Italienischer Filmklassiker mit Burt Lancaster und Helmut Berger

Filmmuseum Potsdam zeigt Viscontis „Gewalt und Leidenschaft“ zum 120. Geburtstag

Zum 120. Geburtstag des italienischen Regisseurs Luchino Visconti zeigt das Filmmuseum Potsdam am 13. November den Film „Gewalt und Leidenschaft“. Eine Einführung beleuchtet das Werk des Regisseurs. Im Anschluss sind die Besucher zu einem Empfang mit italienischen Spezialitäten eingeladen.

Von Helena Markwardt 2 Min. Lesezeit

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Gewalt und Leidenschaft
Gewalt und Leidenschaft Foto: Verleih

Potsdam. Das Filmmuseum Potsdam erinnert am Freitag, dem 13. November 2026, an den italienischen Film- und Opernregisseur Luchino Visconti. Anlässlich seines 120. Geburtstags wird um 17.30 Uhr sein Spätwerk „Gewalt und Leidenschaft“ gezeigt. In den Hauptrollen sind Burt Lancaster, Silvana Mangano und Helmut Berger zu sehen. Die Vorführung findet in der italienischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln statt.

Die Veranstaltung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Potsdam-Perugia. Nach der Filmvorführung sind die Besucher zu einem Empfang mit italienischen Spezialitäten eingeladen.

Ein Professor zwischen Einsamkeit und gesellschaftlichem Wandel

Im Mittelpunkt des Films steht ein verwitweter Professor, der zurückgezogen in einem römischen Palazzo lebt. Seine Leidenschaft gilt der Kunst, insbesondere historischen Gruppenbildern von Familien.

Mit anderen Menschen hat er kaum noch Kontakt. Sein geordnetes Leben verändert sich jedoch grundlegend, als eine wohlhabende Gräfin mit ihrem Umfeld in das Gebäude einzieht.

Die neue Nachbarschaft bringt Unruhe in den Alltag des Professors. Die Gräfin Brumonti, Ehefrau eines faschistischen Industriellen, führt ein ausschweifendes Leben und wird von Menschen begleitet, deren Verhalten dem zurückhaltenden Wissenschaftler zunächst fremd ist.

Besonders der undurchsichtige Liebhaber der Gräfin weckt seine Aufmerksamkeit. Zwischen Ablehnung und Faszination entwickelt sich eine Beziehung, die den Professor zunehmend mit seinen eigenen Vorstellungen von Nähe, Moral und gesellschaftlicher Verantwortung konfrontiert.

Visconti erzählt dabei nicht nur vom Aufeinandertreffen unterschiedlicher Lebenswelten. Der Film beschäftigt sich auch mit politischer Radikalisierung und den neofaschistischen Strömungen im Italien der 1970er Jahre.

Luchino Visconti prägte das europäische Kino

Luchino Visconti wurde am 2. November 1906 in Mailand geboren. Er gehörte zu den prägenden Persönlichkeiten des italienischen und europäischen Films.

Mit seinem Film „Besessenheit“ aus dem Jahr 1943 leistete er einen wichtigen Beitrag zur Entstehung des italienischen Neorealismus. Diese filmische Bewegung richtete ihren Blick auf gesellschaftliche Konflikte, soziale Ungleichheit und den Alltag gewöhnlicher Menschen.

In den folgenden Jahrzehnten entwickelte Visconti einen unverwechselbaren Stil. Seine Filme verbanden gesellschaftliche Beobachtung mit einer aufwendigen Bildgestaltung und einer besonderen Aufmerksamkeit für historische Veränderungen.

Zu seinen bekanntesten Werken gehören „Der Leopard“ und „Tod in Venedig“. Daneben arbeitete er erfolgreich als Theater- und Opernregisseur.

Visconti starb am 17. März 1976 in Rom. Mit „Gewalt und Leidenschaft“ hinterließ er einen seiner letzten großen Filme.

Einführung und italienischer Empfang

Vor der Vorführung führt Matteo Forni von CinemAperitivo in den Film ein. Forni arbeitet als Schauspieler und beschäftigt sich mit italienischer Filmkultur.

Die Begrüßung übernimmt Bernd Malzanini vom Freundeskreis Potsdam-Perugia.

Im Anschluss an den Film ist ein Empfang mit italienischen Spezialitäten vorgesehen. Die Veranstaltung soll damit nicht nur an das filmische Werk Viscontis erinnern, sondern auch Gelegenheit zum Austausch über italienische Kultur und Filmgeschichte bieten.

Unterstützt wird der Abend von der Landeshauptstadt Potsdam und dem Italienischen Kulturinstitut in Berlin.

Der Film beginnt am 13. November um 17.30 Uhr im Filmmuseum Potsdam. Die Spieldauer beträgt 121 Minuten.

Themen: PotsdamFilmgeschichteFilmmuseumLuchino ViscontiGewalt und LeidenschaftItalienisches KinoBurt LancasterHelmut Berger

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