Zwei neue Ruhrpott-Krimis am 5. Dezember

„Mord im Revier“: Neues Krimi-Duo mit Caro Cult und Eidin Jalali startet in der ARD

Berlinerin trifft auf Ruhrpott-Ermittler

Von Miriam Seidel 4 Min. Lesezeit

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MORD IM REVIER – EIN RUHRPOTT-KRIMI: Gianni (Eidin Jalali) und Lou (Caro Cult)
MORD IM REVIER – EIN RUHRPOTT-KRIMI: Gianni (Eidin Jalali) und Lou (Caro Cult) Foto: © RTL/Frank Dicks

Eine strafversetzte Polizistin aus Berlin, ein selbstbewusster Ermittler aus dem Ruhrgebiet und zwei ungewöhnliche Mordfälle: Mit „Mord im Revier – Ein Ruhrpott-Krimi“ bringt die ARD am Samstag, 5. Dezember 2026, ein neues Ermittlerduo ins Fernsehen. Caro Cult und Eidin Jalali übernehmen die Hauptrollen in der von UFA Fiction produzierten Krimireihe. Zum Auftakt zeigt das Erste ab 20.15 Uhr gleich zwei Filme hintereinander. Bereits ab dem 3. Dezember sind beide Fälle in der ARD-Mediathek abrufbar.

Die Geschichten spielen im fiktiven Lipphafen im Ruhrgebiet. Dort treffen die gegensätzlichen Charaktere der Berliner Kommissarin Lou Baum und ihres neuen Kollegen Kerem „Gianni“ Ergin aufeinander. Neben Mordermittlungen setzt die Produktion auf Humor, persönliche Konflikte und das Lebensgefühl des Ruhrgebiets.

Berliner Ermittlerin wird in den Ruhrpott versetzt

Im Mittelpunkt der neuen Krimireihe steht Lou Baum, gespielt von Caro Cult.

Die Kommissarin wurde strafversetzt und muss ihren Dienst ausgerechnet in Lipphafen antreten. Die dortige Polizeiwache gilt in der Filmhandlung als die kleinste Deutschlands.

Lou betrachtet ihren Aufenthalt zunächst als vorübergehende Angelegenheit. Sobald ihre dienstlichen Schwierigkeiten geklärt sind, möchte sie wieder nach Berlin zurückkehren.

Doch ihr neuer Arbeitsplatz hält einige Überraschungen bereit.

An ihrer Seite ermittelt Kerem „Gianni“ Ergin, dargestellt von Eidin Jalali. Der selbstbewusste Polizist kennt die Menschen und Besonderheiten seiner Heimatregion deutlich besser als seine neue Kollegin.

Während Lou mit ihrer direkten Art vorgeht und wenig Geduld für Umwege zeigt, bringt Gianni eine andere Herangehensweise in die Ermittlungen ein.

Aus diesen Unterschieden entwickelt die Produktion sowohl Konflikte als auch komische Situationen.

„Die tote Braut“: Mord nach der Hochzeitsnacht

Der erste Film trägt den Titel „Die tote Braut“.

In Lipphafen wird die frisch verheiratete Lena, gespielt von Sina Tkotsch, nach ihrer Hochzeitsnacht tot am Ufer gefunden.

Zuvor hatte sie sich mit ihrem Ehemann auf einem Boot aufgehalten. Nun ist der Bräutigam verschwunden.

Für Lou Baum und Gianni Ergin beginnt die Suche nach den Hintergründen des Todesfalls.

Der Vater des verschwundenen Bräutigams, Enno, gespielt von Peter Kremer, geht davon aus, dass sein Sohn entführt wurde. Mit deutlichen Forderungen versucht er, Druck auf die Ermittler auszuüben.

Bei Lou stößt er damit allerdings auf Widerstand.

Die Kommissarin lässt sich nicht auf eine einzelne Erklärung festlegen. Stattdessen prüft sie verschiedene Möglichkeiten und nimmt das Umfeld der Verstorbenen genauer unter die Lupe.

Dabei entdeckt sie auf Lenas Mobiltelefon ein Video, das auf ein weiteres Verbrechen hinweist.

Auch die Trauzeugen Ben Penzel und Greta Meiners, gespielt von Moritz Heidelbach und Amy Benkenstein, geraten ins Blickfeld der Ermittlungen.

Wie die Ereignisse zusammenhängen, bleibt bis zur Auflösung des Falls offen.

