die Antwort erfolgte durch den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Dennis Rohde.
Finger kritisierte die Höhe der Ausgaben und stellte sie in Zusammenhang mit den Debatten über Haushaltsdisziplin und staatliche Ausgaben.
Bei den genannten Beträgen handelt es sich allerdings nicht um private Ausgaben Klingbeils, sondern um aus dem Haushalt des Bundesfinanzministeriums finanzierte Dienstleistungen im Rahmen seiner Amtsausübung und Öffentlichkeitsarbeit.
Öffentlichkeitsarbeit von Ministerien regelmäßig in der Kritik
Ausgaben von Bundesministerien für Fotografen, Friseure oder Visagisten sorgen immer wieder für politische Diskussionen. Die Bundesregierung und einzelne Ministerien begründen solche Leistungen üblicherweise mit professioneller Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei öffentlichen Auftritten, Reisen und Veranstaltungen.
Kritiker stellen dagegen regelmäßig die Frage, welche Ausgaben für die öffentliche Darstellung politischer Amtsträger notwendig und angemessen sind.
Auch im aktuellen Fall dürfte die Höhe der Kosten die Debatte über den Umgang mit Steuergeld erneut anfachen.