Musikalische Werkeinführung mit Solisten des Harztheaters am 12. November

Wagners „Siegfried“ kommt nach Oschersleben: Harztheater lädt zum Opernabend

Richard Wagners Oper „Siegfried“ steht im Mittelpunkt eines besonderen Konzert- und Gesprächsabends in Oschersleben. Am 12. November erklärt Musikwissenschaftlerin Silke Nuss die Hintergründe des Werkes. Drei Künstler des Harztheaters gestalten den musikalischen Teil. Der Eintritt ist frei.

Von Johanna Reinhardt 3 Min. Lesezeit

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Das Harztheater setzt seinen Wagner-Zyklus mit der Oper „Siegfried“ fort. Am 12. November erläutert Musikwissenschaftlerin Silke Nuss in der Musikschule Oschersleben die Hintergründe des Werkes. Drei Künstler des Harztheaters gestalten den Abend mit musikalischen Beispielen.
Das Harztheater setzt seinen Wagner-Zyklus mit der Oper „Siegfried“ fort. Am 12. November erläutert Musikwissenschaftlerin Silke Nuss in der Musikschule Oschersleben die Hintergründe des Werkes. Drei Künstler des Harztheaters gestalten den Abend mit musikalischen Beispielen. Foto: Ray Behringer

Oschersleben. Richard Wagners Opern gelten als musikalisch anspruchsvoll, doch ihre Geschichten erzählen von Macht, Verrat, Liebe und menschlichen Schwächen. Wer sich dem Werk des Komponisten nähern möchte, hat am Donnerstag, dem 12. November 2026, in Oschersleben Gelegenheit dazu. Das Harztheater lädt um 18.30 Uhr zu einem musikalischen Einführungsabend in die Musikschule an der Halberstädter Straße 1 ein, bei dem Wagners Oper „Siegfried“ im Mittelpunkt steht.

Die Veranstaltung gehört zum Begleitprogramm des „Harzer Jahrhundertrings“, mit dem das Harztheater Richard Wagners vierteiligen Opernzyklus „Der Ring des Nibelungen“ auf die Bühne bringt. Die Premiere der aktuellen „Siegfried“-Inszenierung ist für Samstag, den 7. November, im Großen Haus in Halberstadt vorgesehen.

Silke Nuss erklärt Wagners musikalische Welt

Durch den Abend führt die Musikwissenschaftlerin und langjährige Regieassistentin Silke Nuss. Sie begleitet die Aufführungen des „Harzer Jahrhundertrings“ seit Beginn mit Vorträgen und Gesprächsveranstaltungen.

Dabei geht es ihr nicht allein um musikalische Einzelheiten. Sie erläutert auch die Figuren, ihre Beziehungen und die Entstehungsgeschichte der Werke. Ebenso beschäftigt sie sich damit, wie Wagner seine Geschichten in Musik übersetzt und welche Bedeutung einzelne Motive für den Verlauf der Handlung haben.

Ihre Werkeinführungen finden nicht ausschließlich im Theater statt. In den vergangenen Jahren besuchte sie unter anderem kleinere Orte im Harz und veranstaltete Gesprächsabende in ungewöhnlichem Rahmen.

Die Musikschule Oschersleben ist nun die erste Station ihrer neuen Vortragsreise zur Oper „Siegfried“.

Das Werk nimmt innerhalb des vierteiligen „Ring des Nibelungen“ eine besondere Stellung ein. Zwischen dramatischen Auseinandersetzungen, märchenhaften Figuren und komischen Momenten erzählt Wagner die Geschichte eines jungen Mannes, der seine Herkunft nicht kennt und sich auf die Suche nach seinem eigenen Weg begibt.

Solisten des Harztheaters singen Ausschnitte aus der Oper

Die Besucher erwartet nicht nur ein Vortrag. Drei Künstler des Harztheaters werden den Abend musikalisch gestalten.

Der Tenor Francisco Huerta, der in der aktuellen Inszenierung die Rolle des Mime übernimmt, präsentiert ausgewählte Gesangspassagen. Ebenfalls zu hören ist der Bariton Juha Koskela, der als Wanderer auf der Bühne steht. Am Klavier begleitet Georgios Sgourdas.

Die musikalischen Beispiele sollen verdeutlichen, wie Wagner seine Figuren charakterisiert und ihre Beziehungen zueinander gestaltet.

Besonders das Verhältnis zwischen Siegfried und seinem Ziehvater Mime bietet dafür zahlreiche Anknüpfungspunkte.

Mime hat den jungen Siegfried aufgezogen, verfolgt dabei jedoch eigene Interessen. Siegfried wiederum weiß zunächst wenig über seine Eltern und seine Herkunft.

Zu den wenigen Erinnerungsstücken gehört ein zerbrochenes Schwert, das einst seinem Vater Siegmund gehörte.

Siegfried schmiedet die Bruchstücke zu einer neuen Waffe. Mit ihr tötet er den Drachen Fafner, der einen sagenumwobenen Ring bewacht. Schließlich gelangt der junge Held zu Brünnhilde, die er aus ihrem Schlaf erweckt.

Wagner verbindet diese Handlung mit einer Musik, in der Naturbilder, große Orchesterpassagen und charakteristische Motive eine zentrale Rolle spielen.

Harztheater setzt seinen Wagner-Zyklus fort

Mit „Siegfried“ führt das Harztheater seinen mehrjährigen Wagner-Zyklus fort.

Nach den bisherigen Aufführungen von „Das Rheingold“ und „Die Walküre“ folgt nun der dritte Teil der Tetralogie.

Die musikalische Leitung übernimmt Generalmusikdirektor Johannes Rieger. Regie führt Marco Misgaiski, für die Ausstattung zeichnet Tom Grasshof verantwortlich.

Die Titelrolle singt Tobias Amadeus Schöner. Neben Francisco Huerta und Juha Koskela gehören unter anderem Samuel Berlad als Alberich, Gijs Nijkamp als Fafner und Peggy Steiner als Brünnhilde zur Besetzung.

Es spielen die Harzer Sinfoniker.

Die Premiere findet am 7. November um 17 Uhr im Großen Haus Halberstadt statt. Weitere Aufführungen sind unter anderem am 22. November in Halberstadt sowie am 18. Dezember in Quedlinburg geplant.

Eintritt in Oschersleben ist kostenlos

Der Einführungsabend beginnt am Donnerstag, dem 12. November, um 18.30 Uhr in der Musikschule Oschersleben, Halberstädter Straße 1.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Wer den Termin nicht wahrnehmen kann, erhält am Mittwoch, dem 9. Dezember, eine weitere Gelegenheit. Um 19 Uhr wird die Werkeinführung in der Remise in Wernigerode wiederholt. Welche Künstler dort die musikalischen Beispiele übernehmen, steht noch nicht fest.

Mit diesen Veranstaltungen möchte das Harztheater auch Menschen erreichen, die bislang wenig Berührung mit Wagners Opern hatten. Der Abend in Oschersleben bietet Gelegenheit, die Figuren und ihre musikalische Gestaltung kennenzulernen, bevor man die vollständige Inszenierung besucht.

Themen: HarztheaterOperRichard WagnerOscherslebenSiegfriedSilke NussFrancisco HuertaJuha KoskelaMusikschule OscherslebenHarzer Jahrhundertring

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