Der Freistaat Thüringen unterstützt die Modernisierung eines elfgeschossigen Wohnhauses der jenawohnen GmbH in der Ernst-Schneller-Straße mit rund vier Millionen Euro. Im Zuge des Vorhabens entstehen 63 belegungsgebundene Wohnungen, die für 30 Jahre einer verlängerten Mietpreis- und Belegungsbindung unterliegen sollen.

Plattenbau von 1974 wird umfassend modernisiert

Bei dem Gebäude handelt es sich um einen ehemaligen DDR-Plattenbau aus dem Jahr 1974. Nach Angaben des Thüringer Ministeriums für Digitales und Infrastruktur werden Dach und Fassade saniert sowie Bäder, Heizungen und Elektroinstallationen erneuert.

Die Arbeiten haben bereits im Juni 2026 begonnen, nachdem ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn genehmigt worden war. Die Fertigstellung ist für das zweite Quartal 2027 vorgesehen.

Rund fünf Millionen Euro Gesamtkosten

Die förderfähigen Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund fünf Millionen Euro. Davon übernimmt der Freistaat etwa vier Millionen Euro über verschiedene Förderinstrumente.

Rund 2,3 Millionen Euro werden als Darlehen vergeben. Hinzu kommen etwa 1,26 Millionen Euro Zuschuss für die freiwillig verlängerte Mietpreis- und Belegungsbindung von 30 Jahren sowie weitere 441.000 Euro für übererfüllte Mindestanforderungen bei der Energieeffizienz.

Land setzt auf vorhandenen Wohnraum

Infrastrukturminister Steffen Schütz sieht das Vorhaben als Beispiel dafür, bestehenden Wohnraum zu modernisieren, ohne zusätzliche Flächen in Anspruch zu nehmen. Zugleich soll die langfristige Bindung dazu beitragen, Wohnungen zu sozialverträglichen Mieten anzubieten.

Damit verbindet das Projekt klassische Bestandssanierung mit sozialer Wohnraumförderung und energetischer Modernisierung. Gerade in einer wachsenden Hochschulstadt wie Jena bleibt die Frage nach dauerhaft bezahlbarem Wohnraum ein zentraler Teil der Stadtentwicklung.

Quelle:

Thüringer Ministerium für Digitales und Infrastruktur, Medieninformation vom 12. August 2026.