„Das Horrorhaus von Hünxe“: Geburtstag endet mit Leichenfund

Im zweiten Film wird der Kriminalfall für Lou Baum zu einer sehr persönlichen Angelegenheit.

„Das Horrorhaus von Hünxe“ beginnt mit einer ausgelassenen Geburtstagsfeier. Lou verbringt die Nacht auf einem Techno-Rave.

Währenddessen ist ihre frühere Partnerin Peri unterwegs, um sie überraschend zu besuchen.

Am nächsten Morgen wird die Kommissarin zu einem Leichenfund gerufen.

Dort erkennt sie in der Verstorbenen die neue Partnerin ihrer ehemaligen Freundin.

Von Peri selbst fehlt jede Spur.

Damit wird aus einer gewöhnlichen Mordermittlung eine Suche, bei der Lou auch persönlich betroffen ist.

Die Spur führt zum „Truckstopp 49“. Doch dort will niemand die beiden Berlinerinnen gesehen haben.

Während Lou zunehmend entschlossen und ungeduldig vorgeht, hat ihr Kollege Gianni mit Problemen bei der Dienstaufsicht zu kämpfen.

Die Zeit drängt, denn mit jeder Stunde schwinden die Chancen, die Vermisste lebend zu finden.

Produzent Tommy Wosch setzt auf Spannung und Humor

Entwickelt wurde die neue Krimireihe von Tommy Wosch, der zugleich als Produzent und Showrunner verantwortlich ist.

Sein Ziel war es, einen Krimi zu schaffen, der unterschiedliche Zuschauergruppen anspricht.

Neben klassischen Mordermittlungen sollten deshalb auch moderne Figuren, persönliche Beziehungen und humorvolle Szenen eine wichtige Rolle spielen.

Wosch beschreibt die Entstehung des Formats mit einem ungewöhnlich persönlichen Anspruch.

Seine Mutter solle miträtseln können, seine Frau eine moderne Kommissarin erleben und seine Töchter sollten auch eine Liebesgeschichte entdecken können.

Nach Angaben des Produzenten verlief eine erste Vorführung im Familienkreis vielversprechend.

Damit verfolgt „Mord im Revier“ einen Ansatz, der über die reine Aufklärung von Verbrechen hinausgeht.

Die persönlichen Geschichten der Ermittler sollen ebenso wichtig werden wie die eigentlichen Kriminalfälle.

UFA Fiction produziert die neue Reihe

Die beiden Filme entstanden bei UFA Fiction im Auftrag beziehungsweise Lizenzerwerb der ARD Degeto Film.

Regie führte İsmail Şahin.

Die Drehbücher stammen von Tommy Wosch, unterstützt von Christiane Rousseau und Alexandre Powelz.

Als Producerinnen waren Nina Sollich und Viola-Franziska Bloess beteiligt.

Die Produktion nutzt das Ruhrgebiet mit seinen Industrieanlagen, Wohnvierteln und Naturlandschaften als Schauplatz.

Dabei soll die Region nicht ausschließlich über ihre industrielle Vergangenheit dargestellt werden. Auch die Menschen und ihr Alltag stehen im Mittelpunkt.

Die Figur der aus Berlin kommenden Lou Baum eröffnet zusätzlich die Möglichkeit, unterschiedliche regionale Mentalitäten aufeinandertreffen zu lassen.

Auch RTL plant eine Ausstrahlung

Eine Besonderheit der neuen Krimiproduktion ist die geplante Auswertung bei mehreren Fernsehsendern.

Während die beiden Auftaktfilme zunächst im Ersten ausgestrahlt werden, ist für 2027 auch eine Ausstrahlung bei RTL vorgesehen.

Die ARD-Mediathek stellt beide Filme bereits ab Donnerstag, 3. Dezember 2026, zur Verfügung.

Die Fernsehpremiere folgt am Samstag, 5. Dezember, ab 20.15 Uhr im Ersten.

Ob weitere Filme mit dem neuen Ermittlerduo geplant sind, geht aus der aktuellen Pressemitteilung nicht hervor.

Mit Caro Cult und Eidin Jalali setzt UFA Fiction zunächst auf zwei Hauptfiguren, deren unterschiedliche Herkunft, Arbeitsweise und persönliche Geschichte genügend Stoff für weitere Kriminalfälle bieten könnten.

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