Historischer Vortragsabend am 5. Oktober

Perleberg im Wandel der Jahrhunderte: Museum zeigt seltene Stadtansichten

Wie hat sich Perleberg vom Mittelalter bis in die Moderne verändert? Das Stadt- und Regionalmuseum öffnet für einen reich bebilderten Vortragsabend seine umfangreiche Sammlung historischer Stadtansichten. Zu sehen sind Gemälde, Drucke und Fotografien, darunter zahlreiche selten gezeigte Aufnahmen.

Von Helena Markwardt 2 Min. Lesezeit

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Historische Ansicht der Perleberger Altstadt
Historische Ansicht der Perleberger Altstadt Foto: Rolandstadt Perleberg

Eine Stadt verändert ihr Gesicht

Perlebergs Altstadt hat ihr Erscheinungsbild über Jahrhunderte immer wieder verändert. Häuser verschwanden, Fachwerkbauten wurden durch Steinbauten ersetzt, andere Gebäude wiederum später neu gestaltet. Jede Epoche hinterließ ihre eigenen architektonischen Spuren.

Eine wesentliche Konstante blieb jedoch erhalten: der mittelalterliche Stadtgrundriss. Er wurde maßgeblich durch den Verlauf der Stepenitz geprägt und geht auf die Zeit um das Jahr 1200 zurück, als an dieser Stelle mit dem Aufbau einer deutschen Stadt begonnen wurde.

Wie stark sich Perleberg seitdem verändert hat, zeigt das Stadt- und Regionalmuseum am Montag, 5. Oktober, um 19 Uhr bei einem Vortragsabend unter dem Titel „Perleberger Stadtansichten – die Hauptstadt der Prignitz im Wandel der Zeit“.

Referent ist der wissenschaftliche Mitarbeiter Torsten Foelsch. Der Vortrag wird nach Angaben des Museums auf vielfachen Wunsch wiederholt.

Stadtgeschichte auf Gemälden und Kupferstichen

Das Museum verfügt über eine umfangreiche Sammlung sogenannter Veduten. Darunter befinden sich Gemälde, Steindrucke und Kupferstiche, die das Erscheinungsbild Perlebergs vom späten 16. Jahrhundert bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts dokumentieren.

Aus früheren Jahrhunderten existieren für Perleberg dagegen keine authentischen fotografischen Bildzeugnisse. Erst mit dem Aufkommen der Fotografie änderte sich das grundlegend.

Die ersten Fotografen dokumentierten Perleberg ab 1862

Ab 1862 hielten die beiden ersten Perleberger Fotografen Hermann Schulla und Adolph Zeisig das Stadtbild systematisch fest.

Später folgten Theodor Graefe, Wilhelm Ratig, Max Zeisig und Hans Eylert. Ihre Arbeiten bilden heute einen wichtigen Teil des umfangreichen Fotoschatzes des Museums. Zahlreiche Straßen, Plätze, Gebäude und einzelne Häuser sind dadurch in unterschiedlichen Entwicklungsphasen dokumentiert.

Auch unbekannte Aufnahmen werden gezeigt

Beim Vortragsabend sollen nicht nur bekannte Motive gezeigt werden. Torsten Foelsch will nach Angaben der Stadt vor allem auch bislang weniger bekannte Veduten und Fotografien präsentieren.

Dabei geht es nicht allein um Architektur. Erläutert werden auch die Geschichten von Familien, die in den gezeigten Häusern lebten, von Baumeistern, die das Stadtbild prägten, sowie von Vermessern, die historische Stadtpläne anfertigten.

Damit verbindet der Abend Stadtgeschichte, Architekturgeschichte und persönliche Geschichten aus Perleberg.

Anmeldung beim Museum erbeten

Der Vortrag findet am 5. Oktober um 19 Uhr im Stadt- und Regionalmuseum Perleberg statt.

Für eine bessere Planung bittet das Museum um vorherige Anmeldung. Diese ist telefonisch unter 03876 781-422 oder per E-Mail an museum@stadt-perleberg.de möglich.

Themen: PrignitzStadtgeschichtePerlebergFotografieGeschichteStadt- und RegionalmuseumArchitekturgeschichte

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