Dramatischer Auswärtssieg in der 2. Handball-Bundesliga

1. VfL Potsdam dreht Fünf-Tore-Rückstand und gewinnt Handball-Krimi in Großwallstadt

Savini trifft 46 Sekunden vor Schluss

Von Isabel Neumann 3 Min. Lesezeit

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Adler drehen Fünf-Tore-Rückstand zum dramatischen Auswärtssieg
Adler drehen Fünf-Tore-Rückstand zum dramatischen Auswärtssieg Foto: VfL Potsdam

Der 1. VfL Potsdam hat in der 2. Handball-Bundesliga einen hart erkämpften Auswärtssieg gefeiert. Am Samstagabend, 31. Oktober 2026, gewannen die Brandenburger beim TV Großwallstadt mit 26:25 (11:14). Vor 1.337 Zuschauern in der Untermainhalle drehte die Mannschaft von Trainer Emir Kurtagic einen zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Rückstand. Giacomo Savini erzielte 46 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Treffer.

Bester Potsdamer Torschütze war Markus Mahr mit acht Toren. Max Günther steuerte sieben Treffer bei und verwandelte sämtliche seiner sieben Würfe. Auch Torhüter Frederik Höler hatte mit zwölf Paraden erheblichen Anteil am Erfolg.

Potsdam verliert nach gutem Beginn den Anschluss

Die Gäste fanden zunächst ordentlich in die Begegnung. Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe, ehe Potsdam in der 15. Minute mit 7:5 in Führung ging.

Großwallstadt reagierte jedoch mit vier Treffern in Folge und drehte das Spiel. Die Potsdamer kamen noch einmal zum 9:9-Ausgleich, fanden anschließend aber immer seltener Lösungen gegen die Abwehr der Gastgeber.

Vor allem in den letzten Minuten der ersten Halbzeit verlor der VfL im Angriff an Durchschlagskraft. Großwallstadt nutzte die Fehler und setzte sich über 12:10 und 13:11 ab.

Beim Stand von 14:11 für die Gastgeber ging es in die Halbzeitpause.

Für Potsdam war klar, dass in der zweiten Hälfte eine deutliche Leistungssteigerung notwendig sein würde, um noch Punkte mitzunehmen.

Fünf Tore Rückstand nach 38 Minuten

Auch der Wiederbeginn verlief zunächst nicht nach den Vorstellungen der Brandenburger.

Großwallstadt blieb konzentriert und baute seinen Vorsprung in der 38. Minute auf 17:12 aus. Zu diesem Zeitpunkt deutete vieles auf einen Heimsieg hin.

Doch die Potsdamer ließen sich nicht abschütteln.

Angeführt von Markus Mahr kämpfte sich die Mannschaft Tor um Tor zurück. Der Rückraumspieler übernahm Verantwortung und traf auch bei seinen Siebenmetern zuverlässig.

Innerhalb weniger Minuten verkürzte der VfL auf 16:17. In der 45. Minute fiel schließlich der Ausgleich zum 18:18.

Die Partie war wieder vollkommen offen.

Günther und Mahr bringen Potsdam zurück ins Spiel

In der Schlussviertelstunde entwickelte sich eine umkämpfte Begegnung, in der beide Mannschaften um jeden Treffer rangen.

Potsdam übernahm in der 49. Minute beim 21:20 erstmals seit der Anfangsphase wieder die Führung. Wenig später stand es 22:20.

Doch auch Großwallstadt bewies Widerstandskraft. Die Gastgeber kämpften sich zurück und glichen zum 23:23 aus.

Besonders wichtig für die Potsdamer war Max Günther. Der Außenspieler erzielte sieben Treffer und blieb bei seinen Abschlüssen ohne Fehlwurf.

Markus Mahr war mit acht Toren, darunter vier erfolgreichen Siebenmetern, der erfolgreichste Werfer des VfL.

Auf der Gegenseite erzielte Florian Eisenträger sechs Treffer. Fünf davon gelangen ihm vom Siebenmeterpunkt.

Giacomo Savini entscheidet das Spiel kurz vor Schluss

Die Entscheidung fiel erst in den letzten Sekunden.

Zunächst brachte Günther die Potsdamer mit 25:24 in Führung. Großwallstadt antwortete in der 58. Minute mit dem erneuten Ausgleich.

Beide Mannschaften hatten nun die Möglichkeit, die Partie für sich zu entscheiden.

46 Sekunden vor dem Ende übernahm Giacomo Savini die Verantwortung und traf zum 26:25 für den 1. VfL Potsdam.

Großwallstadt nahm anschließend eine Auszeit, um den letzten Angriff vorzubereiten.

Die Potsdamer Abwehr hielt jedoch stand und verhinderte den erneuten Ausgleich. Mit dem Schlusspfiff war der knappe Auswärtssieg perfekt.

Frederik Höler überzeugt mit zwölf Paraden

Neben den beiden erfolgreichsten Torschützen spielte auch Potsdams Torhüter Frederik Höler eine wichtige Rolle.

Er parierte zwölf Würfe der Gastgeber. Großwallstadts Torhüter kamen gemeinsam auf acht Paraden.

Beide Mannschaften verzeichneten jeweils 41 Torwürfe. Am Ende entschied somit ein einziger Treffer über Sieg und Niederlage.

Auch die Wurfquote spricht für die Effizienz der Gäste in den entscheidenden Momenten.

Die Mannschaft von Emir Kurtagic bewies insbesondere nach dem deutlichen Rückstand große Widerstandskraft und belohnte sich mit zwei Punkten.

Die Torschützen im Überblick

Für den 1. VfL Potsdam trafen Markus Mahr (8 Tore, davon 4 Siebenmeter), Max Günther (7), Paulnsteiner (4), Budde (2), Romei (2), Siemer (1), Savini (1) und Bernkop-Schnürch (1).

Für den TV Großwallstadt waren Eisenträger (6 Tore, davon 5 Siebenmeter), Meddeb (5), Gempp (3), Klimpke (3), Redkyn (3), Skaarnæs (3), Battermann (1) und Kaysen (1) erfolgreich.

Mit dem Erfolg in Großwallstadt unterstreicht Potsdam seine Fähigkeit, auch schwierige Auswärtsspiele noch zu drehen.

Das nächste Ligaspiel bestreitet der 1. VfL Potsdam am Samstag, 14. November 2026, um 18 Uhr zu Hause gegen den TSV Bayer Dormagen.

Themen: PotsdamHandball1. VfL PotsdamTV Großwallstadt2. Handball-BundesligaEmir KurtagicMarkus MahrMax GüntherGiacomo SaviniAuswärtssieg

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